STROHFÜÜR
22.05.2026 Wohlen, KolumneDie Denner-Filiale an der Bremgarterstrasse ist umfassend erneuert worden. Ein neues Ladendesign bringt nur Vorteile für die Kundschaft und die Mitarbeitenden. Als die Türen des Ladens geschlossen wurden, befürchteten etliche Anwohnerinnen und Anwohner sogar das Schlimmste. ...
Die Denner-Filiale an der Bremgarterstrasse ist umfassend erneuert worden. Ein neues Ladendesign bringt nur Vorteile für die Kundschaft und die Mitarbeitenden. Als die Türen des Ladens geschlossen wurden, befürchteten etliche Anwohnerinnen und Anwohner sogar das Schlimmste.
«Ihr macht doch nicht ganz und für immer zu?», fragten diverse Kundinnen und Kunden. Verkaufsleiterin Aleksandra Vögele gab gerne Entwarnung. Umbau und Modernisierung standen an, darum musste der Laden vorübergehend und für knapp zwei Wochen schliessen. Diese Denner-Filiale geniesst eben ein hohes Ansehen. Vor allem weil es in den Quartieren Oberdorf und Luegisland keine weiteren Einkaufsläden gibt, ist der Denner an der Bremgarterstrasse Quartierladen und Discounter zugleich. Und in der Beliebtheitsskala ist die Filiale aktuell sicherlich gestiegen – denn seit gestern Donnerstag ist sie wieder geöffnet.
«Die Schweiz fährt vor. Das System des öffentlichen Verkehrs.» Dieses Werk stammt aus der Feder von Peter Füglistaler (siehe Ausgabe vom vergangenen Dienstag). Der ehemalige Direktor des Bundesamtes für Verkehr, aufgewachsen in Wohlen, zeigt auf rund 320 Seiten auf, warum die Schweiz eines der besten ÖV-Systeme hat. Aber Füglistaler ist nicht nur ein guter Autor, sondern er beweist auch seine Qualitäten als Fotograf. Seine Bilder haben ebenfalls Aufnahme im Buch gefunden. Es zeigt beispielsweise den Triebwagen BDe 4/4 in Wohlen. Dies als Bebilderung für eine Streckenstilllegung. Die Strecke zwischen Wohlen und Meisterschwanden ist eine der wenigen Bahnstrecken, die auf Busbetrieb umgestellt wurden, schreibt er dazu. Die Stilllegung erfolgte im Jahr 1997 – also vor knapp 30 Jahren. Ein Jubiläum also? «Die Schweiz fährt vor» – es lohnt sich hineinzuschauen.
Die Angelegenheit ist komplex und vielschichtig. Gegen das Baubegehren der Firma Stach Investment am Freihofweg gab es viel Opposition, Widerstand und Einsprachen. Es beherrschte über zwei Jahre lang die Schlagzeilen. Nur mit diversen Ausnahmebewilligungen und dank einem Dienstbarkeitsvertrag konnte letztlich eine Baubewilligung erteilt werden. Daraufhin gab es eine Beschwerde gegen die Baubewilligung (Urteil noch hängig) und einen politischen Vorstoss. Diese Anfrage wurde nun vom Gemeinderat beantwortet (siehe Artikel vom vergangenen Freitag). Etliche Antworten blieben Stückwerk. Eine Frage ist aber elementar: Wäre das Bauprojekt ohne den Dienstbarkeitsvertrag zwischen Gemeinderat und Bauherrschaft realisierbar gewesen? Antwort Gemeinderat: «Diese Dienstbarkeit stellt die Erschliessung gemäss genehmigtem Projekt sicher.
Das Projekt hätte entsprechend angepasst werden müssen.» Ist ja interessant: Eine Projektanpassung forderten ja die Einsprecher und die opponierende Mehrheit der benachbarten Ortsbürgergemeinde. Womit klar ist: Der letztjährige Gemeinderat kam dem Investor lieber entgegen, als die Forderung der Anwohner und Nachbarn zu berücksichtigen. Irgendwie schade.
Anderes Thema, das auch viel humorvoller ist als jeder Politstreit. Das neue «Hoi» ist da, das Magazin der Integra. Und wer ziert das Titelbild? Ein Promi. Peach Weber. Der Komiker hat die Integra-Hausband «Go Wanderer» im Übungskeller besucht. Lesenswert!
Daniel Marti
