«Alle haben tollen Job gemacht»
11.08.2026 Wohlen, SchuleWie eine kleine Einweihung
Bezirksschule Wohlen
Das grösste Bauwerk in der Geschichte der Gemeinde Wohlen ist so gut wie vollendet. Die Modernisierung des Schulzentrums Halde hat für die Bezirksschule eine grosse Bedeutung. Die Bez konnte den ...
Wie eine kleine Einweihung
Bezirksschule Wohlen
Das grösste Bauwerk in der Geschichte der Gemeinde Wohlen ist so gut wie vollendet. Die Modernisierung des Schulzentrums Halde hat für die Bezirksschule eine grosse Bedeutung. Die Bez konnte den Betrieb im Halde nun aufnehmen. Das offizielle Fest findet erst am 19. September statt, der Bezug des neuen Schulhauses ist so etwas wie eine kleine Einweihung.
--dm
Bezirksschule: Start ins neue Schuljahr in den neuen und sanierten Gebäuden
Auf diesen Tag haben Schule und Politik intensiv hingearbeitet. Die Bezirksschule ist wieder an einem Ort vereint. Die neue Bez ist ein stilvoller Bau, der viel Freude auslöst. Aber auch Neugier, Wachstum, Mut, Individualität und Neuanfang wurden von Schulleiter Paul Bitschnau thematisiert.
Daniel Marti
«Den schönsten Moment erlebe ich jeden Morgen», sagt Paul Bitschnau. Wenn er das Talbisgässchen emporgeht, dann taucht langsam das gesamte Schulzentrum Halde vor ihm auf. Ein wunderbarer Anblick, schwärmt er. Die beiden sanierten Schulhäuser und die beiden neuen Gebäude passen bestens zusammen, auch farblich. Eine stilvolle Anlage – zweckmässig ist sie sowieso.
Knapp 400 Schülerinnen und Schüler an der Bez
Nicht «nur» der Anblick löst Freude aus. Sondern auch der Start ins neue Schuljahr. Denn gestern Montag wurde die rundum erneuerte Bezirksschule in Betrieb genommen. Endlich ist die Schule von Schulleiter Bitschnau wieder an einem Ort vereint. Auch das ist ein besonderer Moment, denn die Bezirksschule war in den letzten fünfzehn Jahren auch eine geteilte Schule. Eineinhalb Jahrzehnte sind verstrichen, seit der ersten Auslagerung ins Provisorium am Oberdorfweg. Paul Bitschnau und seinem Lehrpersonenteam war die Freude anzusehen. Auch die Erleichterung.
Fast 400 Schülerinnen und Schüler, genau 391, konnte Bitschnau gestern Montag zum Schuljahresstart begrüssen. «In den letzten Wochen ist hier wahnsinnig viel gegangen», betonte er zu Beginn seiner kurzen Rede. Lehrpersonenteam, Handwerker, Abwart, «alle haben einen tollen Job gemacht». Der ersten Schultag nach den langen Sommerferien sei ohnehin immer besonders, mit dem neuen Schulzentrum ist er nun noch spezieller. «Hier wollen wir zusammen lachen.» Und wenn etwas nicht klappen werde, dann dürfe man sich auch zusammen ärgern, so der Schulleiter. Aber die Bez-Verantwortlichen wollten bewusst farbenfroh mit bunten Fächern starten.
Zusammen sind die sechs Farben grossartig
Die Schülerinnen und Schüler bekamen alle ihren eigenen Fächer, dieser sorgte bei dieser Hitze für einen lauen Wind und ein wenig Abkühlung. Und bei jeder Abteilung hatten die Fächer eine andere Farbe. Paul Bitschnau lieferte die Bedeutung dazu. Blau steht für Neugier. «Seid neugierig, damit ihr neue Dinge entdecken könnt. Sogar Themen, die ihr heute noch nicht kennt.» Grün steht für Wachstum. «Wachst daran, etwas zu wagen, auch dann, wenn es Widerstand gibt.» Rot steht für Mut. «In der Schule braucht es Mut, beispielsweise um sich zu melden. Es braucht Mut, zuzugeben und zu fragen, wenn man etwas nicht versteht.» Violett steht für Individualität. «Es müssen nicht alle Menschen gleich sein. Menschen unterscheiden sich, wir alle dürfen unterschiedlich sein.» Weiss steht für den Neuanfang. «Alles, was war, das kennen wir. Jetzt kommt etwas Neues und es gibt viel zu entdecken, vor allem in diesem neuen Schulhaus.» Schwarz steht nicht etwa für Düsteres. «Es braucht Halt und Menschen, die einem eine Stütze sind.»
Es sind sechs Farben. «Jede einzelne ist nicht spektakulär, aber zusammen sind sie grossartig», fasste Bitschnau zusammen. «Ich wünsche euch allen, dass ihr neugierig seid und dass ihr hier wachsen könnt.» Und beim Einzugsgebiet verhält es sich wie bei den Farben. Eine Ortschaft allein macht es nicht aus. Auch die unmittelbaren Nachbargemeinden schicken ihre Schülerinnen und Schüler an die Bezirksschule Wohlen. Die Gemeinde Wohlen stellt in der Regel die Hälfte der Bez-Schülerinnen und Schüler. Das ist bei den aktuellen Erstbezlern nicht anders.
Offizielle Einweihung am Samstag, 19. September
Der Auftakttag war also bunt, vielfältig und voller Vorfreude. Die Erneuerung des Schulzentrums Halde mit Primarund Bezirksschule ist ein 56-Millionen-Projekt. Baustart war im Frühling 2021, die Primarschule konnte im Juni 2024 eröffnet werden, die offizielle Eröffnungsfeier für die erneuerte und modernisierte Bezirksschule findet am Samstag, 19. September, statt.
Noch ist an der Bezirksschule nicht alles fertig. Der Pausenplatz muss noch gestaltet werden. «Das dauert wohl bis zu den Herbstferien», sagt Paul Bitschnau. Auch der Bau für die Veloständer entlang der Pilatusstrasse benötigt noch einen Endspurt, die Velos können trotzdem dort abgestellt werden.
«Alles ist tipptop»
Der neue Anbau der Bez mit dem gedeckten Pausenplatz sei echt gut, so der Schulleiter weiter, «und die alten Gemäuer sind perfekt saniert worden». Es gebe noch ein paar wenige Details zu korrigieren, erklärt er. «Aber alles ist tipptop, und klagen wollen wir sowieso nicht.»
Vor den grossen Sommerferien betonte er bereits, dass er sich riesig darauf freut, wenn dann die ganze Bez wieder an einem Ort vereint sein werde (siehe Ausgabe vom 14. Juli). «Das eröffnet weitere neue Chancen.» Genau diese Chancen will nun die gesamte Bez-Crew – Lehrpersonen Schulleitung sowie Schülerinnen und Schüler – packen. Und zwar so gut, dass Schulleiter Paul Bitschnau an jedem Morgen beim Anblick der neuen Bez das Gleiche danken kann: Was für ein schöner Moment.




