«Entweder/Oder» mit Verena Schütz, Co-Präsidentin der Kunstkommission Wohlen
Verena Schütz arbeitet als Psychologin mit eigener Praxis und ist daneben als Künstlerin tätig. Stark engagiert sie sich auch in der Kunstkommission. Diese lädt am ...
«Entweder/Oder» mit Verena Schütz, Co-Präsidentin der Kunstkommission Wohlen
Verena Schütz arbeitet als Psychologin mit eigener Praxis und ist daneben als Künstlerin tätig. Stark engagiert sie sich auch in der Kunstkommission. Diese lädt am kommenden Montag, 20. Januar zur Premiere von «Kunst im Leo» ein.
Dubler Mohrenkopf oder Erusbacher Bier?
Damals, als Buffettochter im Bahnhofsbuffet Wohlen, habe ich manchmal ein Bier getrunken. Aber eigentlich geniesse ich lieber Süsses, zum Beispiel einen luftigen Dubler – perfekter Genuss, süsser Schaum, ganz ohne Zapfhahn.
Tag oder Nacht?
Tag! Aber bitte mit einer Extraportion Stunden, damit ich auch noch träumen kann.
Wohlen oder Zürich?
Zürich ist mein Arbeitsort, Wohlen mein Zuhause und kreativer Lebensmittelpunkt. Die SBB-Fahrt dazwischen verbindet meine zwei Welten – Psychologie und Kunst –, die sich gegenseitig inspirieren. In den letzten Jahren hat Wohlen jedoch immer mehr an Bedeutung gewonnen.
Bleichi oder Schlössli?
Für meine eigene Kunstausstellung 2019 habe ich das Schlössli gewählt – es wirkt frisch und rein wie Neuschnee. Die Bleichi hingegen, voller Erinnerungen, halte ich für die perfekte Kulisse für Gianis Clownbilder, die dort im April ausgestellt werden.
Draussen oder drinnen?
Manchmal hebe ich vor dem Einschlafen das Kopfteil meines Bettes an, um in den Nachthimmel zu schauen. So auch gestern, als der Vollmond schien und sein stilles Licht hereinfiel. Für einen Moment haben sich drinnen und draussen berührt.
Kunst machen oder Kunst präsentieren?
Kunst machen und Kunst zeigen gehören für mich zusammen. Beim Machen bin ich ganz bei mir, beim Zeigen lasse ich andere miterleben, was entstanden ist. Obwohl es manchmal nicht so einfach ist, beides unter einen Hut zu bringen, liegt in diesem Wechsel wohl die wahre Magie der Kunst.
Selbst kochen oder Restaurant?
Als ich früher im Schulhaus Junkholz unterrichtete, gingen wir Lehrer oft gemeinsam zum Mittagessen ins Restaurant Gotthard. Es gab riesige Fleischstücke und Herr Christen, der Wirt, begrüsste uns oft persönlich, mich mit «Grüezi Fräulein Schütz». Heute koche ich meistens selbst, ab und zu steht Fast Food auf dem Speiseplan.
Sommer oder Winter?
Ach, diese ewige Spannung zwischen dem Drang nach draussen und der Sehnsucht nach drinnen! Der Sommer steht für buntes Leben, Sommerbar, Freunde treffen, der Winter für Stille, Rückzug und kreatives Schaffen. Nicht immer gelingt es mir, die Balance zu finden und mich am passenden Ort zu fühlen.
Giani Castiglioni oder Pirmin Breu?
Seit etwa einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit dem Künstler Giani Castiglioni und seinen Clowns. Dadurch ist eine tiefe Verbindung entstanden. Pirmin Breu mag ich, seit ich ihn kenne. Ich bewundere sein Werk, sein Schaffen, seinen Elan und seine künstlerische Sprache. Mein Herz hat für beide Platz. --chh