Auf Rettungsmission
17.04.2026 Wohlen, Jugend, ArbeitAn den Spieltagen der Offenen Jugendarbeit nehmen 40 Kinder teil
Die Jugendarbeit organisiert seit über 20 Jahren in den Frühlingsferien die beliebten Spieltage im Wald. Die zahlreichen Kids erleben bei der Fröschenteich-Hütte während drei Tagen ...
An den Spieltagen der Offenen Jugendarbeit nehmen 40 Kinder teil
Die Jugendarbeit organisiert seit über 20 Jahren in den Frühlingsferien die beliebten Spieltage im Wald. Die zahlreichen Kids erleben bei der Fröschenteich-Hütte während drei Tagen unter dem Motto «Mission Arboria» die Natur pur und geniessen die gemeinsame Zeit.
Monica Rast
Man hört die Kids schon von Weitem lachen und sich gegenseitig zurufen. Zwischen Ästen, Sträuchern und Bäumen blitzen bunte Farbkleckse der Jacken, Mützen und Hüte auf. Obwohl sich die Sonne manchmal hinter Wolken versteckt, trübt es den Spieltrieb der Sechs- bis Zwölfjährigen überhaupt nicht. In kleineren und grösseren Gruppen rennen sie durch den Wald und erkunden die Natur, sorgen mit Holznachschub für ein gemütliches Lagerfeuer oder geniessen eine Auszeit am Basteltisch.
Hier können die Kinder noch Kinder sein und sich so richtig austoben. Einige sind bereits Wiederholungstäter und nicht zum ersten Mal an den Spieltagen im Wald. Gut vorbereitet besitzen sie ihr eigenes Sackmesser, das bei allem Möglichem zum Einsatz kommt. Sei es beim Schnitzen, Ausgraben, Abschneiden oder für das Einschneiden einer Wurst oder das Zerkleinern der mitgebrachten Verpflegung.
Neben dem freien Spielen im Wald sind die Kinder auch auf einer geheimen Mission. Im Wald treffen sie die Bewohner von Arboria. Die «Vitaner», wie die Bewohner heissen, sorgen sich um ihren Lebensbaum, dessen Energie rapide schwindet. So starten die 40 Kids zu der Mission Arboria und helfen den Bewohnern, den Lebensbaum zu retten, indem sie ihm neue Energie zuführen.
Die erfolgreichen Absolventen sind bereit für die Mission
Damit das auch klappt, braucht es zahlreiche Forscher. Nach dem Aufstellen der verschiedenen Basislager geht es an die Ausbildung. In verschiedenen Spielen wird das Geschick der jungen Forscher getestet. Da muss ein Netz zwischen den Bäumen überwunden werden, beim Büchsenwerfen wird die Treffsicherheit geübt, beim Becherstapeln die Geschicklichkeit getestet und zu guter Letzt wird bei einem Parcours mit integriertem Slalom die Fitness trainiert.
Nach dem ersten Tag erhalten die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen ihren Forscherpass und sind nun fit für die eigentliche Rettungsmission. Durch die freigesetzte Energie und die gute Laune hat sich das Energielevel des Lebensbaums bereits ein wenig gehoben.
Am nächsten Tag widmen sich die ausgeruhten Forscher mehreren Experimenten im Wald. Dabei ist das Forscherglas mit Lupe ein wichtiges Hilfsmittel. Und damit man sich im Wald nicht verliert, lernen die Kids, wie sie sich mit und ohne Kompass im Wald orientieren können. Denn auch die Natur liefert einige Hinweise auf die Himmelsrichtungen.
Doch zum Leidwesen der Erdbewohner fällt der Übersetzer der Vitaner aus. Jetzt heisst es erst mal die Sprache übersetzen. Anhand von Schlüsseln müssen die Kids die Dokumente entziffern, um den Übersetzer zu reparieren. Eine knifflige Sache, doch auch diese Herausforderung wird mit Bravour gemeistert. Als Dank erhält jeder Forscher seinen eigenen Übersetzer in der Form eines Amuletts.
Dank dem grossen Engagement der fleissigen Forscherinnen und Forscher steigt das Energielevel des Lebensbaums kontinuierlich. Sehr zur Freude der Bewohner von Arboria. Gemeinsam setzen sich die Experten nochmals zusammen und entwickeln einen Plan, wie man die Rettung abschliessen kann. Da heisst es nochmals sorgfältig im Wald forschen und Neues entdecken. Doch man ist überzeugt, dass man auch noch den letzten Rest an Lebensenergie aufbringen kann, um den Lebensbaum für die Vitaner zu retten. Falls alles gut läuft, wird die Rettung heute mit einem grossen Grillfest gefeiert.
Viel Zeit, um zu spielen und herumzutoben
Während den drei Tagen können sich die Kinder so richtig im Wald um die Hütte herum austoben. Betreut werden sie von vier Jugendarbeitern, zwei Praktikantinnen und einem Zivildienstler. «Mit einem lockeren Programm haben die Kinder genügend Zeit, sich frei zu bewegen, haben aber immer etwas im Angebot», erklärt Jugendarbeiterin Jasmine Herklotz, «beliebt sind die verschiedensten Formen von Fangis und Versteckis. Und beim Basteln mit Naturmaterialien sind sie sehr kreativ.»
So wird es allen Beteiligten nie langweilig und freies Herumtoben wechselt sich mit gemeinsamen Pausen und Spielen ab. Eine gute Alternative zu den gewohnten Aktivitäten und die Kids geniessen sichtlich die Zeit im Wald. Sie schaffen glückliche Erinnerungen und knüpfen neue Freundschaften.



