Gemeindeammann Roland Vogt würdigt an der Bundesfeier im Bifang die Lebensleistung der älteren Generation
Rot-Weiss, Cervelat und Schweizerpsalm: Die Bundesfeier im Wohn- und Pflegezentrum Bifang steht im Zeichen von Dankbarkeit und Zusammenhalt.
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Gemeindeammann Roland Vogt würdigt an der Bundesfeier im Bifang die Lebensleistung der älteren Generation
Rot-Weiss, Cervelat und Schweizerpsalm: Die Bundesfeier im Wohn- und Pflegezentrum Bifang steht im Zeichen von Dankbarkeit und Zusammenhalt.
Heinz Strebel
Seit rund einer Woche schmücken Schweizer-, Kantons- und Gemeindeflaggen das Bifang. Die Mitarbeitenden tragen weisse Kleidung und rote Foulards. Nach dem traditionellen 1.-August-Mittagessen sitzen Bewohner, Angehörige und Gäste beisammen. Die Atmosphäre ist feierlich und ruhig.
Leiterin Andrea Beetschen dankt allen, die den Anlass möglich gemacht haben. Als Beispiel erwähnt sie die siebenköpfige «Rüsttruppe», welche die Kartoffeln für den Salat vorbereitet hat. Dann übergibt sie das Mikrofon an Roland Vogt. Der Gemeindeammann komme regelmässig ins Bifang, besonders gerne zu hohen runden Geburtstagen, erzählt er. Diese Begegnungen seien für ihn stets schöne Momente. Entsprechend gerne habe er die Einladung angenommen.
«Sie haben die Schweiz getragen»
Vogt richtet den Blick auf die Menschen im Saal. Mit Schweizerkreuz und Nationalhymne verbinden sich persönliche Bilder und Erinnerungen, aber auch Vertrauen, Sicherheit und Verwurzelung. Dann formuliert er seine zentrale Botschaft: «Die wahre Schweiz, das Fundament unseres Landes, das sitzt hier in diesem Raum. Und das sind Sie.» Ein Land werde nicht durch seine Geografie gross, sondern durch jene, die es prägten. Dass die Schweiz heute stabil, sicher und wohlhabend sei, verdanke sie der Arbeit, dem Fleiss und der Ausdauer dieser Menschen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner hätten Familien gegründet, Generationen grossgezogen, Traditionen gepflegt und in verschiedensten Berufen ihren Beitrag geleistet. Mit ihrer Treue und Liebe zur Heimat hätten sie die Grundlage geschaffen, auf der das Land heute stehe. Dafür gebühre ihnen Respekt und Dank.
Vier Werte stellt Vogt ins Zentrum: Freiheit und Unabhängigkeit, Zusammenhalt in der Vielfalt, Frieden und Beständigkeit sowie die Verwurzelung über Generationen hinweg. Heimat sei ein Geschenk, das weitergegeben werde. Trotz unterschiedlicher Dialekte und Kulturen schlügen die Herzen im gleichen Takt für das Land. Vieles sei digitaler und schneller geworden. Geblieben seien Vertrauen, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft, einander zuzuhören. Vogt ruft die ältere Generation dazu auf, ihre Lebensfreude, Geschichten und Weisheit mit den Jüngeren zu teilen: «Wir brauchen Ihre Erfahrung gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit mehr denn je.»
Gelebte Solidarität
Diese Haltung erkennt Vogt auch im Bifang. Das Haus sei ein Ort, an dem Menschen füreinander da seien. Der Heimleitung, dem Pflegepersonal und allen weiteren Mitarbeitenden dankt er für Geduld, Professionalität und tägliche Zuwendung. Ihr Einsatz ermögliche den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht nur eine professionelle Pflege, sondern auch ein würdevolles Leben mit hoher Lebensqualität. Ihr Einsatz sei «die schönste Form gelebter Schweizer Solidarität».
Dank an das Bifang-Team
Auf die Ansprache folgt warmer Applaus. Er passt zur Sommerhitze und zur Geborgenheit, die das Haus ausstrahlt. Als hitzetaugliches Präsent überreicht Andrea Beetschen Vogt Sablés zum Kaffee, augenzwinkernd angekündigt als erste Weihnachtsguetzli.
Begleitet von der Blaskapelle Rietenberg, welche die Feier seit Jahren musikalisch umrahmt, singen die Anwesenden die ersten beiden Strophen des Schweizerpsalms. Danach wird es beschwingter. Zu den Klängen der Kapelle ist ein spontanes «Juhu!» zu hören. Das Leben im Bifang zeigt sich in all seinen Facetten.