Open-Air-Konzert des Konzertfonds im Park des Schweizer Strohmuseums am Sonntag, 21. Juni, 17 Uhr
Der Konzertfonds Wohlen fördert das musikalische Leben in der Gemeinde und ermöglicht musikalisch anspruchsvolle Konzerte. Das Talos Quartett widmet sich der wenig ...
Open-Air-Konzert des Konzertfonds im Park des Schweizer Strohmuseums am Sonntag, 21. Juni, 17 Uhr
Der Konzertfonds Wohlen fördert das musikalische Leben in der Gemeinde und ermöglicht musikalisch anspruchsvolle Konzerte. Das Talos Quartett widmet sich der wenig gespielten Quartettliteratur und begeistert mit seinen künstlerischen Ambitionen.
Das Talos Quartett fand 2023 aus einer ungewöhnlichen Neugier an Ernest Blochs selten aufgeführtem Streichquartett Nr. 1 zusammen. Es war eine unorthodoxe Art, ein Quartett zu gründen, doch die Stunden, die die Musikerinnen und Musiker mit der Erarbeitung dieses einstündigen Werkes verbrachten, fühlten sich sehr natürlich an.
In eine langfristige Entwicklung investieren
Bald wurde klar, dass alle Mitglieder in die langfristige Entwicklung des Ensembles investieren wollten. Dies spiegelte auch ihr gemeinsames Interesse wider, wenig gespielte Quartettliteratur zu fördern – heute ein wesentlicher Teil ihrer künstlerischen Ambitionen. Ihre Arbeit wurde bald mit einem Tunnell Trust Award belohnt, der ihnen in diesem Jahr eine Tournee in Schottland ermöglicht. Neben mehreren Konzerten in der Schweiz wird das Quartett in dieser Saison auch in Grossbritannien, Frankreich und Spanien auftreten und an den Meisterkursen der IMS Prussia Cove teilnehmen. Im Jahr 2025 traten sie dem Netzwerk Le Dimore del Quartetto bei und erhielten einen Platz im Programm von Musethica International. Durch ihr Studium an der Musik-Akademie Basel werden sie von renommierten Kammermusik-Pädagogen wie Claudio Martínez Mehner und Anton Kernjak unterstützt.
Das Konzert beginnt mit drei ursprünglich vokalen Werken in der Bearbeitung für das Streichquartett. Die Stücke von Claudio Monteverdi und Michael Praetorius zeigen, wie sich die Expressivität der Vokalmusik der Renaissance und des Frühbarock in den Klang eines Streichquartetts übertragen lässt. Auf dem Programm stehen unter anderem von Claudio Monteverdi «Zefiro torna» und «Lasciatemi morire», bearbeitet für ein Streichquartett. Und von Michael Praetorius «Es ist ein Ros entsprungen», ebenfalls bearbeitet für ein Streichquartett.
Mozarts Streichquartett Nr. 21 in D-Dur, KV 575, zeichnet sich durch seine ausgewogene Stimmführung und eine besonders präsente Cellostimme aus, eine Reverenz an den spielenden Monarchen. Der Beiname «Veilchenquartett» geht auf die liedhafte Qualität des zweiten Satzes zurück, der an Mozarts Lied «Das Veilchen» erinnert.
Schuberts a-Moll-Quartett D 804, bekannt als «Rosamunde», entstand 1824. Es verbindet klassisch strukturierte Form mit romantischer Ausdruckskraft. Besonders hervorzuheben ist der zweite Satz, der ein Thema aus Schuberts Schauspielmusik «Rosamunde» verarbeitet und dem Werk seinen Beinamen gibt. --red
Infos und Tickets: www.konzertfonds-wohlen.ch