An Pfingsten sprechen Kirche und Gläubige von Erneuerung, Aufbruch und dem Mut zu neuen Wegen. Gerade mit Blick auf die Wahlen der katholischen Kirchenpflege Wohlen im Herbst sollte dieser Gedanke ernst genommen werden. Wer Erneuerung und Gleichstellung predigt, muss sie auch leben ...
An Pfingsten sprechen Kirche und Gläubige von Erneuerung, Aufbruch und dem Mut zu neuen Wegen. Gerade mit Blick auf die Wahlen der katholischen Kirchenpflege Wohlen im Herbst sollte dieser Gedanke ernst genommen werden. Wer Erneuerung und Gleichstellung predigt, muss sie auch leben – alles andere erinnert an das bekannte Sprichwort vom Wasser predigen und Wein trinken.
Seit der Gründung der Kirchgemeinden im Kanton Aargau um 1886 sind bald 150 Jahre vergangen. Und noch nie stand eine Frau an der Spitze der Kirchenpflege Wohlen. Im Jahr 2026 ist das kaum mehr erklärbar.
Die römisch-katholische Kirche vor Ort lebt vom Engagement der Frauen. Ohne ihre freiwillige Arbeit würde das kirchliche Leben vielerorts stillstehen. Und doch bleiben die Führungspositionen meist männlich geprägt.
Wer Erneuerung ernst meint, darf Frauen nicht länger von den entscheidenden Positionen fernhalten.
Darum: Nach fast 150 Jahren ist es Zeit für ein Zeichen des Aufbruchs – Zeit für eine Frau Präsidentin.
Manfred Breitschmid, Wohlen