Filmklub Wohlen zeigt «Monsieur Aznavour»
Am Mittwoch, 11. Februar, zeigt der Filmklub im «Kino im Chappelehof» das Biopic über den legendären Chansonnier Charles Aznavour.
Charles Aznavour stammte aus einer armenischen ...
Filmklub Wohlen zeigt «Monsieur Aznavour»
Am Mittwoch, 11. Februar, zeigt der Filmklub im «Kino im Chappelehof» das Biopic über den legendären Chansonnier Charles Aznavour.
Charles Aznavour stammte aus einer armenischen Einwandererfamilie in Paris und wurde zu einem der berühmtesten Franzosen des 20. Jahrhunderts. Er wirkte als Chansonnier, Liedtexter, Komponist und Filmschauspieler. Der Sänger hat fast 200 Millionen Platten weltweit verkauft. Letztes Jahr kam ein Film über sein Leben in die Kinos. Tahar Rahim verkörpert den legendären Chansonnier im beeindruckenden Biopic «Monsieur Aznavour» intensiv und authentisch mit all seinen Facetten.
Paris in den 1930er-Jahren. Als der kleine Charles für ein paar Münzen an einem Theaterstück mitwirkt, entdeckt er sein Talent für die Bühne und beschliesst, Sänger zu werden. Die Bedingungen dafür sind denkbar schlecht: Ohne Geld, als Sohn armenischer Einwanderer und mit einer ungewöhnlichen Stimme glaubt niemand an seinen Erfolg.Von unbändigem Ehrgeiz getrieben, scheut Charles weder Mühe noch Risiko. Und als die Chanson-Ikone Edith Piaf auf ihn aufmerksam wird, scheint der Ruhm zum Greifen nah. Doch ist er für seinen Traum bereit, die Menschen zurückzulassen, die er liebt?
Durch Zufall sein Talent entdeckt
Roland Spiegel (BR Klassik) schreibt in seiner Kritik: «In fünf Kapiteln, die mit Liedertiteln Aznavours überschrieben sind, erzählt der Film ruhig und in sanfter Melancholie, wie ein kleiner Junge durch Zufall sein Talent für Theater entdeckt, als junger Mann in der unmittelbaren Nachkriegszeit mit dem Fahrrad zu den Orten reist, an denen er mit einem Freund Konzerte gibt, wie er später Frau und Kind verlässt, um Karriere zu machen, in seiner Mansarde fieberhaft an Texten und Melodien feilt, vor fast leeren Reihen in der Provinz singt, drauf und dran ist, für immer aufzugeben – und dann doch den grossen Durchbruch hat: knapp über 1,60 gross, dunkle Balken über den Augen, einnehmend trauriger Blick. Und: lyrisch-ergreifende Power im Studio und auf der Bühne. Mit viel Liebe zum Detail und Sinn fürs Auskosten vor allem musikalischer Momente ist diese Geschichte auf die Leinwand gebracht.»
Viel Lob hat der Kritiker auch für den Hauptdarsteller. Schauspieler Tahar Rahim habe sein Vorbild minuziös studiert. «Verschmitzte Blicke aus dem Augenwinkel, ein Lächeln, das vor ironischen Bemerkungen den Mund umspielt: Aznavour als funkelnder Gesprächspartner. Und dann: Aznavour auf der Bühne», schreibt er. Und: «Porträtiert wird ein Sänger, der für die Karriere eine junge Familie opfert.« Und der Kritiker kommt zum Schluss: «Monsieur Aznavour. Ein Gigant des Chansons – und eine dankbare Film-Hauptfigur.»
Die Vorführungen finden am Mittwoch, 11. Februar, um 18 und 20.30 Uhr statt. Passend zum Film bietet das Restaurant Leo Quiche Lorraine und vegetarische Quiche an. --red
Reservationen: www.filmklub.ch.