Erneut ein Neustart
06.02.2026 Bremgarten, Gewerbe, Essen und Trinken«Zum Turm» schliesst Ende Monat – und wird künftig wieder zum «Kreuz»
Knapp zwei Jahre ist es her, dass das Restaurant am Eingangstor zur Altstadt unter neuem Namen feierlich wiedereröffnet wurde. Doch auch als «Zum Turm» kam ...
«Zum Turm» schliesst Ende Monat – und wird künftig wieder zum «Kreuz»
Knapp zwei Jahre ist es her, dass das Restaurant am Eingangstor zur Altstadt unter neuem Namen feierlich wiedereröffnet wurde. Doch auch als «Zum Turm» kam das Lokal an bester Bremgarter Lage nicht zum Fliegen. Nun steht deshalb abermals ein Pächterwechsel an.
Marco Huwyler
Gross war die Zuversicht und Vorfreude beim Bremgarter Gastronomen. Seit Jahren hatte er von der Lokalität beim Spittelturm geträumt. Im zweiten Anlauf war es ihm schliesslich gelungen, den Zuschlag für die Pacht zu erhalten. Hier an bester Lage, beim Obertorplatz, wollte er die Altstadt-Passanten zur Laufkundschaft für sein neues Restaurant machen, das er sinnigerweise in «Zum Turm» umbenannte – nach dem berühmten Nachbarn nebenan, dem Spittelturm.
Dritter Wechsel in knapp 5 Jahren
Doch nun nach zwei Jahren ist es ihm gleich ergangen wie seinen Vorgängern. Auch als «Zum Turm» gelang nicht, was schon als «Gnusswerk» unter Juri Tirez nicht geklappt hatte: das Restaurant nachhaltig profitabel zu betreiben. Deshalb kommt es nun, knapp zwei Jahre nach der feierlichen Eröffnung im Juni 2024, zum vorzeitigen Ende. Ursprünglich war der Pachtvertrag auf fünf Jahre ausgelegt gewesen. «Wir sind jetzt aber in gegenseitigem Einvernehmen zum Entschluss gekommen, dass es besser ist, einen Schlussstrich zu ziehen», sagt Verpächter Sandro Comolli.
Letztlich war es für den jetzigen Betreiber wohl zu viel, dass er sich gleichzeitig um zwei Restaurants kümmern musste – neben demjenigen beim Spittelturm betrieb er stets eine weitere Lokalität in einem Gässchen der Altstadt. Auf diese kann er sich nun konzentrieren. Die Gaststätte beim Obertorplatz erlebt derweil ihren dritten Wechsel in nicht einmal fünf Jahren. Auch das «Gnusswerk» war nur rund 2,5 Jahre geöffnet gewesen.
Nachfolge schon gefunden
Eine Nachfolgelösung wurde indes bereits aufgegleist. Noch ist diese nicht spruchreif. Doch Verpächter Sandro Comolli ist guten Mutes, damit nun jene langfristige Lösung gefunden zu haben, die ihm für seine vor ein paar Jahren aufwendig und hochwertig sanierte Liegenschaft immer vorschwebte. «Es wird ein ausgesprochen interessantes Konzept», lächelt er. «Eines, das verschiedene gastronomische Einflüsse kombiniert und hervorragend zu Bremgarten passt.» Bei der Nachfolgesuche für das Restaurant in seiner Liegenschaft habe er Wünsche und Anliegen von Einheimischen berücksichtigt, die in den vergangenen Jahren immer wieder an ihn herangetragen worden waren. «Es soll erschwinglich sein, beim Obertorplatz zu essen und zu trinken», sagt Comolli. Mit einer kleinen, aber feinen Karte. Auch das Angebot für einfache Speisen zwischendurch soll ausgebaut werden und wieder vermehrt auf offene, preislich moderate Getränke gesetzt werden. Ausserdem werden die Öffnungszeiten unter dem neuen Wirt angepasst. So soll es gelingen, das unbestritten grosse Potenzial der Lokalität künftig besser auszuschöpfen. «Vor allem im Sommer müsste der Aussenbereich an schönen Tagen eigentlich voll sein …», findet Comolli. Einheimische, aber auch Touristen und Gäste sollen sich hier zu einem kurzen Zwischenstopp willkommen fühlen, während sie die Schönheit von Bremgartens Altstadt erleben.
Wenige Wochen geschlossen
Noch bis Ende Februar wirtet der bisherige Wirt weiter wie bis anhin in seinem «Zum Turm». Danach, per 1. März, kommt es zum Pächterwechsel. «Im Guten», wie Comolli betont. Auch für das Inventar sei eine Übernahmelösung gefunden worden. Unter dem neuen Wirt wird die Liegenschaft abermals sanft renoviert und umgestaltet. Eine Wiedereröffnung Ende März ist realistisch. Noch steht das genaue Datum dafür aber nicht fest.
Der Neustart erfolgt im Übrigen unter neuem Namen – beziehungsweise eigentlich unter altem Namen. «Ich habe mich gemeinsam mit den neuen Pächtern dafür entschieden, zum Traditionellen zurückzukehren», erzählt Comolli. «Zum Kreuz» wird das Restaurant künftig wieder heissen. Und wird damit hoffentlich zu jenem florierenden Gastrobetrieb, den sich Comolli wünscht und den die pittoreske Altstadt Bremgartens an ihrem Eingang verdient.

