Die Osterzeit bietet der Christenheit Gelegenheit für echte Friedensaktivitäten und -besinnung. Die kriegsgeplagten Völker haben ein Anrecht darauf, dass ihr Sehnen nach Frieden und Menschenwürde gehört und umgesetzt wird. In erster Linie sind hier die ...
Die Osterzeit bietet der Christenheit Gelegenheit für echte Friedensaktivitäten und -besinnung. Die kriegsgeplagten Völker haben ein Anrecht darauf, dass ihr Sehnen nach Frieden und Menschenwürde gehört und umgesetzt wird. In erster Linie sind hier die «Mächtigen dieser Erde» angesprochen, würde doch in deren Händen einiges liegen, was zum Guten beitragen könnte. Was die Hauptakteure der Weltpolitik in der österlichen Zeit jedoch von sich gaben und geben, hat weder mit Frieden noch mit Völkerverständigung oder Respekt vor dem Völkerrecht zu tun. Trumps aggressives Verhalten, nicht zuletzt gegenüber Papst Leo XIV., der sich um ein friedvolles Nebenund Miteinander der Menschen und Kulturen auf dieser Welt, bemüht, ist absolut verwerflich. Trump erntet durch sein Poltern, seine Beschimpfungen und seine despektierlichen Auftritte und den widerlichen Eigenruhm alles andere als Anerkennung als Friedensbotschafter – im Gegenteil. Er gebärdet sich als Brandstifter. Er hat nicht das Recht, sich weder als Jesus-Figur noch als vermeintlicher «Arzt» darzustellen. Ähnlicher Unglaubwürdigkeit erweist sich der ehemalige KGG-Agent und Kriegstreiber Putin, welcher sich am orthodoxen Osterfest mit aufgesetzter Unschuldslamm-Miene und Kerzenträger outete, notabene in einer Zeit von «Waffenstillstand», kurz bevor die mörderischen Handlungen in der Ukraine wieder weitergeführt wurden. Wo bleibt das Gedenken an die Tausenden von Opfern, welche der unnötige Ukraine-Krieg auf beiden Seiten schon gefordert hat? Viele Menschen fragen sich allen Ernstes, wie soll es auf Erden Frieden geben, wenn sich Hauptverantwortliche der Weltpolitik in jeder Beziehung derart unglaubwürdig und «daneben» aufspielen. Manche machen sich Gedanken darüber, ob gemeinsame weltweite Friedensmanifeste der Völker und Kulturen als flächendeckende Grossveranstaltungen nicht eine Wende auszulösen vermögen.
Stefan Treier, Wohlen