Wollen Sie in ein paar Jahren weniger Lohn? Wohl kaum. Genau das wird passieren, sollte die «Nachhaltigkeits-Initiative» der SVP, die bekanntlich sonst gegen jede Nachhaltigkeit stimmt, am 14. Juni angenommen werden. Reine Panikmache, höre ich sagen. Weit gefehlt! In ein paar ...
Wollen Sie in ein paar Jahren weniger Lohn? Wohl kaum. Genau das wird passieren, sollte die «Nachhaltigkeits-Initiative» der SVP, die bekanntlich sonst gegen jede Nachhaltigkeit stimmt, am 14. Juni angenommen werden. Reine Panikmache, höre ich sagen. Weit gefehlt! In ein paar Jahren wird die von der SVP willkürlich gesetzte Deckelung der Einwohnerzahl bei 10 Millionen mit Sicherheit geknackt. Auch weil SVP-Gewerbler Personal aus dem Ausland rekrutieren.
Dann muss gemäss Initiativtext das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU gekündigt werden. Und dann fallen die sogenannten flankierenden Massnahmen der Schweiz dahin. Diese garantieren heute branchenübliche Mindestlöhne und verhindern heute Lohndumping sowie unfairen Wettbewerb. Das wissen die Bosse von der SVP und es spielt ihnen wunderbar in ihre Karten. Sie waren schon immer gegen diese flankierenden Massnahmen und wünschen sich ihre goldenen Zeiten mit den «Saisonniers» zurück. Genau darum sieht der SVP-Initiativtext vor, dass ausländische Staatsangehörige mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als einem Jahr von der Anrechnung an diese 10 Millionen ausgenommen sind.
Im Klartext heisst das: Ihr Chef kann dann im Ausland billigere temporäre Arbeitskräfte anheuern und Sie auf die Strasse stellen. Weil zu teuer. Dies ist eine von weiteren negativen Folgen der Chaos-Initiative der SVP. Lassen Sie sich nicht blenden, stimmen Sie am 14. Juni Nein zur «Nachhaltigkeits-Initiative».
Harry Lütolf, Grossrat und Einwohnerrat, Die Mitte, Wohlen