Präsenz erzeugt Sicherheit
14.07.2026 WohlenDie Regionalpolizei und die Feuerwehr geben im Rechenschaftsbericht Auskunft über ihre Tätigkeiten
Im Rechenschaftsbericht 2025 werden die Zahlen der Gemeinde Wohlen zusammengetragen. Ein Abschnitt gehört dabei der Regionalpolizei und der Feuerwehr. Beide ...
Die Regionalpolizei und die Feuerwehr geben im Rechenschaftsbericht Auskunft über ihre Tätigkeiten
Im Rechenschaftsbericht 2025 werden die Zahlen der Gemeinde Wohlen zusammengetragen. Ein Abschnitt gehört dabei der Regionalpolizei und der Feuerwehr. Beide Organisationen stehen für Sicherheit und Zusammenarbeit ein.
Die Regionalpolizei Wohlen ist für die lokale Sicherheit in den acht Vertragsgemeinden Büttikon, Dintikon, Dottikon, Hägglingen, Uezwil, Villmergen, Waltenschwil und Wohlen zuständig. Sie zeichnet sich durch ihr bürgernahes Handeln aus. Die Nähe und der persönliche Kontakt zu den Einwohnern und Behörden decken das im Zentrum stehende Sicherheitsbedürfnis ab.
Notrufzentrale als wichtige Schnittstelle
Wieder markant angestiegen sind 2025 die Aufgebote der Kantonalen Notrufzentrale (KNZ) − von 3142 auf 4152 Einsätze, was im Durchschnitt 11 Ausrückungen pro Tag bedeutet. (2024 waren dies noch 8 Einsätze). Am häufigsten war die Regionalpolizei in Wohlen (1895), Villmergen (654) und Dottikon (460) unterwegs.
In allen Gemeinden wird ein leichter bis mittlerer Anstieg verzeichnet. Die häufigsten Aufgebote sind Verkehrsangelegenheiten, Streit und Drohung, verdächtiges Verhalten und Hilfeleistung. Es gab 476 (553 im Vorjahr) Anzeigen nach Strafgesetzbuch und 1280 Berichte zuhanden diverser Amtsstellen. Hinzu kommen diverse Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes wie: Fahren in angetrunkenem Zustand, unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss (17), Nichtbezahlen der Ordnungsbussen (205) und 389 Geschwindigkeitsübertretungen im An- Die Regionalpolizei erledigte zudem über 1550 Rechtshilfeersuche verschiedener Amtsstellen wie Staats- und Jugendanwaltschaft Aargau, Gerichte, Strassenverkehrsämter oder Betreibungsämter. Ausserdem stellten sie 678 Verfügungen, Gerichtsurkunden und Zahlungsbefehle zu und entzogen 328 Kontrollschilder und Ausweise für das Strassenverkehrsamt. Praktisch gleichbleibend ist die Anzahl an Patrouillentätigkeit (875) im Einsatzgebiet.
Geschwindigkeitskontrolle auf Kantons- und Gemeindestrassen
Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags zur Gewährleistung der Sicherheit führte die Regionalpolizei 209 Geschwindigkeitskontrollen durch. Davon entfielen 139 auf die Kantons- und 70 auf Gemeindestrassen. Einige Gemeinden können über Leistungsverträge zusätzliche Kontrollen bei der Kantonspolizei in Auftrag geben. Während den Messungen wurden über 890 000 Fahrzeuge kontrolliert. Trotz weniger Messungen stieg die Anzahl der Erfassungen um rund 171 000 Fahrzeuge. Am meisten Messungen gab es in Wohlen (105) und Villmergen (47). Am wenigsten gab es in Hägglingen (8) und Waltenschwil (6).
Obwohl Wohlen mit 6672 und Villmergen mit 5722 die meisten Übertretungen registrierten, wurden prozentual in Dintikon, Dottikon und Uezwil mehr Fahrzeuglenker gebüsst. Total gab es rund 16 390 Übertretungen um einen oder mehr Stundenkilometer, über 2000 mehr als 2024.
«Warte, luege, lose, laufe» ist immer noch aktuell
Im Schuljahr 2024/2025 wurden rund 2770 schulpflichtige Kinder in den Vertragsgemeinden und der Heilpädagogischen Schule (HPS) unterrichtet. In den Kindergärten wurde rund 800 Kindern Verkehrsinstruktion erteilt. Der Schwerpunkt der Ausbildung bestand darin, den Kindern zu zeigen wie man Strassen richtig und sicher überqueren kann. Dabei spielt der Spruch «Warte, luege, lose, laufe» immer noch eine zentrale Rolle. Jedoch wird den kleinen Verkehrsteilnehmenden ausdrücklich beigebracht, dass sie die Strasse erst überqueren sollen, wenn das Fahrzeug vollständig angehalten hat und sie mit dem Lenker Sichtkontakt haben. In der ersten HPS wurden ebenfalls 27 Schüler instruiert.
Im Frühling wurden rund 430 Schüler auf die Veloprüfung vorbereitet. Zwei Lektionen Theorie und zwei Lektionen im Verkehrsgarten sollen die Velolenker auf die praktische Prüfung vorbereiten. 28 Schüler mussten nach vierzehn Tagen erneut zur Prüfung antreten. Am Ende waren es immer noch drei Schüler, welche die Prüfung nicht bestanden haben.
Jugendpolizei
Im Laufe des Jahres wurden mehrere Jugendpatrouillen, unter anderem auch in der Halloweennacht, durchgeführt.
Ebenfalls aufgesucht wurden die Jugendtreffs, um mit den Anwesenden den Dialog zu suchen, was bei den Jugendlichen sehr gut ankam. Während rund vier Monaten wurde mit den Schülern der 1. und 2. Oberstufe das Strafrecht, das Recht am eigenen Bild sowie das richtige Verhalten mit den sozialen Medien thematisiert.
Feuerwehr: Breites Spektrum an Herausforderungen
Im Jahr 2025 sah sich die Feuerwehr erneut mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Trotz zwölf Austritten steht die Feuerwehr mit vier Personen mehr da als im Vorjahr. Über alle Abteilungen hinweg wurden von den 114 Angehörigen der Feuerwehr 163 verschiedene Ausbildungsübungen ausgeführt und zehn neue Fahrer für die Feuerwehrfahrzeuge ausgebildet. Zusätzlich besuchten Feuerwehrangehörige 19 verschiedene Kurse.
2025 wurde an zehn Anlässen der Verkehrsdienst organisiert und an sechs Veranstaltungen eine Feuerwache gestellt. Die Feuerwehr leistete 130 Ernstfalleinsätze. Davon waren unter anderem 17 Brandbekämpfungen, 28 Brandmeldeanlagen, 23 Bieneneinsätze und 26 Elementarereignisse, Sturm- und Wasserwehreinsätze, sieben Personen- und fünf Strassenrettungen. Acht Mal musste man ein Höhenrettungsfahrzeug aufbieten.
Einige grössere Einsätze
Grössere Einsätze waren der Brand in einer Tiefgarage am Allmenweg, ein Verkehrsunfall mit Strassenrettung am Bankweg, der Brand im Tankstellenshop und der Brand eines Lastwagens in Anglikon. Dank dem grossen Engagement aller Angehörigen der Feuerwehr und der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen konnten sämtliche Aufgaben zuverlässig erfüllt werden.
--mo

