STROHFÜÜR
17.07.2026 Wohlen, KolumneTobias Rohner ist Mitbegründer, Mitinhaber und Direktor der «United school of sports». Die Sportschule feiert ihr 25-Jahr-Jubiläum und ist auf Erfolgskurs (siehe auch Bericht vom vergangenen Freitag). Der Wohler ist an den Erfolgen massgeblich mitbeteiligt. Er startete mit ...
Tobias Rohner ist Mitbegründer, Mitinhaber und Direktor der «United school of sports». Die Sportschule feiert ihr 25-Jahr-Jubiläum und ist auf Erfolgskurs (siehe auch Bericht vom vergangenen Freitag). Der Wohler ist an den Erfolgen massgeblich mitbeteiligt. Er startete mit vier KV-Lernenden, heute sind es aktuell über 500, und das an den drei Standorten Zürich, St. Gallen und Winterthur. Wichtig für die erfolgreichen Tätigkeiten waren die Leistungsvereinbarungen mit den Kantonen, und da gab es ganz unterschiedliche Verhandlungslängen. Beim Kanton Zürich zogen sich diese über Jahre hinweg, beim Kanton St. Gallen reichte praktisch eine Sitzung mit dem Regierungsrat.
«Die wollten uns eben unbedingt», blickt er heute zurück. Natürlich auch, weil in Zürich so vorbildliche Arbeit geleistet wird. Und Tobias Rohner will natürlich kein Konkurrenzdenken unter den Kantonen. Beide sind für ihn enorm wichtig.
Wenn man mit Tobias Rohner spricht, dann kommt man am Schüwo-Park nicht vorbei. Rohner ist ja Verwaltungsratspräsident der Sportpark Bünzmatt AG, sie ist zu hundert Prozent eine Tochtergesellschaft der Gemeinde Wohlen. Und es wird ja politisch darüber diskutiert, wie denn der Schüwo-Park künftig geführt werden soll – ob denn die gesamte Arbeit in die Verwaltung der Gemeinde integriert werden soll. Tobias Rohner sieht dem, wie er betont, ganz gelassen entgegen. Er kann nur eines sagen, und das ist äusserst positiv: «Es läuft so gut wie noch nie. Vor allem spielt dabei der souveräne Betriebsleiter eine ganz wichtige Rolle.» Schön zu wissen.
Einige der früheren Schüler von Tobias Rohner waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag für die Schweizer Fussballnationalmannschaft im Einsatz. Und das WM-Viertelfinal sorgte im ganzen Land für ungewohnte Bilder. Auch im respektive vor dem «Sternen» in Wohlen. Es war vermutlich das erste Mal in der Geschichte der Gemeinde Wohlen, dass sich morgens um 3 Uhr so viele Menschen in der Gartenterrasse zusammendrängten. Schon um halb 3, also eine halbe Stunde vor Anpfiff, gab es keine Sitzplätze mehr.
Alles, was brauchbar war, wurde als Sitzgelegenheit genutzt. Und einige der Fans verfolgten das Geschehen sogar stehend. Es war ein tolles Fussballfest in Rot-Weiss. Zumindest bis zur Verlängerung. Dann verliessen die ersten die Kräfte und gab es plötzlich freie Plätze. Und nach dem 2:1 für Argentinien schwand bei der Mehrheit der Gäste der Optimismus. Trotz der Niederlage – wohl für alle war es ein ganz besonderes Ereignis.
Natürlich: Das Fussball-Spektakel im «Sternen» fand nur vor der Leinwand statt. Und doch gingen die Emotionen bei jeder Aktion hoch, wurde die Hymne gesungen (mehr schlecht als recht), jede gute Aktion beklatscht, angefeuert und alles auf dem Rasen kommentiert. Trotz der ganzen Emotionen blieb es ein friedliches Fussballfest. Mit einer kurzen Ausnahme. Ein «testosteron-geschwängerter» junger Muskelprotz, vermutlich nicht mehr ganz nüchtern, sorgte kurzzeitig für Stunk. Ein beherzt zupackender Gast, eine mutig eingreifende Angestellte und ein besonnen reagierender Wirt sorgten aber dafür, dass die Situation schnell unter Kontrolle war. Remus Lochmann geleitete den Störenfried nach draussen. Und das Fussballfest konnte weitergehen. --dm/chh
