Der Kindergarten auf Abfallsuche
Das Littering-Projekt des Kindergartens soll das Verständnis für die unangemessene Entsorgung in der Natur bei den Kleinsten fördern. Jedoch ist es bei ihnen meist eher vorhanden als bei den Erwachsenen.
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Der Kindergarten auf Abfallsuche
Das Littering-Projekt des Kindergartens soll das Verständnis für die unangemessene Entsorgung in der Natur bei den Kleinsten fördern. Jedoch ist es bei ihnen meist eher vorhanden als bei den Erwachsenen.
Kürzlich sah man in Wohler Quartieren zahlreiche Gruppen, bewaffnet mit Handschuhen und Abfallsäcken, durch die Strassen ziehen. Rund 180 Kinder nahmen am Littering-Projekt des Kindergartens teil.
Top motiviert
Trotz Kälte waren die Knirpse sehr motiviert. Eingepackt in Regenhosen, dicke Jacken und Mützen bekamen sie zum Schutz von den Lehrpersonen für die Hände Gummihandschuhe übergestülpt. «Ich habe meine eigenen Handschuhe dabei», meinte ein kleiner Müllprofi und konnte es kaum abwarten loszuziehen.
Im Kindergarten Reithalle informierte Martina Scheibel die Sechsjährigen, was sie erwartet. «Wir gehen heute Müll sammeln», erklärte sie den Kindern, «von den Menschen, die meinen, sie können ihr Zeug einfach auf die Strasse werfen.» Die 20 Kindergärtler werden zusätzlich zu Scheibel von den Assistenz-Lehrpersonen Manuela Meier und Markus Weber begleitet.
Treffpunkt Bünzmattschulhaus
In Zweiergruppen ging es auf die Suche nach Abfall. Besonders Wegränder und einige gern besuchte Plätze sind vom Littering stark betroffen. Am meisten gefunden wurden: Zigarettenstummel, Getränkedosen, PET-Flaschen und unterschiedlichster Plastikabfall.
Da die Spaziergänge Richtung Bünzmattschulhaus aufgrund der Kälte nicht so lang waren, wurde dieses Jahr weniger eingesammelt. Trotzdem kam pro Kindergarten ein halber bis ein ganzer Abfallsack zusammen.
Die Kinder sind in diesem Alter noch sehr empfänglich für Littering und finden es überhaupt nicht gut, wenn man den Abfall einfach in der Natur entsorgt. Leider sind die Erwachsenen ein zu starkes «Vorbild», was das Wegwerfen betrifft. Vielleicht sollten sie sich dabei mehr auf den Nachwuchs konzentrieren und ihren Abfall korrekt entsorgen. Denn mit den Jahren geht das Bewusstsein für eine saubere Umwelt gerne verloren. --mo