Stimmungsvolle Schulschlussfeier an der Oberstufe der Schulen am Maiengrün
Gleich fünf Klassen wurden in Dottikon feierlich aus der Schule verabschiedet. Von den Klassenlehrern gab es noch den einen oder anderen Ratschlag. Und von Schulleiter Remo Isch die ...
Stimmungsvolle Schulschlussfeier an der Oberstufe der Schulen am Maiengrün
Gleich fünf Klassen wurden in Dottikon feierlich aus der Schule verabschiedet. Von den Klassenlehrern gab es noch den einen oder anderen Ratschlag. Und von Schulleiter Remo Isch die Aufforderung, neugierig zu bleiben.
Chregi Hansen
Sie mögen sich, die Lehrpersonen und Schüler der Abschlussklassen. Das wurde an der Abschlussfeier sehr deutlich. Und der eine oder die andere tat sich schwer mit dem Adieusagen. Auf den Punkt brachte es Fabio Neff, Klassenlehrer der Bez 3a. «Ältere Lehrerkollegen sagen mir immer, mit jeder neuen Klasse werde es besser. Aber ich bin nicht sicher, ob das stimmt. Ihr habt die Messlatte sehr hoch gelegt», sagte er seinen Schülern und Schülerinnen.
Fehler gehören dazu
Auch die vier anderen Klassenlehrer und -lehrerinnen fanden passende Worte für ihre Jugendlichen. Bez-Lehrer Gabriel Haller zog einen Vergleich zum Fischen. «Mit dem Schulabschluss habt ihr den Haken. Jetzt müsst ihr dafür sorgen, dass die Angelschnur immer richtig gespannt ist.» Sek-Lehrerin Doris Baschnagel bezeichnete die drei Jahre als intensiv und streng, aber auch farbig und lebendig. «Ihr wart nicht immer leise, nicht immer pünktlich, aber immer echt», lobte Reallehrer Andreas Welsche seine Realklasse. Und Sibylle Geissmann, Klassenlehrerin der Sek 3b, stellte fest, dass es mit ihrer Klasse nie langweilig war. Alle fünf verabschiedeten ihre Klassen mit Herzlichkeit und persönlichen Worten.
Dabei waren die vergangenen drei Jahre nicht nur reine Harmonie. «Ihr wart wahre Meister der Diskussion und perfekt darin, mit minimalem Aufwand maximal ausgelastet zu wirken», sagte Schulleiter Remo Isch in seiner Ansprache. Der Abschluss sei ein Grund, um stolz zu sein und zu feiern. Aber Isch hat auch eine schlechte Nachricht für die Austretenden. «Wem nicht bewusst ist, dass er ein Leben lang lernen muss, hat das Wichtigste im Leben nicht gelernt», so der Schulleiter. «Wobei das sicher nicht das ist, was man in diesem Moment hören möchte», fügte er an.
Aber das Leben sei eben wie eine Schule, einfach ohne Stundenplan und Pause. Und ausruhen, das liege weiterhin nicht drin. Die Schule habe ihnen das Werkzeug geliefert für das weitere Leben, aber sie müssten sich nun auf die Suche nach der Anleitung machen.
Und noch einen wichtigen Tipp gab er mit auf den Weg. «Hört nie auf, neugierig zu sein und Fragen zu stellen. Und habt keine Angst vor Fehlern. Das Spannende am Leben ist die Tatsache, dass man es eigentlich nie voll im Griff hat», so der Schulleiter.
Einer wird Kaminfeger, eine Fachfrau Kundendialog
Die Klassen (zwei Bez-, zwei Sek- und eine Realklasse) verabschiedeten sich mit einem Tanz, einem Gesangsauftritt und kleinen witzigen Filmen. Zudem wurde das Geheimnis gelüftet, wer nun wohin geht. Ein grosser Teil wechselt in eine weiterführende Schule – 14 in die Kanti, vier an die FMS, je einer an die Informatik- und einer an die Wirtschaftsmittelschule. Acht absolvieren noch ein zehntes Schuljahr, drei Jugendliche wechseln von der 3. Sek in die 3. Bez. Bei den Berufslehren steht nach wie vor das KV an erster Stelle, dafür haben sich neun Schüler und Schülerinnen entschieden. Neun weitere machen eine Ausbildung im Bereich Gesundheit oder Betreuung.
Die Palette der weiteren Lehrberufe ist riesig. Interessant etwa: Ein Schüler lässt sich zum Kaminfeger ausbilden. Und eine Schülerin zur Fachfrau Kundendialog. «Ich staune immer wieder von Neuem, was für Berufe es inzwischen gibt», so der Kommentar von Remo Isch. Mit der Zeugnisübergabe durch die Klassenlehrer und der Ehrung der besten Absolventen aller fünf Klassen ging der Abend dann zu Ende. Und wurden alle zu einem gemütlichen Apéro eingeladen.