Fussball, 1. Liga classic: Concordia Basel – FC Muri (Samstag, 18 Uhr, Sportanlagen St. Jakob)
Bei den Ausflügen in Richtung der beiden Basel hat der FC Muri in dieser Saison vor allem eines mitgenommen: viele Gegentore. Jetzt wartet ausgerechnet Leader ...
Fussball, 1. Liga classic: Concordia Basel – FC Muri (Samstag, 18 Uhr, Sportanlagen St. Jakob)
Bei den Ausflügen in Richtung der beiden Basel hat der FC Muri in dieser Saison vor allem eines mitgenommen: viele Gegentore. Jetzt wartet ausgerechnet Leader Concordia auf das Schlusslicht aus dem Freiamt.
Josip Lasic
3:6 gegen Muttenz, 0:6 gegen die Black Stars Basel. Ob Basel-Land oder Basel-Stadt, für den FC Muri gab es in der bisherigen Saison bei Reisen in die beiden Kantone jeweils sechs Gegentreffer. «Das waren ziemliche Dämpfer», sagt Trainer Luca Ferricchio. Und trotzdem blickt er dem Spiel gegen Leader Concordia Basel positiv entgegen. «Es gibt doch keine schöneren Spiele als gegen den Tabellenführer. Der Druck liegt bei ihnen.» Auch Captain Simone Parente gibt sich kämpferisch. «Wir wissen, was Concordia kann und wo ihre Stärken sind. Wir haben uns die ganze Woche vorbereitet und gehen mit Selbstvertrauen nach Basel.»
Fairerweise muss man sagen, dass die Murianer beim Spiel in Muttenz eine Halbzeit lang mit dem Gegner mindestens auf Augenhöhe mitgespielt haben. Allerdings ist auch das ein Problem beim FC Muri. Über lange Strecken gut mitspielen und sich nicht belohnen, das ist den Murianern zuletzt auch im Heimspiel gegen Thuns U21 passiert. In der Nachspielzeit kassierten die Klosterdörf ler noch das 0:1 und haben das Spiel verloren. «Ich würde die Spiele nicht zwingend miteinander vergleichen», sagt Ferricchio. «Gegen Muttenz sind wir in der zweiten Halbzeit mental auseinandergebrochen. Da ging nichts mehr. Gegen Thun war es auch viel Pech. Uns wir ein Tor aberkannt und beim Fehler in der Nachspielzeit werden wir bestraft.»
Auch gute Auftritte bleiben oft unbelohnt
Tatsache ist aber, der FC Muri präsentiert sich zwar besser als in der vergangenen Saison, doch die Punkte können sich die Klosterdörfler dennoch nicht holen. Was benötigt es, um das zu ändern? Ferricchio: «Vielleicht reicht ein Erfolgserlebnis. Aktuell fehlt uns ein wenig das Glücksgefühl. Wenn wir einmal gewinnen, kann das den Knopf schon lösen.» Parente: «Wir brauchen Siegeswillen, Ehrgeiz, Leidenschaft und Herz, um den ersten Sieg einfahren zu können.»
Doch kann das ausgerechnet gegen den Tabellenführer ausreichen? Ferricchio: «Wieso nicht? Hoffen wir mal, dass sie uns unterschätzen. Das Wichtigste ist, dass wir alle 100 Prozent geben, und das, bis der Schiedsrichter abpfeift. Damit ist das komplette Team gemeint. Startelf, Ersatzbank, alle.» Auch der Captain schlägt in die gleiche Kerbe. «Wir wissen, dass wir gegen jeden bestehen können. Aber für das brauchen wir jeden und wir müssen alle das Maximum aus uns herausholen.» Auf jeden und alle können die Murianer aber beim Duell gegen den Spitzenreiter nicht zählen. Marko Bicvic, Belmin Mrkonja, Nikola Maksimovic, Luca Passerini, Matteo Pitzalis, Florian Weber und Jan Burkard fehlen alle verletzt. Lulzim Aliu ist noch fraglich. Immerhin kehren Eduard Nikolla, Ernes Paden, Guy-Roger Eschmann und Laze Stojkovski ins Team zurück. «Wir haben ein genug grosses Kader. Das darf keine Ausrede sein», sagt Ferricchio. Er hofft, dass man trotz aller Vorzeichen mit einem Glücksgefühl aus Basel zurückkehren kann und nicht mit den nächsten sechs Gegentreffern.