Spital Muri und Spitalverband Limmattal stärken Zusammenarbeit im Bereich Geburtshilfe
Das Spital Muri und der Spitalverband Limmattal haben eine Kooperation in den Bereichen Geburtshilfe aufgebaut. Nach der Schliessung der stationären Geburtshilfe in Muri ...
Spital Muri und Spitalverband Limmattal stärken Zusammenarbeit im Bereich Geburtshilfe
Das Spital Muri und der Spitalverband Limmattal haben eine Kooperation in den Bereichen Geburtshilfe aufgebaut. Nach der Schliessung der stationären Geburtshilfe in Muri besteht nun in Schlieren eine wohnortnahe, koordinierte Anschlusslösung rund um die Geburt für Schwangere aus dem Freiamt.
Mit ihrem Verbundmodell stellen die beiden Spitäler eine kontinuierliche, wohnortnahe und patientenorientierte Betreuung vor, während und nach der Geburt sicher – und stärken durch die enge Zusammenarbeit gleichzeitig die fachärztliche Ausbildung in den beiden Regionen Freiamt sowie Limmattal.
Integrierter Versorgungspfad für Schwangere aus dem Freiamt
Die Kooperation des Spitalverbands Limmattal und des Spitals Muri bringt Vorteile für werdende Mütter aus der Region Freiamt und ermöglicht weiterhin eine wohnortnahe Geburt in vertrauter Umgebung mit persönlicher Atmosphäre: Die Möglichkeit einer Geburt im «LIMMI» schliesst damit die in Muri entstandene Lücke. Die beiden etablierten Spitäler liegen nur rund 20 Kilometer voneinander entfernt und schaffen künftig gemeinsam einen integrierten Versorgungspfad für Schwangere und Gebärende aus dem Freiamt.
Gebären in Geborgenheit und Sicherheit, die Rundum-Betreuung erfolgt aus einer Hand: Die ambulante Schwangerschaftsvorsorge findet wie bisher im gynäkologischen Ambulatorium des Spitals Muri statt. Die Geburt selbst kann nun entlang eines koordinierten Patientenpfads auf der modernen und hochqualifizierten Geburtenabteilung des «LIMMI» erfolgen. Die Nachsorge wird anschliessend wieder wohnortnah im Spital Muri sichergestellt. Die Chefärztin der Frauenklinik am Spital Muri Kirsten Stähler betont: «Das Spital Muri ist weiterhin für alle Frauen der Region Freiamt da und bietet – mit Ausnahme der Geburt – sämtliche gynäkologischen Leistungen an, insbesondere auch vorgeburtliche Schwangerschaftsuntersuchungen sowie die Nachuntersuchungen nach der Geburt.»
Weiterbildungs-Rotation in der Geburtshilfe im Limmattal
Ein weiteres Kernstück der Zusammenarbeit ist ein gemeinsames Weiterbildungsmodell mit Rotationsstellen in der Geburtshilfe des Spitals Limmattal.
Während die Weiterbildungsmodule ambulante und stationäre Gynäkologie sowie die ambulante Geburtshilfe wie bisher im Spital Muri vermittelt werden, erfolgt das Modul «Stationäre Geburtshilfe» am Spital Limmattal. So können die geforderten Lernziele für den Facharzttitel Gynäkologie und Geburtshilfe über die fünf Weiterbildungsjahre hinweg an beiden Standorten vollständig abgedeckt werden.
Der gemeinsame Weiterbildungsverbund trägt ausserdem dazu bei, die Aargauer Ausbildungsplätze in der Geburtshilfe zu sichern. Die verbleibenden kantonalen Weiterbildungsstätten können die entfallenen Ausbildungskapazitäten nicht vollständig kompensieren. Durch die Zusammenarbeit mit dem Spital Limmattal wird dieses Defizit aufgefangen. «Die Kooperation ermöglicht es uns, jungen Ärztinnen und Ärzten ein attraktives, vollständiges Ausbildungscurriculum mit Praxis im Gebärsaal anzubieten», erklärt Renato Müller, Chefarzt der Frauenklinik Spital Limmattal. «Gleichzeitig zeigt die Zusammenarbeit, dass auch über Kantonsgrenzen hinweg gemeinsam zukunftsgerichtete Lösungen entwickelt werden können.»
Das LIMMI und das Spital Muri – beides Weiterbildungsstätten der Kategorie B – haben bei der Schweizerischen Weiterbildungs- und Fortbildungskommission gemeinsam einen Antrag zur Anerkennung des Weiterbildungsverbunds eingereicht. --pd