Verein Schweizer Strohmuseum traf sich zur Jahresversammlung 2026
Rund 120 Mitglieder, davon nicht wenige mit schönen Strohhüten ausstaffiert, erlebten am Mittwochabend eine durch die Band «LaStrassBanda» peppig aufgelockerte Versammlung in der Aula ...
Verein Schweizer Strohmuseum traf sich zur Jahresversammlung 2026
Rund 120 Mitglieder, davon nicht wenige mit schönen Strohhüten ausstaffiert, erlebten am Mittwochabend eine durch die Band «LaStrassBanda» peppig aufgelockerte Versammlung in der Aula der Kantonsschule Wohlen.
Walter Minder
Wie gewohnt mit einer tüchtigen Portion Humor gewürzt, führte Präsident Martin Laubacher durch die Vereinsversammlung, die von den Geschäften her keine hohen Wellen warf. Angesichts der grossen Teilnehmerzahl meinte er schmunzelnd: «Wie viele freuen sich wohl vor allem auf den schönen Apéro nach der Versammlung?»
Speziell begrüsste er den Gründer und Ex-Präsidenten Peter Wertli, den als Kassier kandidierenden Urs Eggerschwiler sowie vom Vorstand Franziska Eggerschwiler, Ernst Hochstrasser, Julian Huber, Simon Huwiler, Sidonie Koch sowie Museumsleiterin Petra Giezendanner. Entschuldigen musste er die demissionierende Vizepräsidentin Claudia Nick und den langjährigen Kassier Patrick Meyer.
In seinem Jahresbericht wies er auf die mit 433 leicht sinkende Anzahl Mitglieder hin, was 646 Personen entspricht. «Der Vorstand bemüht sich, neue Mitglieder zu finden und dankt Ihnen, wenn Sie sich ebenfalls aktiv engagieren.» Unterstützt wurde das Schweizer Strohmuseum im Jahr 2025 mit je 20 000 Franken für den Ausbau des Estrichs des «WerkStalls» sowie für die Sonderausstellung «Im Besengebiet».
Tradition, Handwerk und Neues
Museumsleiterin Petra Giezendanner informierte über die vielen Aktivitäten des Schweizer Strohmuseums. «Wir sind auch ein Kurszentrum, denn in 12 Kursen mit Themen aus dem traditionellen Strohhandwerk konnten wir die Rekordzahl von insgesamt 119 Teilnehmenden begrüssen.» Dieser positive Trend setzt sich auch in diesem Jahr fort, sind doch bereits vier Kurse ausgebucht.
Die im April 2025 eröffnete und gut besuchte Ausstellung «Im Besengebiet» feierte am 1. März ihre Dernière. Eine Neuauflage erfährt der Designwettbewerb Prix Paille, «für den wir 91 Eingaben aus aller Welt erhalten und 15 Projekte ausgewählt haben, die wir in einer Sonderausstellung mit Vernissage am 29. Mai zeigen werden». Der Prix Paille ist mit Preisgeldern von insgesamt 12 000 Franken dotiert. Auch die Gespräche mit Zeitzeugen im Oral-History-Projekt werden weitergeführt, da sie festgeflochtene, reale Erinnerungen aus den Zeiten der Strohindustrie zum Leben erwecken.
2025 zählte das Schweizer Strohmuseum 4900 Besucherinnen, führte 145 Führungen und 23 Schulklassen-Workshops durch und war Gastgeber für 19 Hochzeiten. «Gerne begrüssen wir Sie am Samstag, 30. Mai, ab 14 Uhr zu unserem 50-Jahr-Jubiläum mit vielen Aktivitäten für Jung und Alt.»
Finanzen stimmen
Urs Eggenschwiler, der einstimmig als Nachfolger von Patrick Meyer gewählt wurde, präsentierte eine Jahresrechnung, die bei Einnahmen von 49 300 und Ausgaben von 50 450 mit einem Minus von 1150 Franken abschloss. Das Vermögen per 31. Dezember betrug rund 110 000 Franken. Die Versammlung genehmigte sowohl die Jahresrechnung als auch die beantragten Vergabungen 2026: Je 15 000 Franken für die Sonderausstellung von Hanny Newton und für die Instandstellung der Schubladenkorpusse inklusive neuem Lichtsystem sowie 10 000 Franken für die Öffentlichkeitsarbeit.
Strassenband der Sonderklasse
Dann legten die vier Musiker von «LaStrassBanda» los und zogen das Publikum mit ihrem Mix aus Popmusik und Dixieland in ihren Bann. Es dauerte nicht lange, bis die Band durch mitklatschende Vereinsmitglieder kräftig unterstützt wurde. Nach der Genehmigung der unveränderten Jahresbeiträge, der einstimmigen Ersatzwahl des Kassiers und einigen Informationen aus dem Verein – künftig wird weitgehend auf den postalischen Versand zugunsten der Mail-Kommunikation verzichtet – durfte «LaStrassBanda» nochmals auf die Bühne. Mit den zwei Zugaben war der Saal aber noch nicht zufrieden, sodass als Abschluss vor dem anschliessenden Apéro noch ein musikalisches Dessert serviert wurde.