Jahreskonzert und Theater des Männerchors Aristau
Husarengleich der erste Auftritt vom Männerchor Aristau mit «Dschingis Khan». Mit den «roten Lippen, die man küssen soll» beherrschten sie aber auch die weichere Tour, dies später ...
Jahreskonzert und Theater des Männerchors Aristau
Husarengleich der erste Auftritt vom Männerchor Aristau mit «Dschingis Khan». Mit den «roten Lippen, die man küssen soll» beherrschten sie aber auch die weichere Tour, dies später als Zugabe. Dann waren es die Darsteller der Theatergruppe, die mit «De Chef weiss vo nüüt» alles boten, was von einem Lustspiel erwartet wird.
Richard Gähwiler
Mit gefürchigem Hu-Ha stürmten sie singenderweise die Bühne, die Männer des Männerchors Aristau, gleich wie die deutsche Popgruppe in den 1980er-Jahren. Es war dann Präsident Martin Küng, der die Besucher in der voll besetzten Turnhalle begrüsste. Es folgten weitere Gesangseinlagen, angesagt mit träfen Erläuterungen durch Ueli Schweizer. Ruhig-besinnlich «I am sailing» von Gavin Sutherland und dann wieder lebhaft-rassig mit «Let’s twist again» von Chubby Checker – dem Aufruf «Clap your hands» folgten die Besucher mit Begeisterung. Mit der Ansage zu «Pour un flirt avec toi» wurde von Schweizer die Mehrsprachigkeit der Sänger hervorgehoben, ergänzt mit einem jugendfreien Witz zum Thema Tabledance.
Die Lieder, alle arrangiert durch den Dirigenten Florian Steidle, der diese auch am Klavier begleitete, waren dem Publikum noch nicht genug, mit tosendem Applaus wurde nach Zugaben verlangt. Die Antwort der Aristauer Sänger traf mit «Rote Lippen soll man küssen» voll ins Schwarze.
Nach der Pause: Bühne frei für das Team der Theatergruppe mit «De Chef weiss vo nüüt». Techtelmechtel, Mobbing, sexuelle Anmache und andere dunkle Machenschaften in der Uhrenfirma Winter Corporate mit Filiale in den USA. Sachbearbeiterin Susi Lager (Ruth Staubli), wortgewandt und mit bissigem Humor, weiss sich zu wehren. Wogegen die schüchterne Verkaufssachbearbeiterin Laura Zuberbühler (Christine Strebel) unter diesen Verschwörungen und Intrigen leidet. Vor allem von Verkaufschef Hubert «Hubsi» Kunz (David Küng) wird Laura immer wieder schikaniert.
Chaotische Verwicklungen und Verwechslungen
So erfindet sie die Geschichte, dass sie während ihrer USA-Ferien in der amerikanischen Niederlassung den Juniorchef Mike Winter (Thomas Lang) kennengelernt und sich dabei verliebt hätte. So weit, so gut – bis dann die Meldung kommt, der Juniorchef würde das Mutterhaus in der Schweiz besuchen. Da sind auch noch die Amerikanerin Dolly (Daniela Lang-Birrer), der Wirtschaftspsychologe Stefan Maibach (Roland Aeberli) und der Grosskunde Steffisburg (Dani Villiger), deren Ideen und Interessen total unterschiedlich sind. Harmonischer die Gemeinsamkeiten der resoluten Chefsekretärin Amstalden (Claudia Anderegg) und des verklemmten Buchhalters Gerber (Martin Küng). So ist es naheliegend, dass chaotische Verwicklungen, Verwechslungen, Komik und überraschende Wendungen die Folge bei der Winter Corporate sein werden.
Natürlich mit Happy End
Alle Darsteller spielten überzeugend und mit Freude. Dadurch ernteten sie beim gut gelaunten Publikum in den zahlreichen witzig-chaotischen Szenen immer wieder Zwischenapplaus. Erst recht, als sich zum Schluss die ganze Geschichte zum Guten wendet, wie man es von einem Lustspiel erwarten darf. Am kommenden Wochenende am Freitag, 16. Januar, und Samstag, 17. Januar, wird nochmals gesungen und gespielt, für hoffentlich weitere zahlreiche Besucher, wünscht sich Präsident Küng.