Mit Foyer, Innenhof und Findling
24.04.2026 Wohlen, Einwohnerrat, Baugewerbe, SchuleDie Baugesuche für die Schulraumprovisorien Bünzmatt und Junkholz liegen öffentlich auf
Der Einwohnerrat hat deutlich grünes Licht gegeben, um den ersten Schritt der neuen Schulraumplanung zu tätigen. Als Sofortmassnahme wird das Provisorium am ...
Die Baugesuche für die Schulraumprovisorien Bünzmatt und Junkholz liegen öffentlich auf
Der Einwohnerrat hat deutlich grünes Licht gegeben, um den ersten Schritt der neuen Schulraumplanung zu tätigen. Als Sofortmassnahme wird das Provisorium am Oberdorfweg aufgeteilt und in den Schulzentren Bünzmatt und Junkholz neu aufgebaut. Nun geht es noch um die Baubewilligung.
Daniel Marti
Politik und Verwaltung haben schnell reagiert, um die Schulraumnot zu lindern. Beim Start ins Schuljahr 2027/ 2028 soll genügend Schulraum zur Verfügung stehen. Deshalb wird das Containerprovisorium vom Oberdorfweg in den Schulzentren Bünzmatt und Junkholz weiterverwendet. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss werden im Bünzmatt weiterverwendet. Die Obergeschosse zwei und drei werden im Junkholz neu aufgebaut. Dies sei «aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen» eine ideale Variante, hielt der Gemeinderat in der Vorlage fest.
Der Einwohnerrat folgte dieser Einschätzung und befürwortete die beiden Vorlagen grossmehrheitlich. Für den Standort Bünzmatt gab es 29 Ja-Stimmen zu 2 Nein, beim Junkholz waren es 28 Ja-Stimmen zu 3 Nein. Bei beiden Standorten gab es zudem je 8 Enthaltungen. Die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission signalisierte zweimal Einstimmigkeit.
Bis Ende 2026 muss Oberdorfweg-Provisorium weichen
Der Verpflichtungskredit für die Realisation des Schulraumprovisoriums Bünzmatt beträgt 3,6 Millionen Franken, jener fürs Junkholz 3,375 Millionen.
Auch bei der Umsetzung gilt es, aufs Tempo zu drücken. Knapp einen Monat nachdem die Politik grünes Licht gegeben hat, werden die Baugesuche präsentiert. Denn Ende 2026 endet der Mietvertrag der Gemeinde für den Standort Oberdorfweg, dann muss das Provisorium zurückgebaut sein.
Gleichzeitig kann dann der Wiederaufbau an den beiden neuen Standorten in Angriff genommen werden. Das Raumprogramm umfasst pro Standort sechs Abteilungen.
Im Bünzmatt-Provisorium werden Räume für zwei Kindergärten, drei Unterstufenklassen und eine Einschulungsklasse geschaffen. Der Doppelkindergarten Sorenbühl, der qualitativ und quantitativ nicht mehr genügt, kann deshalb aufgehoben werden.
Im Junkholz-Provisorium sind ebenfalls zwei Kindergärten, drei Unterstufenklassen und eine Einschulungsklasse untergebracht. Der viel zu kleine Kindergarten Bollmoos wird ersetzt, und ein neuer Kindergarten wird geschaffen.
Standort Bünzmatt mit geschütztem Innenhof
Die Gebäudekörper werden an beiden Standorten zwei Geschosse aufweisen. Wobei die Möglichkeit besteht, die beiden Provisorien aufzustocken, sofern dringender Bedarf bestehen sollte. Der Standort des Provisorium Bünzmatt liegt zwischen der Allmendstrasse und den bestehenden Schulhäusern Bünzmatt I und II.
Die Parzelle umfasst knapp 34 000 Quadratmeter. Das Gebäude mit 36 Metern Länge und 15 Metern Breite hat also bestens Platz. Und es wird so platziert, dass zu den bestehenden Schulhäusern ein geschützter Innenhof entsteht. Dieser kann dann als gemeinschaftlicher Aufenthaltsraum genutzt werden, ein Kletterhof soll zudem den neuen Pausenplatz bereichern. Die meisten Bäume sollen erhalten bleiben. Und zusammen mit einem grossen Findling soll gemäss Baugesuch ein Freiraum mit Charme sowie ein identitätsstiftendes Zentrum entstehen. In der Konzeptbeschreibung klingt das alles recht freundlich und harmonisch – also viel positiver als ein kühles Provisorium.
Standort Junkholz mit multifunktionalem Aufenthaltsraum
Auch das Konzept beim Junkholz darf sich sehen lassen. Der Standort liegt beim asphaltierten Sportplatz und wird so gewählt, dass zwischen Provisorium und bestehender Turnhalle ein «grosszügiges Foyer» entsteht. Dieses ist als multifunktionaler Aufenthaltsund Bewegungsraum vorgesehen. Zur Fussballwiese hin wird ein Bereich für verschiedene Spiele geschaffen. Dieser Bereich wird zudem leicht aufgeschüttet, damit sich das neue Schulprovisorium-Areal auch bildlich von der Wiese abgrenzt. Ein Rundweg dient zudem als kleine Bereicherung.


