Chregi Hansen, Redaktor.
Wer vor zehn Tagen den Wohler Warenmarkt besucht hat, der traute seinen Augen nicht. Die Stände nur noch auf einer Seite aufgereiht, mit grossen Abständen dazwischen. Ein verkleinertes Angebot. Null Stimmung. ...
Chregi Hansen, Redaktor.
Wer vor zehn Tagen den Wohler Warenmarkt besucht hat, der traute seinen Augen nicht. Die Stände nur noch auf einer Seite aufgereiht, mit grossen Abständen dazwischen. Ein verkleinertes Angebot. Null Stimmung. Wenig Passanten. Dafür viele verärgerte Marktfahrer. Für so etwas nehmen sie den grossen Aufwand nur ungern in Kauf.
Mit Sicherheitsaspekten begründet die Gemeinde diese Veränderungen. Das ist, bei allem Respekt, Blödsinn. Überall in der Schweiz finden Märkte statt, nirgends nach solchen Vorgaben. Ein Markt lebt von der Begegnung, dem engen Kontakt zwischen Verkäufern und Käufern, vom Schlendern zwischen den verschiedenen Ständen. Sicherheitsaspekte? Diese Antwort macht die Sache nur noch peinlicher.
Viele Gemeinden sind stolz auf ihre Märkte und sorgen für gute Unterstützung. Wohlen sieht darin nur lästigen Aufwand. Wenn die Gemeinde ehrlich ist, steht sie dazu, dass sie ihn weghaben will. Und lässt ihn nicht nach und nach einfach sterben.