Der Kreis öffnet sich
21.04.2026 Region Unterfreiamt, Villmergen, Kultur, MusikGeneralversammlung des Kulturkreises Villmergen
1968 wurde unter dem Namen Kulturkreis Villmergen ein neuer Verein gegründet. Nun fällt der Kreis weg im Namen, neu heisst es nur noch Kultur Villmergen. «Der neue Auftritt soll moderner und offener ...
Generalversammlung des Kulturkreises Villmergen
1968 wurde unter dem Namen Kulturkreis Villmergen ein neuer Verein gegründet. Nun fällt der Kreis weg im Namen, neu heisst es nur noch Kultur Villmergen. «Der neue Auftritt soll moderner und offener sein», begründet Präsident Bruno Leuppi diesen Schritt.
Chregi Hansen
Die GV war eine kurze Angelegenheit. Zumindest, was die offiziellen Traktanden betraf. Das bedeutet aber nicht, dass die über 80 Personen gleich wieder nach Hause gingen. Denn die beschwingten Klänge der MGV Dixie Band und die feinen Leckereien aus der Apéro-Chuchi Freiamt sorgten dafür, dass die meisten Anwesenden länger sitzen blieben. Zudem bildet die GV den idealen Rahmen, sich noch etwas auszutauschen über die vergangenen und bevorstehenden Kultur-Highlights.
Und von denen gab und gibt es in Villmergen viele. Dies insbesondere dank dem Kulturkreis. Im Jahr 1968 gegründet, bezweckt der Verein die Förderung und Verbreitung des Kulturgedankens durch kulturelle Veranstaltungen. So steht es in den Statuten. Diese wurden zwar an der diesjährigen GV angepasst, den Zweck hat man aber nicht verändert. Im Kern der Statuten-Revision steht ein neuer Name. Neu nennt sich der Verein nur noch Kultur Villmergen. «Der bisherige ist unserer Meinung nach nicht mehr zeitgemäss», erklärte Präsident Bruno Leuppi bei der Behandlung des Traktandums. Man wolle zeitgemässer daherkommen und sich auch öffnen, führte er weiter aus.
Die Namensänderung war unumstritten. Aber auch nicht überraschend. An der letzten GV hatte der Vorstand bereits konsultativ darüber abstimmen lassen. «Und es gab keinerlei Opposition dagegen», erinnerte der Präsident. Auch an der GV selber fiel der Entscheid einstimmig. Gleichzeitig nahm man die Revision zum Anlass, ein paar veraltete Punkte in den Statuten anzupassen. Neu braucht es keine Beitrittserklärung mehr und auch keine Kündigung der Mitgliedschaft – dabei ist, wer den Beitrag bezahlt. Zudem wird zur GV nicht mehr per Post eingeladen. Die neuen Statuten sollen per 1. Januar 2027 in Kraft treten. Gleichzeitig will der Vorstand ein neues Logo erarbeiten und die eigene Homepage anpassen.
Immer mehr Publikum
An der Versammlung konnte Leuppi auf ein höchst erfreuliches Jahr zurückschauen. Die verschiedenen Anlässe fanden ein grosses Publikum, die Eintrittszahlen zeigen immer weiter nach oben. Zur Vorstellung von Philipp Galizia etwa gab es 160 Reservationen, eigentlich viel zu viel. «Aber wir haben es geschafft, dass alle Platz gefunden haben», freute sich Leuppi. Auch der Auftritt von Schreiber vs. Schneider war komplett ausverkauft, und besonders Freude hatte der Präsident am Konzert des «Jaël Acoustic Trios». Denn die Sängerin hatte sich wenige Tage zuvor bei einer Velotour verletzt und stand trotzdem auf der Bühne.
Für besonderen Anlass am Jugendfest sorgen
Auch in den kommenden Monaten wird dem Publikum viel geboten. An der GV wurde nur auf einige wenige Anlässe hingewiesen. So etwa auf die Multimediashow von Tierfotograf Rudolf Hug am 22. Mai, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf. Oder auf das grosse Jugendfest, das der Verein mit einem grossen Schülerkonzert mit Seraina Telli bereichert. Am Nachmittag wird die vielseitige Schweizer Musikerin, Komponistin, Songwriterin und Multi-Instrumentalistin gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern einen Workshop durchführen – die dabei entstehenden Beiträge fliessen am Abend in eine gemeinsame Bühnenperformance ein. Zudem organisiert Kultur Villmergen im Auftrag der Ortsbürgerstiftung zwei Grossanlässe im Herbst zum 20-Jahr-Jubiläum der Stiftung. «Schön, dass wir das machen dürfen», bedankte sich Leuppi bei den Ortsbürgern.
2028 wird gefeiert
Auch finanziell kann der Verein auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Rechnung schliesst mit einem Plus von 2850 Franken, das Vermögen steigt damit auf 33 000 Franken. Das ist gut so. Denn 2028 plant Kultur Villmergen zum 60. Geburtstag einen grösseren Anlass. Da sind Reserven in der Kasse natürlich beste Voraussetzungen. Zudem ist der Vorstand wieder komplett. Letztes Jahr gab es zwei Rücktritte, mit der Wahl von Désirée Hofer aber nur einen Ersatz. Nun wählte die Versammlung auch Sara Hoffmann in den Vorstand. «Sie ist schon seit über einem Jahr an den Sitzungen dabei und besucht auch fast alle Anlässe. Sie ist eine klare Verstärkung für uns», freut sich der Präsident.


