Der erste Spot ist im Kasten
18.02.2025 Region Unterfreiamt, VillmergenFasnachtsgesellschaft Heid-Heid eröffnete die Villmerger Fasnacht
Im letzten Jahr fehlte alles, was die Heid-Heid grossspurig im Vorfeld angekündigt hatte. In diesem Jahr hielten die Fasnächtler Wort. Die Eröffnung war als Werbespot für den ...
Fasnachtsgesellschaft Heid-Heid eröffnete die Villmerger Fasnacht
Im letzten Jahr fehlte alles, was die Heid-Heid grossspurig im Vorfeld angekündigt hatte. In diesem Jahr hielten die Fasnächtler Wort. Die Eröffnung war als Werbespot für den Güüggi-Ball inszeniert. Das Thema des eigenen Fernsehsenders wird in den kommenden Tagen weitergezogen.
Chregi Hansen
Villmergen hat einen eigenen Fernsehsender. Zumindest in den kommenden Tagen. Der «Kultursender» Heid-Heid TV nahm am Freitagabend seinen Betrieb auf. Unter der Regie von Hollywood-Grösse Monsieur Grand-Bouche entstand auf dem Dorfplatz ein erster Werbespot, der den TV-Sender finanzieren soll. Schliesslich braucht es erst genug Geld, damit man langfristig funktionieren kann.
Kreative Ideen und viel Fun
Auch in diesem Jahr hat sich die Fasnachtsgesellschaft Heid-Heid etwas Neues einfallen lassen für die offizielle Eröffnung der närrischen Tage. Zwar weiss man spätestens seit dem letzten Jahr, dass den grossen Versprechungen nicht immer grosse Taten folgen. Vor einem Jahr wurde aus Anlass des Jubiläums eine Supershow mit vielen Prominenten samt Riesenrad angekündigt. Auf dem Dorfplatz konnte das Publikum damals zuschauen, wie all die tollen Ideen zerplatzten. Für beste Unterhaltung war also gesorgt. Heid-Heid weiss eben, was die Villmerger von ihr erwarten. Kreative Ideen und viel Fun.
Richtiges Güüggen ist eben nicht so einfach
Und das war auch diesmal wieder der Fall. Die kurze Show mit der anschliessenden Kostprobe der Guggenmusik war mit viel Liebe und noch mehr Humor inszeniert. Assistent Amuse-Bouche bereitete das zahlreich erschienene Publikum auf den kommenden Dreh vor – samt den im TV üblichen Tafeln mit den Anweisungen, wann geklatscht werden muss. Regisseur Grand-Bouche wiederum sorgte mit seinem welschen Akzent («Ils sont fous, les Villmerscher») und seinen hohen Ansprüchen dafür, dass der Dreh des Werbespots auch ordentlich über die Bühne geht. Was mit einem einsamen Güügger und seiner traurigen und laut Regisseur falschen Melodie begann, wurde dann zu einer gekonnten Inszenierung ausgebaut, bei der das Publikum gekonnt integriert wurde. Zuletzt sorgte die Guggenmusik dafür, dass Stimmung auf die Bühne kommt. Passend begann ihr Auftritt mit der Eurovisions-Hymne. Bevor sie sich dann auf Beizentour begab, um weitere Werbespots zu drehen.
Gelungener Startschuss
Die Eröffnung stimmt das Publikum auf das ein, was in den kommenden Tagen zu erwarten ist. Bei bissiger Kälte verfolgte eine grosse Schar das Geschehen auf der Bühne. Während die vielen Kinder verkleidet auf dem Dorfplatz herumtollten, klammerten sich die Erwachsenen eher an die ausgeschenkten Heissgetränke. Die Fasnachtseröffnung durch die Heid-Heid hat im Dorf Tradition. Sie ist der Startschuss für all die Anlässe, die nun Schlag auf Schlag folgen. Wobei der neue Sender Heid-Heid-TV weiter eine wichtige Rolle spielt.
Fasnachtssonntag als Höhepunkt
An der Beizenfasnacht am Schmutzigen Donnerstag können die Villmerger bei der Produktion von ganz verschiedenen Shows dabei sein. Darunter so bekannte Formate wie «Donschtigjazz», «Wer wird Bundesrat» oder «Ein Halber gegen 100». Jedenfalls soll das Publikum seinen ganz persönlichen «Happy Day» erleben. Der eigentliche Höhepunkt steht dann am Sonntag, 2. März, auf dem Programm. Auf dem Dorfplatz können alle Villmerger ab 14 Uhr miterleben, wie ein abwechslungsreicher, unterhaltsamer Fernsehalltag eines Kultursenders aussehen könnte. Wer weiss, was die Heid-Heid am Fasnachtssonntag jeweils auf die Beine stellt, der kann sich jetzt schon freuen.


