Integra, die Stiftung im Freiamt, nutzt die Liegenschaft Jurastrasse 14 neu
Das Angebot der Jugend-WG erfreut sich grosser Beliebtheit. Deshalb baut die Integra ihre Liegenschaft an der Jurastrasse um. Zum Leidwesen der Gemeinde. Diese muss einen neuen Platz für die ...
Integra, die Stiftung im Freiamt, nutzt die Liegenschaft Jurastrasse 14 neu
Das Angebot der Jugend-WG erfreut sich grosser Beliebtheit. Deshalb baut die Integra ihre Liegenschaft an der Jurastrasse um. Zum Leidwesen der Gemeinde. Diese muss einen neuen Platz für die Notunterkunft suchen.
Daniel Marti
Von der Notunterkunft zur Jugend-WG. Das ist der Plan der Integra für die Liegenschaft Jurastrasse 14. Dies bestätigt Integra-Geschäftsführer Jonas Meier auf Anfrage: «Die Integra hat Eigenbedarf angemeldet und wird die Liegenschaft ab Sommer 2024 für eine Erweiterung der Jugend-WGs einsetzen.» Diese Woche wurde die Nachbarschaft in einem entsprechenden Schreiben über die Veränderungen und Umbaupläne informiert.
«Wir freuen uns sehr», so Meier weiter, «dass unser Angebot der Jugend-WG auf grosse Nachfrage stösst. Eine Erweiterung in eigenen Räumlichkeiten, statt in zusätzliche Mietwohnungen, macht aus betrieblicher Sicht Sinn.» Deshalb wurde der Mietvertrag mit der Gemeinde Wohlen gekündigt. Davon sind 14 Notfallunterkünfte betroffen.
Mit Angebot eine Lücke schliessen
Seit letztem Jahr führt die Integra drei Jugend-Wohngruppen in Wohlen, zwei an der Parkstrasse, eine am Reithallenweg. Die durch Fachpersonen betreuten Jugend-WGs bieten allen 16- bis 25-Jährigen, die während ihrer beruflichen Grundbildung nicht bei ihren Angehörigen wohnen können oder wollen, einen Wohnplatz. «Die Integra hat mit dem neuen Wohnangebot eine Lücke geschlossen und bietet umfassende Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integrationsmassnahme, berufliche Massnahme oder einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss», heisst es im Schreiben an die Nachbarschaft. «Der Bedarf nach diesem Angebot ist weiterhin sehr gross.» Deshalb werden nun die Räumlichkeiten an der Jurastrasse 14 für eine neue Jugend-Wohngruppe genutzt.
Die Umbauarbeiten starten nach Ostern und dauern voraussichtlich bis Ende Juli. Die baulichen Massnahmen werden zweckmässig sein und den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechen. Sie bieten ihnen sowohl gemeinsamen Raum sowie mit eigenen Zimmern auch genügend Rückzugsmöglichkeiten.
Gemeinde: Nachfolgelösung zeichnet sich ab
Die Notunterkunft der Gemeinde umfasst gegenwärtig 14 Plätze. Das bedeutet, dass die Gemeinde Wohlen die Notunterbringungen künftig in anderen Räumlichkeiten vornehmen muss. Aber der Gemeinderat kann leicht Entwarnung geben. «Die Gemeinde sorgt für die nahtlose Gewährleistung eines angemessenen Obdachs. Sie prüft gegenwärtig die Verfügbarkeit geeigneter Liegenschaften. Eine passende Nachfolgelösung zeichnet sich ab», schreibt der Gemeinderat auf Anfrage.
Früher waren bei der gemeindeeigenen Liegenschaft (Steingasse 24) bei der Kreuzung Steingasse/Wagenrainstrasse die Plätze für die Notunterkunft. Dieses Haus ist zurzeit unbewohnt. Ist allenfalls eine Rückkehr denkbar? Dies schliesst der Gemeinderat jedoch aus. Die ehemalige Notunterkunft an der Steingasse 45 ist baulich «in einem derart schlechten Zustand, dass sie nicht mehr bewohnt werden darf und daher nicht als Notunterkunft genutzt werden kann».
Zu gegebener Zeit eine Vorlage
Weiter sei die langfristige Nutzung der Liegenschaft und damit der Sanierungsbedarf noch nicht abschliessend geklärt. Der Gemeinderat abschliessend: «Die Parzelle liegt in der Zone für Öffentliche Bauten und Anlagen. Die zukünftige Nutzung muss zonenkonform sein. Eine entsprechende Vorlage wird zu gegebener Zeit dem Einwohnerrat unterbreitet.»