Volksfest-Atmosphäre beim Jubiläum
02.06.2026 Region Unterfreiamt, Büttikon, BaugewerbeGelebter Berufsstolz
100 Jahre Holzbau Koch in Büttikon
100 Jahre Firmengeschichte. Diesen besondern Anlass hat die Holzbaufirma Koch AG geführend gefeiert. Mit einer bilderreichen Ausstellung, Werkzeugen und vielen Anekdoten wurde die ...
Gelebter Berufsstolz
100 Jahre Holzbau Koch in Büttikon
100 Jahre Firmengeschichte. Diesen besondern Anlass hat die Holzbaufirma Koch AG geführend gefeiert. Mit einer bilderreichen Ausstellung, Werkzeugen und vielen Anekdoten wurde die Entwicklung für die Besucherinnen und Besucher zum Erlebnis gestaltet. Viel Applaus erhielten die Zimmermänner für ihren ebenso spektakulären wie traditionellem «Klatsch» auf dem schwebenden Dachstuhl.
--red
Zu ihrem 100-jährigen Bestehen lud die Firma Koch AG nach Büttikon ein
Urchige Klänge, Bratwurst-Geruch in der Luft, Kaiserwetter und ganz viele Menschen – der Tag der offenen Tür der Firma Koch AG in Büttikon erfreute sich grosser Beliebtheit. Mit spektakulären Darbietungen zelebrierten die Zimmerleute ihr Handwerk. Auch der Rundgang bot interessante Einblicke.
Patrick Fischer
Hunderte von interessierten Schaulustigen aus nah und fern pilgerten am letzten Samstag über das Gelände der Firma Koch AG, und ihnen wurde einiges geboten: Auf dem Firmenrundgang gab es viel zu entdecken, zu erfahren oder zu bestaunen. In den modern eingerichteten Büros sind neben den CADund AVOR-Arbeitsplätzen auch die Unternehmensbereiche «Architektur» und «Immobilien» zu Hause, die inzwischen etwa 40 Prozent zum Umsatz der Firma Koch beitragen.
Herzstück war und ist aber nach wie vor der Holzbau, und dafür brennt auch Geschäftsführer Josef Karl Koch, der das Unternehmen seit 30 Jahren in 3. Generation führt. «Ich freue mich, wie viel Faszination das Handwerk auch heute noch auszulösen vermag», sagt der ob der Menschenmassen, die an diesem Tag durch seinen Betrieb schlendern, sichtlich gerührte 61-jährige Geschäftsführer.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Die 100-jährige Firmengeschichte wurde den Besuchern in einer bilderreichen Ausstellung nähergebracht und mit vielen Anekdoten sowie den dazu passenden Werkzeugen «begreifbar» gemacht. Auch der Beruf des Zimmermanns mit all seinen Facetten wurde den Leuten an einem Stand schmackhaft gemacht, und für die Kinder wurde die Werkstatt kurzerhand in ein grosses Bastelatelier verwandelt, wo nicht nur die Kleinen viel Spass erlebten.
Beeindruckend war die Demonstration der CNC-Maschine, welche auf Basis von CAD-Daten hochpräzis und in unglaublicher Geschwindigkeit komplexe Holzelemente herstellt. Das brandaktuelle Thema «Photovoltaik» wurde den Besuchern mit spannenden Referaten und interessanten Zahlen nähergebracht, verfügt die Koch AG doch selbst über eine hochmoderne Anlage.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die fleissigen Mitarbeitenden kamen nicht nur wegen der prallen Sonne arg ins Schwitzen. Die Menschenschlangen vor der Essensund Getränkeausgabe erinnerten zeitweise an ein Volksfest, die Stimmung ebenso.
Stolze Zimmermänner und Büttiker
Die absoluten Publikumsmagnete aber waren die beiden Vorführungen der traditionell gekleideten Zimmerleute, in denen sie ihr Handwerk zelebrierten. Da war einerseits die «Da Vinci-Brücke», welche in wenigen Minuten auf- und zusammengebaut wurde und grundsätzlich ohne Schrauben oder Nägel auskommt. Dass die Brücke auch etwas aushält, wurde den staunenden Zuschauern eindrucksvoll bewiesen, in dem sie mit einem Auto überquert wurde. Noch mehr Applaus erhielten die Zimmermänner für ihren «Klatsch» auf dem schwebenden Dachstuhl – einer alten, aber nicht minder spektakulären Tradition der Zimmerleute. Auch für Josef Koch der Höhepunkt schlechthin: «Die Freude am Handwerk soll heute im Vordergrund stehen, denn wir brauchen unbedingt wieder mehr Leute, die beruflich diesen Weg einschlagen», sagt der Firmenchef mit einem Augenzwinkern. In Zukunft wünscht er sich für die Koch AG ein gesundes Wachstum, um die Firma in den nächsten 25 Jahren in gleichbleibender Qualität weiterentwickeln zu können, «in Büttikon», wie er betont. «Das Dorf bedeutet mir etwas. Wir identifizieren uns mit Büttikon und unterstützen dort, wo wir können, wie etwa beim Erhalt des Dorfladens oder beim Restaurant Linde», nennt der Patron konkrete Taten. Die vielen Glückwünsche, die er und sein Team zum Jubiläum entgegennehmen durften, zeigen, dass die Koch AG bereits heute viele Spuren in der Region hinterlassen hat und durchaus optimistisch in die Zukunft schauen darf.




