Jahresbericht der Stiftung Gärtnerhaus
Seit 25 Jahren bietet die Stiftung Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen Wohn- und Arbeitsplätze in Fahrwangen und Meisterschwanden an. Und hat in dieser Zeit immer wieder neue Angebote entwickelt.
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Jahresbericht der Stiftung Gärtnerhaus
Seit 25 Jahren bietet die Stiftung Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen Wohn- und Arbeitsplätze in Fahrwangen und Meisterschwanden an. Und hat in dieser Zeit immer wieder neue Angebote entwickelt.
«Einander helfen»: So lautete das Jahresmotto des Gärtnerhauses im Jubiläumsjahr. Und dieses Motto wurde in den vergangenen 12 Monaten immer wieder vorgelebt. Sei es, um Personalengpässe zu überwinden – da stellten sich auch mal Mitarbeitende der Administration oder vom Garten abends in die Küche. Oder bei der Entwicklung eines neuen Türstoppers durch die Schreinerei, mit dem die Stiftung den ersten Preis beim Social-Store-Award gewann.
Neues Logo in Arbeit
«Wir erlebten im letzten Jahr viele inspirierende Momente des Einanderhelfens», schreibt Stiftungsleiter Matthias Lämmli im aktuellen Jahresbericht. Füreinander da zu sein, das gehöre zur DNA des Gärtnerhauses seit seiner Gründung vor 25 Jahren. Und die Verbindung zur Institution halte auch später lange an. So haben ganz viele Ehemalige Beiträge verfasst zur Jubiläumsschrift. Sogar Personen aus der damaligen Gründungszeit. «Entstanden ist eine eindrückliche Sammlung von Geschichten bis zurück zur Gründungszeit und guten Wünschen für die Zukunft», freut sich Lämmli.
Gleichzeitig beschenkte sich die Institution zum Jubiläum selber. Gemeinsam mit Mitarbeitenden, Stiftungsrat und unter Einbezug der Klienten und Klientinnen wurden in Workshops Zukunftsbilder erarbeitet, aus denen nun eine treffende Vision und eine Mission mit passender Botschaft entwickelt werden. Auch an einem neuen Logo wird gearbeitet. Erfreulich ist es jedes Mal, wenn Klienten aus der (teil-)stationären Betreuung in eine eigene Wohnung übertreten können. In Zukunft will das Gärtnerhaus noch mehr in diese Übergänge investieren und auch neue Angebote machen. «Wir erkennen, dass klassische, grössere Aussenwohngruppen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entsprechen. So suchen wir gezielt nach Ergänzungen mit kleinen, unabhängigen Studios in der näheren Umgebung. Weiter bieten wir künftig eine reine Frauen-Wohngemeinschaft an und verfolgen die Vision einer stadtnahen, optimal an den ÖV erschlossenen, urbaneren Liegenschaft weiter», hält Lämmli weiter fest.
Ausstellung im BKS
Ein spezieller Höhepunkt des Jubiläumsjahres war die Ausstellung des Malateliers in den Räumen des Departements Bildung, Kultur und Sport. «Diese Möglichkeit, die eigenen Bilder öffentlich auszustellen, ist eine schöne Wertschätzung für die Arbeit unserer Künstlerinnen und Künstler. Wer das Malatelier im Livebetrieb besucht, kann sich von der positiven Atmosphäre anstecken lassen», schreibt der Stiftungsleiter dazu.
Erfreulich schliesst die Rechnung ab. Bei einem Gesamtertrag von 5,8 Millionen Franken schreibt die Stiftung nach allen Abschreibungen ein Plus von 29 500 Franken. Das ist mehr als budgetiert und deutlich mehr als im Vorjahr. --chh