Längst eine intakte Einheit
04.08.2026 Region Unterfreiamt, Niederwil, NesselnbachZusammen feiern
Jubiläumsfeier in Niederwil
1901 verfügte der Kanton Aargau den Zusammenschluss von Niederwil und Nesselnbach. Gegen deren Willen. 125 Jahre später wird das Jubiläum gemeinsam gefeiert. Längst ist aus zwei ...
Zusammen feiern
Jubiläumsfeier in Niederwil
1901 verfügte der Kanton Aargau den Zusammenschluss von Niederwil und Nesselnbach. Gegen deren Willen. 125 Jahre später wird das Jubiläum gemeinsam gefeiert. Längst ist aus zwei Dörfern eines geworden. Das wurde am Festwochenende mehr als deutlich. Zwei Tage lang kam praktisch das ganze Dorf zusammen, wurde das Zentrum zum Treffpunkt aller.
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Feier zum 125-Jahr-Jubiläum des Zusammenschlusses von Niederwil und Nesselnbach
Zwei Tage lang traf sich Gross und Klein im Zentrum, um gemeinsam auf den runden Geburtstag anzustossen. Von Gräben zwischen Niederwil und Nesselnbach ist heute nichts mehr zu spüren.
Chregi Hansen
Spätestens da hat Ammann Norbert Ender auch die Herzen der Nesselnbacher Bevölkerung gewonnen. Zu den wichtigen Projekten des Jubiläumsjahres zählt er die Sanierung des Casinos Nesselnbach. «Es wird zu einem wichtigen Treffpunkt der Bevölkerung werden», ist er überzeugt. Nachdem die Gemeinde den Initianten zu Beginn so manchen Stein in den Weg gelegt hatte, tat diese Aussage ihnen einfach gut.
Niederwil und Nesselnbach haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Zusammenschluss erfolgte 1901 nicht freiwillig, sondern wurde vom Kanton angeordnet. «Eine Gemeinde kann durch einen politischen Entscheid entstehen, eine Gemeinschaft aber nicht. Sie muss durch die Menschen immer wieder neu erschaffen werden», betont der Ammann. Den Zusammenhalt untereinander könne man nicht befehlen, der müsse wachsen. Und so brauchte es damals viel Zeit, bis die beiden Ortsteile zueinanderfanden. Eine wichtige Aufgabe übernehmen dabei die Vereine. «Es wundert nicht, dass um die Zeit des Zusammenschlusses viele heute noch bestehende Vereine entstanden sind», so Ender.
Empfang der Vereine integriert
Und diesen Vereinen wird im Rahmen der Jubiläumsfeier eine Plattform geboten. Zum einen engagieren sich viele, führen ein Festbeizli oder sorgen für Abwechslung für die Kids. Zum anderen werden zwei von ihnen speziell empfangen. Sowohl die «Musig» wie auch die Schützen waren dieses Jahr am Eidgenössischen. Statt wie früher sie gleich bei der Rückkehr zu feiern, wurde dies nun nachgeholt. «Das ist besser. Wir sind nach einem solchen Wochenende müde. Und die anderen Vereine haben am Sonntagabend auch Besseres zu tun», erklärt Pius Ochs vom Musikverein schmunzelnd. Sowohl er wie auch Urs Leimgruber von den Schützen berichten in launiger Art über den Auftritt am Eidgenössischen und die Erfolge. Und betonen, dass diese nur in Gemeinschaft möglich sind.
Bis spät in die Nacht gefeiert
Auch die Gemeinde will diese Gemeinschaft stärken. «Damit dies möglich ist, braucht es Orte, wo sich die Menschen treffen können», sagt der Gemeindeammann. Aus diesem Grund wird der Weg zwischen Niederwil und Nesselnbach aufgewertet mit Bäumen und Sitzgelegenheiten. Und schon bald soll das neue Gemeindehaus samt Bibliothek und Kultursaal zu einem Anziehungspunkt im Dorf werden. «Ich freue mich schon jetzt, wenn wir rund um das Gemeindehaus das erste grosse Fest feiern», so Ender.
Und dass die Niederwiler feiern können, beweisen sie an diesem Wochenende. Schon am Freitag strömt die Bevölkerung auf den Festplatz. «Die Stimmung war einfach super», sagt Gemeinderätin Nina Haas, die auch Mitglied des OKs ist. Auch zur Bundesfeier am Samstag kommen ganz viele aus dem Dorf, und die meisten bleiben dann gleich bis am späten Abend. Die verschiedenen Vereine haben viel zu tun in ihren Festbeizli, das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, das befürchtete Gewitter blieb aus. Auch musikalisch wurde viel geboten, so konnten etwa die einheimischen Bands «Revival Riot» und «Yaks» zeigen, was sie draufhaben. Gut angekommen ist auch der Linedance-Workshop mit den Missouri Linedancers aus Nesselnbach. «Es war in der Tat ein herrliches Fest», so das Fazit der Gemeinderätin.








