Aus Liebe zum Hopfengetränk
30.06.2026 Wohlen, Essen und TrinkenDie 6. Freiämter Bierwanderung begeisterte 500 Menschen – der beliebte Anlass war erneut ausverkauft
Sonne, Hitze, Bier. 500 Hopfen-Liebhaber machten sich durch den Wald in Waltenschwil und Wohlen und erlebten einen stimmungsvollen Tag. Der Anlass war innerhalb ...
Die 6. Freiämter Bierwanderung begeisterte 500 Menschen – der beliebte Anlass war erneut ausverkauft
Sonne, Hitze, Bier. 500 Hopfen-Liebhaber machten sich durch den Wald in Waltenschwil und Wohlen und erlebten einen stimmungsvollen Tag. Der Anlass war innerhalb eines Tages restlos ausverkauft. Die Bierwanderung Freiamt untermauert ihre Beliebtheit.
Der Start beim Erdmannlistein, wo die Gruppen ab 10.30 Uhr im Halbstundentakt auf die rund 7,5 Kilometer lange Wanderung geschickt wurden. Aufgrund der aussergewöhnlichen Temperaturen passte das OK die Route leicht an. «Wir haben die Strecke wegen der grossen Hitze um rund 500 Meter verkürzt», erklärt Grolimund. Bereits beim Start erhielten alle Teilnehmenden einen Bierhumpen, einen Strohhut, einen frischen Brezel sowie den Bierpass.
«Es geht nicht nur ums Bier»
Die abwechslungsreiche Strecke führte durch den wunderschönen Wohler und Waltenschwiler Wald entlang des Sagenwegs mit seinen mystischen Holzfiguren. «Es geht nicht nur ums Bier – wir sind auch grosse Fans vom Sagenweg», sagt OK-Mitglied Francis Dind. Genau diese Kombination aus Natur, Genuss und Geselligkeit macht den besonderen Charme der Bierwanderung aus.
Brauerein aus Waadt und Waltenschwil
Insgesamt sieben Brauereien präsentierten über 20 verschiedene Biere. Vier davon stammten aus der Region, während mit Dr. Gab’s aus dem Kanton Waadt auch ein besonderer Exot vertreten war. Die ersten drei Deziliter waren bei jeder Brauerei im Ticketpreis inbegriffen – ob als Degustation verschiedener Sorten oder als eine grosse Stange, blieb jedem selbst überlassen.
Für die Brauerei Dr. Gab’s war es die zweite Teilnahme. «Es ist cool für uns, hier zu sein. Ich habe einen Bezug zur Region, da ich früher in Bünzen wohnte», erzählt Samuel Abt. Der Anlass sei eine ideale Gelegenheit, neue Bierfreunde zu gewinnen. «Es geht uns weniger um den Profit, sondern darum, unsere Biere zeigen zu dürfen. In der Deutschschweiz sind wir noch nicht so bekannt und wir nutzen die Gelegenheit, uns hier zu präsentieren.» Das Interesse sei gross gewesen. «Wir erhalten viel positives Feedback für unsere Biere und würden uns freuen, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.»
«Eine Herzensangelegenheit»
Auch die regionale Brauerei Waltin 1085 zog eine erfreuliche Bilanz. «Es ist eine Herzensangelegenheit, als Ur-Waltenschwiler hier an der Bierwanderung dabei zu sein», sagt Kilian Steimen. Zusammen mit Marcel Schön betreibt er die Brauerei. «Wir brauen beide als Hobby neben unserer Vollzeitstelle», erklärt Schön. Besonders erfreulich sei die Resonanz der Besucher. «Wir haben Freude, dass unsere Biere so gut ankommen.» Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen war eines besonders wichtig: «Die Stimmung ist gut – und das A und O ist natürlich, kühles Bier zu haben.» Die enorme Hitze stellte allerdings auch die Organisatoren vor Herausforderungen. Mehrere Zapfanlagen und Generatoren mussten laufend gekühlt werden. «Es ist super gelaufen, obwohl die Generatoren und Zapfanlagen unter der enormen Hitze gelitten haben», bilanziert Grolimund. Der Durst der Gäste war entsprechend gross. «Der Absatz war wegen der Hitze riesig – zum Teil gingen bis zu 300 Liter Bier weg.» Ein Moment wird den Organisatoren besonders in Erinnerung bleiben: Das Thermometer zeigte an einem Stand 41,5 Grad Celsius.
Bilanz? «Es isch geil gsi»
Dass die Bierwanderung längst weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt ist, zeigte auch eine sechsköpfige Gruppe aus Hünenberg. Die Freunde nahmen bereits mehrfach teil. «Es ist schön hier im Freiamt. Wir lieben es, zusammenzusein, die lokalen Biere zu probieren und danach noch eine feine Wurst zu essen», erzählten sie. Ihr Fazit fiel eindeutig aus: «Wir kommen definitiv wieder.» Der Schlusspunkt der Wanderung befand sich wiederum beim Waldhaus Chüstellihau, wo es diverse Speisen und Spiele gab. Das Festzelt füllte sich im Verlauf des Nachmittags immer mehr und entwickelte sich zum geselligen Treffpunkt aller Wandergruppen. Bereits beim Eingang sorgte eine Sprinkleranlage für die dringend benötigte Abkühlung – ein Angebot, das viele dankbar nutzten. «Es ist immer eine ganz spezielle Atmosphäre im Chüstellihau», schwärmt Francis Dind.
Für die beiden Organisatoren Francis Dind und Rolf Grolimund (und für die Besucherinnen und Besucher) ist der Anlass längst mehr als nur eine Bierdegustation. «Das kulturelle Angebot hat in den letzten zehn Jahren stetig abgenommen. Wir setzen hier an und machen etwas für die Region», sagt Grolimund. Der schönste Lohn seien die Reaktionen der Besucher. «Die Leute kommen persönlich vorbei und bedanken sich für die tolle Organisation.» Nach einem langen, heissen und rundum gelungenen Tag fiel die Bilanz kurz und treffend aus. «Es isch geil gsi», so Rolf Grolimund.
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