Die Obere Mühle Villmergen ist in vielen Bereichen gefordert
Auch wenn der Fokus bereits auf der neuen Strategie 2035 liegt, geht auch der Alltag nicht vergessen. Vor allem der Fachkräftemangel macht den Verantwortlichen zu schaffen.
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Die Obere Mühle Villmergen ist in vielen Bereichen gefordert
Auch wenn der Fokus bereits auf der neuen Strategie 2035 liegt, geht auch der Alltag nicht vergessen. Vor allem der Fachkräftemangel macht den Verantwortlichen zu schaffen.
In der Jahresrechnung wird es ganz deutlich. Die Personalkosten sind massiv gestiegen, von 7,145 auf 7,651 Millionen Franken. Und dies, obwohl die Zahl der Mitarbeitenden gar nicht und die der Vollzeitstellen nur minim höher ist. «Das Fehlen der Fachkräfte führt dazu, dass wir immer häufiger auf temporäre Lösungen setzen müssen. Und diese sind einfach teurer. Wir müssen alles daran setzen, dass wir alle Stellen selbst besetzen können», ist für Präsident Mike Lauper klar.
Trotz der höheren Personalkosten kann Finanzchefin Sandra Stark positive Zahlen vermelden. Die Bettenbelegung betrug letztes Jahr hohe 98,3 Prozent, das Durchschnittsalter der Bewohner liegt bei 85,5 Jahren. Eine Steigerung verzeichnete man bei den Einkünften in der Gastronomie und bei den Pflegetaxen. Der Betriebsertrag liegt bei 10,25 Millionen Franken. Unter dem Strich resultiert ein Gewinn von 3200 Franken, das Eigenkapital liegt bei 1,27 Millionen Franken, zudem konnten erneut Rückstellungen getätigt werden. Für das laufende Jahr sind Investitionen in der Höhe von 306 000 Franken vorgesehen, unter anderem ist der Ersatz der Pflegebetten im «Wohnen an der Bünz» in Dottikon geplant.
Geschäftsleitung verstärkt
Geschäftsleiter Walter Cassina spricht von einem guten, aber intensiven Jahr. Er betont die Wichtigkeit der Freiwilligen, deren Zahl konnte auf über 60 gesteigert werden, viele von ihnen bilden sich auch weiter. Neu bietet die Obere Mühle auch Firmen und anderen Organisationen die Möglichkeit für sogenannte «Social Days».
Ein Erfolg ist auch die Eröffnung der Aufnahme-Wohngruppe, die zu einer Entlastung der übrigen Wohngruppen führt. Auch die verschiedenen Massnahmen rund um den Sinnespark wie Parkgebühren oder die Möglichkeit der Reservierung haben sich bewährt. Zudem gab es viele Anlässe das Jahr hindurch. «Wir wollen, dass sich verschiedene Generationen hier begegnen können», so Cassina. Dazu tragen auch Projektwochen der Schule bei.
Vier erfolgreich bestandene Audits beschäftigen die Verantwortlichen intensiv. Nicht zuletzt wurde die Geschäftsleitung verstärkt durch Daniel Wohlfarth, den Standortleiter Wohnen an der Bünz. «Es läuft immer viel. Aber wir verfügen auch über gute Leute, die mit- und vorausdenken», freut sich Präsident Mike Lauper. --chh