Acht verschiedene Geschichten
21.07.2026 Mutschellen, Rudolfstetten, Film, Kommende Events«Kino uf em Dorfplatz» findet vom 7. bis 14. August statt
Die Open-Air-Kino-Tradition auf dem Rudolfstetter Dorfplatz geht im August in die nächste Runde. Acht Filme werden gezeigt. Die meisten gehören mindestens teilweise zur Kategorie Komödie, ...
«Kino uf em Dorfplatz» findet vom 7. bis 14. August statt
Die Open-Air-Kino-Tradition auf dem Rudolfstetter Dorfplatz geht im August in die nächste Runde. Acht Filme werden gezeigt. Die meisten gehören mindestens teilweise zur Kategorie Komödie, obwohl sie ganz verschiedene Geschichten erzählen.
Roger Wetli
«Ich habe mich dieses Jahr mit der Filmauswahl schwergetan», gesteht Stefan Meienberg, Präsident des Vereins «Kino uf em Dorfplatz». «Eigentlich wollte ich noch ein oder zwei klassische Actionfilme ins Programm nehmen – wie zum Beispiel den neuen Spiderman-Streifen. Das klappte aber aufgrund des Verleihs nicht.» Nun seien viele der acht ausgewählten Filme aus der Kategorie Komödie. «Es sind aber sehr unterschiedliche Geschichten», betont Meienberg.
Stargast aus dem Dorf
Zu dieser Kategorie gehört auch der Schweizer Film «Plitsch Platsch Forever». Dieser wurde teilweise in Bremgarten gedreht und kam vor einigen Monaten ins Kino. «Laut offiziellen Besucherzahlen haben bisher nicht so viele Leute ‹Plitsch Platsch Forever› gesehen», weiss der Präsident. «Ich hoffe, dass dies jetzt unter anderem bei uns nachgeholt wird.» Die Geschichte dreht sich um ein Freibad, für dessen Erhalt ein kleines Mädchen kämpft, das dabei ein schweizerisches Mittel der Demokratie nutzt. Neben der Geschichte und dem Drehort wird wohl auch der Stargast einige Leute an diesem Abend auf den Dorfplatz locken. Die Schauspielerin Michèle Rohrbach spielt in «Plitsch Platsch Forever» eine Hauptrolle. Sie wuchs in Rudolfstetten auf. «Ich fragte sie erst an, nachdem ich den Film bereits gebucht hatte», betont Stefan Meienberg. «Rohrbach wohnt heute in Wien. Sie weilt in dieser Zeit aber in der Schweiz und hat spontan zugesagt.» Die Schauspielerin sei bereits vor einigen Jahren zu Gast beim «Kino uf em Dorfplatz» gewesen. «Und die Leute hatten riesig Freude», erinnert sich der Vizepräsident Christian Füglistaller.
Abend mit Rahmenprogramm
Neben diesem Höhepunkt gibt es am Tag darauf im Rahmen des Streifens «Rental Family» ein spezielles Rahmenprogramm. «Der Film handelt von einem Mann, der für eine Agentur arbeitet, welche ‹Mietfamilien› vermittelt. Es ist eine spannende Geschichte. Dass der Film aber in Japan handelt, lässt sich aus dem Filmtitel nicht erahnen», erklärt Christian Füglistaller. «Eines unserer Vereinsmitglieder ist ein riesiger Japanfan und bot an, zu diesem Film ein Rahmenprogramm zu organisieren.» Die Gäste erhalten die Gelegenheit, eigene Origami zu basteln, ihren Namen in Katakana zu schreiben und in einer kleinen Auswahl an Japan-Souvenirs zu stöbern. «Wir hatten früher öfter solche Themenabende – in den letzten Jahren aber nicht mehr. Also wagen wir es einfach mal wieder», lacht Stefan Meienberg.
Bewusst suchten sich die Vereinsmitglieder keine Filme mit Überlängen aus. «Die Leute sollen nach der Vorstellung noch gemütlich nach Hause kommen und am nächsten Tag entspannt bei der Arbeit erscheinen können», erklärt der Vereinspräsident.
Anmeldungen von Gruppen erwünscht
Er und Christian Füglistaller betonen, dass sie am bisher bewährten Konzept festhalten möchten. «Die Besucherzahlen zeigen, dass dieses geschätzt wird», so der Präsident. «Es ist uns gelungen, das ‹Kino uf em Dorfplatz› zu einem Treffpunkt zu machen. Klar steht da immer noch der Film im Vordergrund, aber vielleicht nicht mehr ganz so prominent.» Christian Füglistaller weiss, dass einige Besucher auch extra wegen des guten Essens und des für sie stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnisses kommen. Dieses wird seit ein paar Jahren durch den Burki-Bistro-Wirt Michael Stutz gekocht. «Das hat sich herumgesprochen», so der Vizepräsident. Allerdings sei es immer schwierig, die richtigen Essensmengen zu kochen. «Michael Stutz möchte möglichst kein Essen wegwerfen», erklärt Stefan Meienberg. «Gleichzeitig haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir bei jeweils 400 im Vorverkauf abgesetzten Tickets am Abend mal 80 Menüs verkaufen und dann mal nur 20. Das macht es enorm schwierig.» Um längere Wartezeiten auf das Essen zu vermeiden, empfehlen die beiden deshalb, bei Gruppengrössen ab 15 bis 20 Personen dem Verein bis 15 Uhr des entsprechenden Kinoabends eine E-Mail zu schreiben. «Das würde schon mal sehr helfen», betont Christian Füglistaller. Er hat noch einen weiteren Tipp: «Die Filmvorführungen starten wir um etwa 20.40 Uhr. Wer deshalb erst um 20 Uhr ein Menü bestellt, kann sich selbst Stress verursachen.»
Vermehrt setzt der Verein auf alkoholfreie Getränke wie «Suure Moscht», und alkoholfreien Gin und Rum. «Zudem bieten wir neben dem bewährten ‹Berke Bräu› dieses Jahr auch Bier der Marke ‹Valaisanne› an», so Meienberg.
Eine weitere kleine Änderung ergibt sich durch das neue Parkhaus beim Gemeindehaus. «Die Parkplätze unter dem Dorfplatz reichten bisher meistens, da viele Gäste zu Fuss oder mit der Bahn kamen», erklärt Christian Füglistaller. «Falls es mal doch nicht reicht, gibt es jetzt im neuen Gemeindehaus weitere Parkplätze.» Meienberg ergänzt: «Bisher kam es nach den Vorstellungen manchmal vor dem Zahlautomaten im Parkhaus zu längeren Warteschlangen. Das System wurde jetzt aber geändert, womit diese Schlangen künftig wegfallen.»
Wetter hat Einfluss auf den Filmstart
Die beiden freuen sich jetzt auf acht möglichst trockene und gewitterarme Abende. Immer wieder gefragt werden Stefan Meienberg und sein Team, wann sie die Filme exakt starten würden. «Ganz genau wissen wir das im Vorfeld nicht», betont er. «Denn das hängt davon ab, wie dunkel es bereits ist. Bei bewölktem Himmel können wir deshalb früher starten, als wenn dieser klar ist. Ziel ist aber, dass die Vorführungen jeweils spätestens um 20.50 Uhr beginnen.»

