Grossrätin Colette Basler entdeckt Hägglingen
Zur traditionellen Bundesfeier auf dem Saalhau waren am 1. August zahlreiche Hägglingerinnen und Hägglinger versammelt. Die Festrede hielt Grossrätin Colette Basler.
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Grossrätin Colette Basler entdeckt Hägglingen
Zur traditionellen Bundesfeier auf dem Saalhau waren am 1. August zahlreiche Hägglingerinnen und Hägglinger versammelt. Die Festrede hielt Grossrätin Colette Basler.
Die SP-Grossrätin ist im Aargauer Parlament im Bildungsbereich engagiert, Mitglied verschiedener Kommissionen sowie Vizepräsidentin des Aargauer Bauernverbands. Die ausgebildete Landwirtin und Lehrerin unterrichtete früher an der Schule Villmergen. Um Hägglingen und seine Bevölkerung kennenzulernen, machte sich Colette Basler bereits drei Tage vor der Bundesfeier zu Fuss auf den Weg. «Ich wollte wissen, was mich am 1. August in Hägglingen erwartet», erklärte sie den Hägglingern.
Auf ihrer Wanderung über den Freiämterweg entdeckte sie das Gemeindewappen, begegnete somit erstmals einer «Hächle» und setzte sich mit der Geschichte des Dorfes auseinander. Dabei erfuhr sie auch, weshalb die Hägglinger den Übernamen «Tiergärtler» tragen: Während des Ersten Villmergerkriegs von 1656 brachten Nachbargemeinden ihre Tiere zum Schutz vor den anrückenden Berner Truppen nach Hägglingen.
Traditionen pflegen und offen bleiben für die Zukunft
Basler zeigte sich beeindruckt vom aktiven Dorfleben. Die zahlreichen Vereine seien Ausdruck einer lebendigen Gemeinschaft. Besonders würdigte sie den Einsatz des Motoclubs Hägglingen als Organisator der diesjährigen Bundesfeier. Auch ihre Schwester, die Kabarettistin Patti Basler, habe ihr von der grossen Bedeutung der Hägglinger Fasnacht für das Dorfleben erzählt. Als Landwirtin freute sie sich zudem über die gepflegten, neophytenfreien Waldund Wiesenflächen sowie über den neuen Biker-Trail.
In ihrer Festansprache rief Basler dazu auf, am Nationalfeiertag all das zu feiern, was Hägglingen auszeichne: eine engagierte Dorfgemeinschaft, die ihre Geschichte und Traditionen pflege und gleichzeitig offen in die Zukunft blicke. Der Zusammenhalt sei heute wichtiger denn je. Als grösste Stärke der Schweiz bezeichnete sie die direkte Demokratie. Mit einem Zitat aus der Präambel der Bundesverfassung – «Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen» – erinnerte sie an die Verantwortung gegenüber Mitmenschen und künftigen Generationen. Offenheit, Zuhören und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, seien entscheidend – so, wie sie selbst mit ihrer Wanderung nach Hägglingen den eigenen Horizont erweitert habe.
--mub