Untersuchung zeigt PFAS-Belastung von wild lebenden Fischen in Aargauer Gewässern
Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) hat im Rahmen eines kantonalen Monitorings die PFAS-Belastung von Fischen aus acht Aargauer Gewässern untersucht. Daraus ergeben sich ...
Untersuchung zeigt PFAS-Belastung von wild lebenden Fischen in Aargauer Gewässern
Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) hat im Rahmen eines kantonalen Monitorings die PFAS-Belastung von Fischen aus acht Aargauer Gewässern untersucht. Daraus ergeben sich Verzehrempfehlungen sowie Einschränkungen für den kommerziellen Fischfang am Hallwilersee.
Im Rahmen des kantonalen Monitorings hat das AVS 107 Fischproben von sechs verschiedenen Fischarten aus folgenden acht Aargauer Gewässern untersucht: Rhein (10 Alet), Aare (10 Alet), Reuss (10 Alet), Limmat (10 Alet), Hallwilersee (20 Egli, 10 Felchen und 7 Hechte) sowie Bünz (10 Alet), Suhre (10 Barben) und Surb (10 Forellen). Das Monitoring dauerte von Mai bis Januar. Die Planung und Durchführung der Probenahme erfolgten in Zusammenarbeit mit der Sektion Jagd und Fischerei der Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt.
Von den 107 Fischproben überschritten 28 Prozent die geltenden PFAS-Höchstwerte, was 30 Proben entspricht. Dazu zählen der Hecht aus dem Hallwilersee wie auch der Alet aus Bünz und Reuss. In allen übrigen Proben lagen die mittleren PFAS-Konzentrationen pro Fischart und Gewässer unterhalb der zulässigen Höchstgehalte. Die Ergebnisse zeigen ebenfalls, dass die PFAS-Belastung je nach Fischart und Gewässer in Konzentration und Anzahl variiert. Fische aus Fischzuchten sind nicht betroffen.
Fische aus Bünz und Reuss im Vergleich wenig belastet
Für den kommerziellen Fischfang am Hallwilersee ergeben sich aufgrund dieser Ergebnisse Einschränkungen für den Hecht, der wegen Höchstgehaltüberschreitungen bis auf Weiteres nicht mehr kommerziell vermarktet oder unentgeltlich abgegeben werden darf. Privatpersonen dürfen Hechte am Hallwilersee jedoch nach wie vor befischen. Auch der private Eigenverzehr bleibt erlaubt. Aufgrund der festgestellten PFAS-Belastung empfiehlt das AVS jedoch, maximal eine Portion Hecht pro Monat zu konsumieren.
Auch beim Egli aus dem Hallwilersee empfiehlt das AVS aufgrund der festgestellten PFAS-Belastung, den Verzehr auf eine Portion alle zwei Monate zu beschränken. Hier lagen die Ergebnisse der Proben zwar unter dem gesetzlichen Grenzwert, jedoch auf hohem Niveau, sodass das AVS eine Verzehrempfehlung ausspricht. Beim Alet erhebt das AVS keine Massnahmen. Gründe dafür sind, dass der Alet aus der Bünz und Reuss vergleichsweise gering belastet ist, nicht kommerziell vermarktet wird und nicht zu den häufig verzehrten wild lebenden Speisefischen gehört. Mit Blick auf den Start der Fischereisaison informiert das AVS die Berufsfischer, Fischereiverbände und die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Untersuchung.
Jetzt Milch untersuchen
Um Ergebnisse allfälliger PFAS-Belastung der Milch zu ermitteln, startet das AVS neu ein Monitoring von Mischmilchproben aus Tanklastwagen. Erste Ergebnisse werden in der zweiten Hälfte des Jahres erwartet. --pd