Vorfreude auf die neuen Plätze
08.04.2026 Wohlen, Tennis, Vereine22. ordentliche Generalversammlung des Tennisclubs Wohlen Niedermatten (TCWN)
Die Versammlungen der letzten Jahre dauerten immer lange. Intensiv wurde jeweils über die notwendige Sanierung der Plätze diskutiert. Nach dem Ja des Einwohnerrats zum Ersatz des ...
22. ordentliche Generalversammlung des Tennisclubs Wohlen Niedermatten (TCWN)
Die Versammlungen der letzten Jahre dauerten immer lange. Intensiv wurde jeweils über die notwendige Sanierung der Plätze diskutiert. Nach dem Ja des Einwohnerrats zum Ersatz des Belags auf vier Plätzen ist die Erleichterung gross und wurden die Traktanden in Rekordzeit abgehandelt.
Chregi Hansen
Noch ist nicht klar, wann die ersten Bälle auf den neuen Allwetterplätzen gespielt werden. Laut Fahrplan der Gemeinde soll mit dem Bau im dritten Quartal begonnen werden. «Der Abbau der Traglufthalle ist für Anfang Juli geplant, damit wir von unserer Seite her bereit sind», erklärt Co-Präsidentin Maja Meier auf eine entsprechende Nachfrage. Die Hoffnung sei gross, dass die Plätze dann im Herbst bereits genutzt werden können. «Das wollen wir dann auch entsprechend feiern. Auch wenn noch nicht klar ist, in welcher Form wir das tun», ergänzt Vorstandskollege Nathan Eugster.
Die Sanierung der Plätze, dieses Thema hat die Versammlungen der letzten Jahre dominiert. Jetzt, nach langen und teilweisen zähen Verhandlungen, werden zumindest vier Plätze gemacht. Auf den Courts auf der Seite der Badi wird ein neuer Acrylbelag eingebaut. Damit verringern sich nicht nur die Unterhaltskosten, diese Allwetterplätze können auch intensiver genutzt werden. Entsprechend gross ist die Freude im Club, dass es endlich vorwärtsgeht. «Der gesamte Vorstand, aber speziell Maja Meier, hat ein grosses Lob verdient. Ihr habt euch alle unermüdlich für diese Lösung eingesetzt», spricht Peter Wertli wohl allen Mitgliedern aus dem Herzen.
Aber auch dem Vorstand ist klar, wem man diesen Erfolg zu verdanken hat. «Maja war nichts zu viel. Sie hat enorm viele Stunden in das Projekt investiert. Mit einer Engelsgeduld hat sie immer wieder neue Unterlagen zusammengetragen und Gespräche mit den Verantwortlichen geführt und auch nach Rückschlägen nie aufgegeben», lobt Co-Präsidentin Karina Rössler ihre Amtskollegin. Als Dank erhält Meier einen Gutschein für ein kleines Timeout. Und einen riesigen Applaus der anwesenden Mitglieder.
Schweizer-Meister-Titel als sportlicher Höhepunkt
Die Kreditbewilligung durch das Wohler Parlament war der Höhepunkt einer Saison, die auch sonst ganz viel Positives mit sich brachte. Rössler spricht von einem ebenso «intensiven wie erfolgreichen Jahr». Aktuell zählt der TCWN 484 Mitglieder, davon 192 Junioren. Die Interclub-Saison bestritten 19 Aktiv- und 7 Juniorenteams. Eines von ihnen sorgte dann auch für den sportlichen Höhepunkt. Die U15-Junioren holten sich im Herbst den Titel des Schweizer Meisters. Dafür wurden die Nachwuchstalente an der GV speziell geehrt. Gerade die Junioren werden stark von den neuen Plätzen profitieren, ist Maja Meier überzeugt. Ebenso wichtig sei aber auch das Engagement der Senioren, betont Rössler. Diese würden den Jungen vormachen, was Clubleben bedeutet. Im Wohler Tennisclub sind eben alle Generationen willkommen.
Bewährte Events mehr gefragt als neue Anlässe
Mit insgesamt 100 Spielern und Spielerinnen war die vierte Austragung des NSC-Turniers (Niedermatten-Senioren-Cup) ein voller Erfolg. Auch das zum dritten Mal durchgeführte Pendant für Junioren, das NJC-Turnier, war mit 50 Anmeldungen und sehr guten Rückmeldungen aller Teilnehmenden ein erfreulicher Anlass. Bewährte Clubevents wie das Mondscheinturnier, das Tennis-Jass-Turnier oder auch das Generationenturnier waren wie immer gut besucht. Weniger Begeisterung gab es für die neu gestalteten Freitags-Events sowie die Clubmeisterschaften. «Wir haben etwas Neues probiert, und es kam nicht an. Jetzt müssen wir über die Bücher», sagt Nathan Eugster. Finanziell war es hingegen ein erfolgreiches Jahr, unter dem Strich resultiert ein Plus von 21 000 Franken, Das ist auch nötig, weil im laufenden Jahr mit dem Neubau der Plätze und der Reinigung der Traglufthalle zwei grosse Posten auf den Verein zukommen.
Statuten den Vorgaben des Bundes angepasst
Neu präsentieren sich auch die Statuten des Vereins. Nötig wurde die Revision durch Vorgaben des Bundesamts für Sport und von Swiss Olympics. Diese geben neu bestimmte Standards vor, die man einhalten muss, um wie der TCWN weiter von J+S-Geldern zu profitieren. «Einige der Standards haben wir schon vorher eingehalten, anderes, wie etwa der Umgang mit Doping, war bei uns noch nie ein Thema und wird es auch nie sein. Dennoch müssen wir solche Sachen jetzt in den Statuten festhalten», macht Co-Präsidentin Rössler deutlich. Zu den Neuerungen gehören auch eine Geschlechterquote im Vorstand und eine maximale Amtszeitdauer für dessen Mitglieder. Diese wurde mit 16 Jahren eher hoch angesetzt. «Aber sonst müsste Maja Meier sofort ihren Rücktritt einreichen», erklärt Rössler schmunzelnd. Ein Mitglied stört sich an der gendergerechten Sprache im Text. «Auch das ist eine Vorgabe, die wir umsetzen müssen», so Rössler.
Zwei Rücktritte aus dem Vorstand
Veränderungen gibt es auch im Vorstand. Vizepräsident und Platzchef Daniel Heinrich tritt nach 14 Jahren von seinem Amt zurück, welches zuletzt sehr zeitintensiv war. Kassierin Sonja Rohr scheidet nach nur drei Jahren aus dem Vorstand aus, sie will eine längere Reise antreten. Da erst nächstes Jahr wieder Wahlen anstehen, werden die zwei Sitze vorerst nicht besetzt. Damit besteht der Vorstand aktuell noch aus vier Mitgliedern: Maja Meier, Karina Rössler, Nathan Eugster und Maria Küng. Neu übernimmt Eugster neben der Spiko auch die Finanzen. Mit einem Dank an all die vielen angestellten und freiwilligen Helfer im Club schliesst Karina Rössler die GV. «Dank euch können wir uns wie Profis fühlen», so ihr Lob zum Schluss.


