Weiteres Polster für Neubau Gemeindehaus
27.03.2026 Niederwil, Finanzen, Region UnterfreiamtRechnungsabschluss 2025 der Einwohnergemeinde Niederwil
Die Gemeinde Niederwil kann eine erfolgreiche Rechnung 2025 präsentieren. Sie fällt um rund 661 000 Franken besser aus als budgetiert.
Die Erfolgsrechnung (ohne Spezialfinanzierungen) weist ...
Rechnungsabschluss 2025 der Einwohnergemeinde Niederwil
Die Gemeinde Niederwil kann eine erfolgreiche Rechnung 2025 präsentieren. Sie fällt um rund 661 000 Franken besser aus als budgetiert.
Die Erfolgsrechnung (ohne Spezialfinanzierungen) weist einen Ertragsüberschuss von rund 945 000 Franken aus. Das Ergebnis liegt mit einer Abweichung von 661 140 Franken über dem budgetierten Plus von knapp 284 000 Franken.
Über drei Millionen angeäufnet
Gemäss Gemeindeversammlungsbeschluss vom November 2023 wird der Ertragsüberschuss vollumfänglich als Vorfinanzierung für das Projekt «Neubau Gemeindehaus» verbucht. Die Vorfinanzierung verfügt nach den Einlagen der Jahre 2023, 2024 und 2025 über einen Bestand von 3,026 Millionen Franken.
Verantwortlich für das bessere Ergebnis ist ein positiver Abschluss aus der betrieblichen Tätigkeit. Dieses zeigt ein Plus von 651 200 Franken, budgetiert war dagegen ein Minus von rund 249 000 Franken.
Mehrere Positionen unter Budget
Beim Aufwand bewegten sich mehrere Positionen unter dem budgetierten Wert. Die grössten davon sind: Entschädigung an die Regionalpolizei (minus 32 000 Franken), Kindes- und Erwachsenenschutzdienst (minus 27 400 Franken), Schulgelder an Sonderschulen (minus 25 500 Franken) sowie an kantonale Schulen (minus 49 000 Franken), Alimentenbevorschussungen (minus 29 700 Franken) und Verzinsung Finanzverbindlichkeiten (minus 38 700 Franken).
Markante Mehrkosten gegenüber dem Budget ergaben sich bei Dienstleistungen Dritter (plus 26 000 Franken), beim Sold der Feuerwehr durch den Wechsel der Soldauszahlungsperiode (plus 37 800 Franken), in der materiellen Hilfe (plus 28 700 Franken), in der Asylbetreuung (plus 32 300 Franken) und in der Pflegefinanzierung (plus 66 500 Franken).
Deutlich mehr Steuerertrag
Durch die Verzögerung der Sanierung Vereinslokal Casino wurde der Budgetkredit von 30 000 Franken nur mit 7841 Franken belastet.
Weiter hat der Steuerabschluss massgeblich zum guten Ergebnis beigetragen. Mit einem Steuerertrag von 8,673 Millionen Franken konnte das Budget um 618 500 Franken übertroffen werden.
Erfolg für Wasserwerk
Die Abschlüsse der vier gebührenfinanzierten Gemeindewerke beziehungsweise Spezialfinanzierungen präsentieren sich ebenfalls positiv. Das Wasserwerk schloss die Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 38 801 Franken. Das Nettovermögen des Wasserwerks beträgt per Jahresende 1,212 Millionen Franken. Die Abwasserbeseitigung schloss die Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 6800 Franken. In der Investitionsrechnung resultiert ein Finanzierungsüberschuss von 133 500 Franken. Das Nettovermögen der Abwasserbeseitigung beträgt per Jahresende 1,579 Millionen Franken.
Plus auch für Abfall und Elektrizitätswerk
Die Abfallwirtschaft weist in der Erfolgsrechnung einen Ertragsüberschuss von 5900 Franken aus. Das Nettovermögen der Abfallwirtschaft beträgt per Jahresende 78 300 Franken.
Und beim Elektrizitätswerk (Netz und Energie) resultiert in der Erfolgsrechnung ein Ertragsüberschuss von 273 800 Franken. Die Investitionsrechnung weist einen Finanzierungsüberschuss von 523 200 Franken aus. Dank dem guten Ergebnis zeigt die Bilanz per Ende Jahr neu ein Nettovermögen von 209 000 Franken.
Nicht nur mit eigenen Mitteln
Die Investitionsausgaben belaufen sich gesamthaft ohne Spezialfinanzierungen auf 2,941 Millionen Franken und die Investitionseinnahmen auf 71 000 Franken, was Nettoinvestitionen von 2,870 Millionen Franken ergibt.
Mit einer Selbstfinanzierung von 1,569 Millionen Franken konnten die Nettoinvestitionen nicht aus eigenen Mitteln finanziert werden (der Finanzierungsfehlbetrag beträgt 1,301 Millionen Franken).
Entsprechend erhöhte sich die Nettoschuld der Einwohnergemeinde Niederwil auf 1,316 Millionen Franken oder 431,57 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. --gk/red
