Ehemalige Jungwachtleiter reisten nach Strassburg und trafen Richter Andreas Zünd
Eine kleine Gruppe von ehemaligen Jungwachtleitern, die sich immer noch regelmässig treffen, haben eine Weiterbildungsreise nach Strassburg gemacht. Eine Horizonterweiterung auf ...
Ehemalige Jungwachtleiter reisten nach Strassburg und trafen Richter Andreas Zünd
Eine kleine Gruppe von ehemaligen Jungwachtleitern, die sich immer noch regelmässig treffen, haben eine Weiterbildungsreise nach Strassburg gemacht. Eine Horizonterweiterung auf politischer wie auf kulinarischer Ebene.
Der erste Tag war voll und ganz der politischen Weiterbildung gewidmet. Am Morgen war ein Besuch im Europarat angesagt. Zuerst wurde über Sinn und Zweck des Europarates orientiert.
Anschliessend durfte die Wohler Gruppe im grossen Plenarsaal einer Debatte über die Ukraine und deren Kriegswirren beiwohnen.
Andreas Zünd am europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
In einem der vielen Sitzungszimmer wurden die ehemaligen Jungwachleiter dann von Ständerätin Marianne Binder, Delegationsleiterin der Schweizer Abgeordneten, empfangen. Neben vielen Fragen, die sie beantwortete, erklärte sie auch Aufgabe und Zweck des Europarates. «Es war sehr aufschlussreich und brachte uns Europa und seine Institutionen etwas näher», schreibt der ehemalige Jungwachtleiter Ruedi Donat in einer Mitteilung.
Nach einem feinen Mittagessen im «Salon Bleu», dem Restaurant beim Europarat, ging es direkt weiter zum Europäischen Gerichtshof (EGMR), wo Richter Andreas Zünd die Reisenden aus Wohlen abholte. Er stellte den Gerichtshof vor und erklärte auf eindrückliche Art den Unterschied zwischen der nationalen Gerichtsbarkeit und jener des Europäischen Gerichtshofs. Missverständnisse konnten ausgeräumt und die vielen offenen Fragen beantwortet werden.
Fazit: Neben den guten Beziehungen zur Ständerätin Marianne Binder wurden vor allem alte Bekanntschaften mit Andreas Zünd aus der längst vergangenen und gemeinsamen Schulzeit aufgefrischt. Das grosse Wissen mit dem dazugehörenden Humor rundete den Tag ab, an dem die ehemaligen Jungwachleiter sehr viel Neues erfahren haben.
Spuren hinterlassen
Zudem ist Strassburg immer eine Reise wert. Die sehr schöne Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und sie bietet sehr viel. Das Münster mit seinem 142 Meter hohen Turm, die vielen Restaurants, die jeden kulinarischen Wunsch erfüllen. Auch die sehr feinen Weine aus der Region machten aus dem Ausflug ein unvergessliches Erlebnis. Nochmals zu Andreas Zünd: Er hat im Freiamt etliche Spuren hinterlassen. Er ist in Niederwil aufgewachsen. Sein Vater war jahrzehntelang Lehrer in Niederwil.
Bestens bekannt ist Zünd in Wohlen, in der grössten Freiämter Gemeinde besuchte er die Bezirksschule. Im Alter von 28 Jahren schaffte der Jurist für die SP Wohlen den Sprung in den Einwohnerrat. Vom letzten Listenplatz 12 aus wurde er gewählt. Zudem engagierte er sich viereinhalb Jahre lang in der Genossenschaft Dorfkern Wohlen. Dabei kämpfte er auch für den Erhalt des «Sternen». -- rd/red