STROHFÜÜR
31.07.2026 Wohlen, KolumneSo geht eben Zusammenhalt in der Region. Übermorgen Sonntag zeigen das Strohmuseum, das Open-Air-Kino und der Filmklub gemeinsam den Film «Eine Fabrik in Katalonien». Helena Dali, die Macherin der Films, wird an diesem Abend vor Ort sein. Auch das Strohmuseum plant verschiedene ...
So geht eben Zusammenhalt in der Region. Übermorgen Sonntag zeigen das Strohmuseum, das Open-Air-Kino und der Filmklub gemeinsam den Film «Eine Fabrik in Katalonien». Helena Dali, die Macherin der Films, wird an diesem Abend vor Ort sein. Auch das Strohmuseum plant verschiedene Aktionen im Rahmenprogramm. Weil der Vorverkauf etwas schleppend lief, fragten Pitsch und Irene Bachmann, ob wir nochmals einen kleinen Beitrag bringen. Gesagt – getan. Und siehe da, der Hinweis zeigt Wirkung. «Der Vorverkauf hat inzwischen Fahrt aufgenommen, sodass wir zuversichtlich sind, dass wir am Sonntag eine schöne Anzahl Besucher bei uns begrüssen dürfen», bedanken sich die Organisatoren. Gern geschehen. Und gleich noch der Hinweis: Auch spontan darf man die Vorführung dieses Films mit Bezug zu Wohlen natürlich besuchen.
Bezug zu Wohlen hat auch das neue Freiämter Maislabyrinth. Auch wenn es genau gesehen auf Villmerger Boden steht. Initiant Stefan Sprenger lebt mit seiner Familie zwar inzwischen im Nachbardorf, aber bezeichnet sich immer noch als Wohler. Auch der Wohler Handballclub hat viel zur Realisation beigetragen. Mit im Boot ist etwa auch die Wohler Bibliothek oder der Wohler Fabio Caduff. Berührungsängste zwischen Villmergen und Wohlen, wie es sie früher gab, sind diesem Projekt fremd. Also macht es durchaus Sinn, dass auch Wohler Familien den Weg auf sich nehmen für das Labyrinth-Erlebnis. Morgen Samstag ist Eröffnung.
Für viele ist Digitec/Galaxus ein Wohler Unternehmen, schliesslich hat hier die Erfolgsgeschichte ihren Anfang und befindet sich ein Grossteil des Lagers auf Freiämter Boden. Regelmässig informiert der Versandhändler, welche Produkte gerade extrem gut laufen. Dass derzeit Klimageräte boomen, ist nicht verwunderlich. Die Meldung von gestern aber löst eher Kopfschütteln aus. Galaxus verkaufte aktuell 75 Prozent mehr Rasensprenger als im Vorjahreszeitraum. Angesichts der überall herrschenden Wasserknappheit doch eher verwunderlich. Ist ein grüner Rasen wirklich wichtiger als der Erhalt der Trinkwasser-Reserven? Für viele offenbar schon. Schade.
Nicht nur das Bewässern ist an vielen Orten verboten, endlich hat sich der Kanton auch zu einem längst fälligen Verbot von Feuer und Feuerwerk durchgerungen. Wir sind gespannt, wie gut sich das am Samstag durchsetzen lässt. In Wohlen gibt es einige Quartiere, die in Sachen Feuerwerk regelmässig Gas geben. Und es sind oft Personen, die jetzt nicht unbedingt Zeitung lesen oder amtliche Mitteilungen studieren. Von daher hätte es Sinn gemacht, wenn man Feuerwehr-Artikel gar nicht kaufen könnte. Mit dem langen Hadern hat der Kanton niemandem einen Dienst erwiesen.
Da man am 1. August zu Hause eh kein Feuer machen und auch keine Raketen abfeuern darf, lohnt sich der Gang an die offizielle Bundesfeier auf dem Sternenplatz in Wohlen. Dies umso mehr, als mit Dennis Lück ein Festredner engagiert wurde, der die Leute jeweils zu begeistern vermag. Wie er angekündigt hat, wird es durchaus humorvoll werden und einen Mitmacht-Teil geben. Und er wird nicht einfach die Schweiz, sondern speziell Wohlen rühmen. Also hingehen und zuhören.
Chregi Hansen
