«Entweder/Oder» mit Musikerin Anne-Cécile Gross
Anne-Cécile Gross ist Dirigentin, leidenschaftliche Musikerin und in der Region vor allem für ihre Leitung des Jugendorchesters Freiamt und der Boswiler Orchesterakademie für Amateure bekannt.
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«Entweder/Oder» mit Musikerin Anne-Cécile Gross
Anne-Cécile Gross ist Dirigentin, leidenschaftliche Musikerin und in der Region vor allem für ihre Leitung des Jugendorchesters Freiamt und der Boswiler Orchesterakademie für Amateure bekannt.
Deutsch oder Französisch?
Mischsalat. Wer mehrere Sprachen spricht, kann den Horizont auf ganz neue gedankliche Territorien erweitern.
Kino oder Theater?
Zwischen Streaming-Plattformen und Smartphones ist es umso wichtiger, immer wieder ermutigt zu werden, anspruchsvoll zu bleiben. Im Theater wie im Kino: Alles, was unseren kritischen Geist weckt, ist willkommen.
Stars oder Talente?
Manchmal schlagen junge Menschen mit grossem Potenzial keine Karriere ein, während andere, denen man weniger zutraut, sich auf überraschende und berührende Weise entfalten. Entscheidend ist am Ende die Lust: der Drang, immer wieder dranzubleiben, unermüdlich zu arbeiten und weiterzusuchen, ohne je Langeweile zu empfinden. Die unendliche Freude, Kunst zu erleben.
Spinne oder Schlange?
Aus meiner Kindheit in der Elfenbeinküste erinnere ich mich an eine Bananenschlange, die mir auf die Schultern gefallen ist. Ich habe so laut geschrien, dass das arme Tier sicher noch taub und traumatisiert ist!
Traditionell oder unorthodox?
Alles eine Frage der Verdauung. Sich mit den Ursprüngen der Tradition auseinandersetzen, nachvollziehen, wie es dazu gekommen ist, im Boden graben, um die Wurzeln freizulegen, das führt garantiert zu Innovation.
Harmonie oder Reibung?
Eine Prise Spannung (frisch gemahlen), eine Handvoll Entspannung (sanft dosiert), drei bis vier Dissonanzen (mutig gewagt), zwei Esslöffel Konsonanzen (fein abgestimmt) und viel Wechselwirkung (unverzichtbar). Das ist das Rezept für ein gelungenes … Musikwerk.
Premiere oder Dernière?
«Und schwör mir, dass vor mir kein Vorher war», singt die atemberaubende französische Sängerin Barbara in ihrem Lied «À chaque fois». Auf die Bühne gehen, als hätte man es noch nie getan, als wäre es jedes Mal das erste Mal. Und gleichzeitig spüren: Vielleicht gibt es kein nächstes Mal. Und wenn es das letzte wäre, dann so spielen, dass man nichts bereuen müsste.
Lachen oder fluchen?
Ein bisschen Humor tut gut, verdammt!
Buch oder Film?
Komisch, auch wenn ich ein sehr seriöses Buch lese, stelle ich mir die Dialoge vor, visualisiere die Ideen und die Interaktionen, fast wie in einem Film. Wichtig ist nur, nicht im falschen Film zu landen.
Sushi oder Cervelat?
Was macht man denn mit japanischen Freunden im Winter? Sushi am Feuer essen! Hauptsache, zusammen sein.
Gassenhauer oder Geheimtipp?
Welches Glück, einen Beruf zu haben, der es erlaubt, vergessene Partituren auszugraben und daraus Ohrwürmer zu machen. --tst