Der jüngste Vorfall krimineller Energie, die in Wohlen schlummert, mussten wir einmal mehr am Wochenende beim Bahnhof Wohlen zur Kenntnis nehmen. Da wurde ein 57-jähriger Mann brutal von zwei Jugendlichen mit moralischem Defekt grundlos spitalreif geschlagen. Über einen ...
Der jüngste Vorfall krimineller Energie, die in Wohlen schlummert, mussten wir einmal mehr am Wochenende beim Bahnhof Wohlen zur Kenntnis nehmen. Da wurde ein 57-jähriger Mann brutal von zwei Jugendlichen mit moralischem Defekt grundlos spitalreif geschlagen. Über einen ähnlichen Vorfall, nahe des Bahnhofes, habe ich kürzlich in einem Leserbrief gewettert.
Einmal mehr liefert Wohlen negative Schlagzeilen an die nationale Presse. Unser Image erleidet nur noch Schiffbruch. Das erinnert mich jetzt auch an ein Geschehen meiner Mutter, als sie 89 Jahre alt war. Bei der alten Post wurde sie von zwei Halbstarken angerempelt. Meine Mutter reagierte mit der Bemerkung «Könnt ihr nicht besser aufpassen?» Und dann kam die knüppeldicke Antwort: «Du nur warten, bis wir genug hier.»
Jetzt kann ich wirklich sagen, ja es sind jetzt genug hier, welchen den Anstand und die Moral abhandengekommen sind. Als geborener Wohler kann ich mich nur noch schämen, einem «Auswärtigen» zu gestehen, ich sei aus Woh- len. Wäre ich etwas jünger, würde ich einen Schnellzug beim Wohnortswechsel benutzen. Wohlen ist schön; wie es einmal war. Und eine «First Harmonic Brass Band» wird es auch nie mehr geben.
Die Band war nicht nur in Wohlen Kult, sondern in ganz Europa. Positive Schlagzeilen aus Wohlen lassen sich heute kaum mehr ausmachen. Meiner Meinung nach ist Wohlen imagemässig total verloren. Schade.
René Moser, Wohlen