Ein dynamisches Umfeld
16.06.2026 WohlenDas Geschäftsjahr der ibw erneut mit einem erfreulichen Ergebnis
Die Jahresinformation «ibw persönlich» präsentiert mit 2,55 Millionen Franken ein überaus erfreuliches Ergebnis. Umrahmt werden die Fakten unterhaltsam mit den gelesenen Worten ...
Das Geschäftsjahr der ibw erneut mit einem erfreulichen Ergebnis
Die Jahresinformation «ibw persönlich» präsentiert mit 2,55 Millionen Franken ein überaus erfreuliches Ergebnis. Umrahmt werden die Fakten unterhaltsam mit den gelesenen Worten von dem Luzerner Komikerduo «Ohne Rolf».
Monica Rast
Ganz nach dem Motto «ibw persönlich» werden die rund 400 Gäste im Casino von den Mitarbeitenden persönlich willkommen geheissen. Mit «Liefere statt lafere» begrüsst ibw-Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Pfyffer die zahlreichen Gäste und Delegationen. «Wir sind erfolgreich unterwegs. Unser Tätigkeits- und Versorgungsgebiet umfasst inzwischen 35 Gemeinden», informiert Pfyffer. Die Kernaufgaben der ibw liegen weiterhin bei Energie und Wasser. Doch auch das Dienstleistungsgeschäft im Bereich Elektroinstallationen oder Aufträge für andere Gemeinden und Werke tragen zu einem guten Ergebnis bei. Der Betriebsertrag beläuft sich auf 65,77 Millionen Franken mit einem erfreulichen Jahresergebnis von 2,55 Millionen Franken. Der Aufwand für Investitionen betrug 11,32 Millionen Franken.
Die Selbstverständlichkeit der Stromversorgung
«Wenn wir am Morgen die Kaffeemaschine einschalten und am Abend die Beleuchtung die Strassen erhellt, machen wir uns keine Gedanken über die Zulieferung der Energie», meint Gemeindeammann Roland Vogt und bedankt sich beim ibw-Team für die bezahlbare Sicherheit. «Mit ‹Liefere statt lafere› löst die ibw ihr Versprechen ein.» Dass die ibw liefern kann, hat sie bereits mit der hohen Abgabe an die Gemeinde bewiesen. Die Gemeinde darf sich über eine Dividende von rund 1,4 Millionen Franken freuen.
«Die Energielandschaft ist im Umbau», so Vogt, «und die ibw mittendrin. Dafür braucht es Spielraum.» Laut dem Gemeindeammann soll eine vernünftige Energie auf mehreren Pfeilern ruhen. Man sollte die beste Lösung finden und sich nicht blind auf den Strom aus dem Ausland verlassen. «Trotz der Zunahme von Elektroautos, Wärmepumpen und Rechenzentren und dem damit einhergehenden Stromverbrauch soll den Einwohnern das Stromsparen nicht aufgezwungen werden und die Energie weiterhin bezahlbar sein.»
Momentan besitzt die ibw genug Energie, um von der Weltlage nicht betroffen zu sein. Doch sollte die geopolitische Situation auch in den kommenden Jahren fragil bleiben, wird dies auch die Energiebranche zu spüren bekommen. Dank der vorausschauenden Beschaffungsstrategie ist die ibw jedoch in der Lage, kurzzeitige Ausschläge in den Strom- und Gasmärkten aufzufangen.
Im immer komplexeren Umfeld kann die ibw mit ihrer breiten Dienstleistungspalette gute Partnerschaften anbieten und hat bereits Anpassungen vorgenommen, um die steigende Nachfrage zu decken. «Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine haben wir einige Massnahmen getroffen», erklärt Pfyffer, «und mit unserer Beschaffungsstrategie haben wir bereits für 2029 eingekauft.» Somit bleibt die Energiebeschaffung momentan stabil.
Beim Strom dürfte der Preis leicht sinken und beim Gas ist der Preis voraussichtlich gleichbleibend. «Die Kosten für die Energiebeschaffung fallen leicht tiefer aus. Bei anderen Preiselementen zeichnen sich jedoch Mehrkosten ab», so der Verwaltungsratspräsident. Besonders bei der Netznutzung ist eine gewisse Unsicherheit vorhanden und die Kosten bei der Netzverstärkung dürften steigen.
«Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie muss man das System umbauen», erklärt Peter Lehmann, Vorsitzender der ibw-Geschäftsleitung. «Wir müssen auf kleinere Anlagen setzen und gleichzeitig das Ziel Netto-Null anstreben.»
ibw auf einem guten Weg
Lehmann erläutert, wie die ibw auch in Zukunft zu «liefern» gedenkt. Dabei vereinfachen die rund 500 Gesetze, Verordnungen, Regelwerke, Normen und Branchenvorgaben in Bezug auf den Alltag das Liefern keineswegs. «Es wäre schön, wenn für jedes neue Gesetz zwei alte verschwinden würden», so Lehmann. «Dass die ibw bei der Energiestrategie des Kantons auf Kurs ist, beweist, dass das Gremium keinen schlechten Job macht.» Im Konkreten heisst dies: Balance zwischen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Die Reduktion der Treibhausgasemissionen, die Steigerung der Energieeffizienz und ein Einbezug von Ökobilanzen bei Entscheidungen. «Jede gesparte Energieeffizienz ist die sauberste», meint der Geschäftsleitungsvorsitzende. Die ibw bietet dazu einen Online-Umweltrechner an. Dieser bietet Interessierten die Gelegenheit, die ökologischen Auswirkungen ihrer energetischen Entscheidungen zu hinterfragen.
Zum Schluss gibt Peter Lehmann den Anwesenden noch zwei Tipps auf den Weg: Bei Entscheidungen mit Bezug zur Energie stets die Ökobilanz berücksichtigen und die Energie effizient nutzen, auch aus nachhaltigen Quellen.


