Eisschnelllauf: Nico Berger zwischen zwei WMs
Der Sarmenstorfer Nico Berger durfte in Collalbo zum ersten Mal an einer Junioren-Weltmeisterschaft in der Disziplin Longtrack starten. Kaum ist die vorbei, wartet die nächste Premiere. Die Shorttrack-Junioren-WM in ...
Eisschnelllauf: Nico Berger zwischen zwei WMs
Der Sarmenstorfer Nico Berger durfte in Collalbo zum ersten Mal an einer Junioren-Weltmeisterschaft in der Disziplin Longtrack starten. Kaum ist die vorbei, wartet die nächste Premiere. Die Shorttrack-Junioren-WM in Calgary.
Es sind ereignisreiche Wochen für Nico Berger. Der 19-Jährige durfte im italienischen Collalbo sowohl am Weltcup als auch an seiner ersten Junioren-Weltmeisterschaft teilnehmen. Bereits das erste Testrennen im Südtirol lief gut. Über die Distanz von 500 m konnte er eine neue persönliche Bestzeit aufstellen.
Am ersten Wochenende fand der Weltcup statt. Über 1000 m lief er ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit und wurde Elfter. Über 500 m holte er Rang 16 und Rang 25 über 1500 m. Er konnte auch am Massenstart antreten. «Dieser Wettkampf ist sehr taktisch. Dafür fehlt mir noch etwas Erfahrung. Ich bin im Halbfinal ausgeschieden.» Ein Wochenende später durfte er seine Premiere an einer Junioren-WM feiern. Die Nervosität hat ihn gehemmt bei seinem Debüt. Das führte zu einem Fehlstart über 500 m. «Danach lief ich etwas verkrampft und es schlichen sich Fehler ein. Am Ende gab es dennoch den 23. Platz unter 46 Läufern.» Über 1500 m lief es dafür umso besser. Er beendete den Lauf auf Rang 24 und konnte seine Bestzeit um fast zwei Sekunden unterbieten. «Der Moderator, der den Lauf kommentiert hat, ist ausgeflippt. Das war ein schönes Erlebnis.»
Erfahrungen gleich nutzen
Im Massenstart wollte er an seine Leistung anknüpfen. In der letzten Runde stürzte er aber als Dritter auf dem Weg zur Zielgeraden. «Neuneinhalb von zehn Runden waren gut. Ich wäre mit dieser Platzierung in den Final beim Massenstart eingezogen. Der Sturz kurz vor Schluss hat aber nicht nur das verhindert. Da ich unglücklich auf dem Knie gelandet bin, konnte ich auch nicht über 1000 m starten, meine Hauptdistanz. Trotzdem habe ich viel bei der WM und allgemein in den drei Wochen in Collalbo gelernt und bin sehr zufrieden.»
Mit diesen Erfahrungen im Gepäck reiste er nach Kanada. Nach den Longtrack-Wettkämpfen in Collalbo startet er nun im Shorttrack beim Weltcup in Quebec und der Junioren-WM in Calgary. «Calgary gilt als Hochburg für Longtrack. Ich werde diese Bahn ebenfalls nutzen, allerdings nicht wettkampfmässig, aber eine Trainingseinheit werde ich jeden Fall im berühmten Olympic Oval von Calgary absolvieren.» Im Shorttrack tritt er erneut über 500 m, 1000 m und 1500 m an. «Jetzt habe ich bereits etwas WM-Erfahrung gesammelt. Die Nervosität ist geringer. Ich will Vollgas geben.» --jl