Wo einst die «Pinte» stand, entstehen vier Reiheneinfamilienhäuser
Die Baugrube ist ausgehoben. Der Keller entsteht. Umso mehr fällt die Mauer auf, die stehen geblieben ist. Die Mauer mit dem «Pinte»-Schriftzug. Irmgard Trümpy, ...
Wo einst die «Pinte» stand, entstehen vier Reiheneinfamilienhäuser
Die Baugrube ist ausgehoben. Der Keller entsteht. Umso mehr fällt die Mauer auf, die stehen geblieben ist. Die Mauer mit dem «Pinte»-Schriftzug. Irmgard Trümpy, stellvertretende Leiterin Immobilien der KOCH AG, spricht über das Projekt.
Annemarie Keusch
Es hat etwas länger gedauert. Das zeigen die beiden Mehrfamilienhäuser nebenan, die mittlerweile bezogen sind. 18 Wohnungen hat die KOCH AG hier realisiert. «Manchmal ist es gar nicht schlecht, zu etappieren», sagt Irmgard Trümpy. Bei der KOCH AG ist sie stellvertretende Leiterin Immobilien. Nur, dieses Etappieren war ursprünglich nicht so geplant. 2019 wars, als die Gemeinde die Liegenschaft aus dem kommunalen Schutz entliess. Dagegen regte sich aber Widerstand im Dorf. Die Bauherrschaft disponierte um. «Es war deutlich zu spüren, dass dieser Ort der Bevölkerung wichtig ist», erinnert sich Trümpy. Den Charakter des Gebäudes zu behalten, das will die Bevölkerung. Irmgard Trümpy weiss von ähnlichen Projekten in anderen Gemeinden: «Da schwingt immer auch ein bisschen Nostalgie mit. Verständlicherweise.»
Denn auch die «Pinte» war einst ein zentraler Treffpunkt im Dorf. Auch wenn das Restaurant schon viele Jahre Geschichte ist, mit diesem Ort, diesem Gebäude sind ganz viele Erlebnisse verbunden. Ein identitätsstiftendes Gebäude also, das erhalten bleiben soll, obwohl es laut kantonaler Denkmalpflege über keine Substanz im denkmalpflegerischen Sinne verfügt. Die Kubatur soll bestehen bleiben, die Gebäudecharakteristik. «Und eben die altehrwürdige Fassade an der Dorfstrasse und die beiden Gewölbekeller», führt Irmgard Trümpy aus.
Frühzeitige Käufer können mitbestimmen
Die Aushubarbeiten sind dafür bereits gemacht. Per 1. April nächsten Jahres sollen die vier Reiheneinfamilienhäuser bezugsbereit sein. «Weil wir die Häuser vom Erd- bis ins Dachgeschoss mit Holzelementbau unseres eigenen Systems gefertigt werden, sind die Zeiten sehr gut berechenbar», ergänzt Irmgard Trümpy. In Büttikon werden die Wände und Decken hergestellt, auf der Baustelle in Besenbüren nur noch installiert. Die Decken bleiben übrigens als sichtbare Holzdecken naturfarben, mit UV-Stopp behandelt. 6,5-Zimmer-Doppeleinfamilienhäuser entstehen. Die stellvertretende Leiterin Immobilien schwärmt von der Lage: «Ruhig und doch mitten im Dorf. Und die Umgebung birgt keine Überraschungen.» Zudem habe Besenbüren als Ort mit den meisten Sonnenstunden des Bezirks Muri auch hier seine Argumente.
Die vier Wohneinheiten werden im Eigentum verkauft. Erste Interessenten und Gespräche gebe es bereits. «Wer genug früh dran ist, kann in Sachen Innenausbau mitreden.» Was Küche, Nasszellen und Plattenbeläge betrifft. Von aussen wird das fertige Gebäude stark an die einstige «Pinte» erinnern. Dass der Schriftzug bestehen bleibt, ist nicht vorgesehen. Die «Pinte» bleibt zumindest insofern in Besenbüren, als die Überbauung so heisst. Die zwei Mehrfamilienhäuser, die bereits bezogen sind, und die vier Reiheneinfamilienhäuser, die in den nächsten Monaten entstehen.