Viele Glücksgefühle vermittelt
17.06.2025 Wohlen, Finanzenibw – positiv und erfreulich
Die ibw freut sich über eine positive Entwicklung. Das Jahresergebnis von 2,4 Millionen Franken liegt um 38 Prozent über dem Vorjahr. Das bekommt die Gemeinde Wohlen zu spüren: Die Dividende beträgt 1,3 Millionen.
...ibw – positiv und erfreulich
Die ibw freut sich über eine positive Entwicklung. Das Jahresergebnis von 2,4 Millionen Franken liegt um 38 Prozent über dem Vorjahr. Das bekommt die Gemeinde Wohlen zu spüren: Die Dividende beträgt 1,3 Millionen.
«ibw persönlich» im Casino: Total 1,5 Millionen Franken für die Gemeinde
Nicht alle mögen ihn – Freitag, der 13. Die IB Wohlen AG drehte den Spiess um und machte daraus einen Glückstag. Und vermittelte an ihrem Infoanlass «ibw persönlich» etliche Glücksmomente – für die Kundschaft, für die Gemeinde Wohlen und für sich selbst.
Daniel Marti
«Ihr Glückstag bei der ibw». So viel hat das Unternehmen versprochen. Und auch Wort gehalten. Etliche positive Meldungen führten tatsächlich zu Glücksgefühlen. Gutes Jahresergebnis, hohe Dividende an die Gemeinde Wohlen, diverse Neuheiten, sinkende Energiepreise – dies alles kann die Menschen in Wohlen tatsächlich glücklich machen. Und wenn es noch einen Anstoss zum definitiven Glück brauchte, dann tat das Kabarettist Florian Rexer. Er führte wunderbar durch den Anlass.
Jahresergebnis macht Freude
Bei Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Pfyffer kamen gemäss eigener Aussage Glücksgefühle auf, als er die Jahresrechnung präsentierte. Das Jahresergebnis von 2,4 Millionen Franken nahm er mit «grosser Freude» zur Kenntnis. Allerdings dürfe das Ergebnis nicht als Massstab für künftige Jahresergebnisse betrachtet werden, dämpfte er zu hohe Euphorie. «Der mit 2,4 Millionen Franken ausserordentlich hohe Gewinn ist unter anderem auf Verzögerungen bei grösseren Investitionsprojekten zurückzuführen, die ausserhalb des Einflussbereichs der ibw lagen.» Konkret nannte Pfyffer den verspäteten Baubeginn des Wärmeverbunds «Wohlen Zentrum» sowie die verzögerte Realisierung neuer Energieerzeugungsanlagen. Glücklich macht ihn zudem die «hohe Versorgungssicherheit und der tolle Einsatz der Mitarbeitenden». Das sei wichtig, vor allem beim aktuell herrschenden Fachkräftemangel.
Im Zuge des Bevölkerungswachstums in Wohlen stieg der Stromabsatz um 3,1 Prozent; der Gasabsatz nahm sogar um 7,2 Prozent zu, da viele Grosskunden mit umschaltbaren Anlagen wieder vermehrt auf Gas statt auf Öl setzten. Demgegenüber führte das vergleichsweise niederschlagsreiche Jahr zu einem tieferen Bedarf seitens der IKA Wasser2035, der Dachorganisation des Wasserverbunds Bünztal-Reusstal, sodass der Wasserabsatz insgesamt um 18,1 Prozent sank.
Sprung bei der Dividende auf 1,3 Millionen Franken
Das Dienstleistungsgeschäft der ibw – sei dies im Installationsbereich, bei Dienstleistungen für andere Gemeinden und Werke sowie im Elektrofachgeschäft «ibw-Shop» – entwickelte sich auch 2024 erfreulich und steuerte einen substanziellen Teil zum Jahresergebnis bei. Der Betriebsertrag liegt bei 68,73 Millionen Franken (plus acht Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Die Gemeinde Wohlen als Eigentümerin der ibw erhält eine Dividende von 1,3 Millionen Franken. Dies sei ein grosser Sprung, so der Verwaltungsratspräsident. Im Vorjahr war es eine Million, dies entspricht einer Steigerung von knapp 34 Prozent. Zusammen mit Konzessionsabgabe und Steuern kommen die Abgaben an die Gemeinde auf rund 1,5 Millionen Franken. Und mit einem Auftragsvolumen von rund 6,4 Millionen Franken «bleibt die ibw ein wichtiger Auftraggeber in der Region», so Pfyffer. Das Gesamtvolumen der regionalen Aufträge ging zwar um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, es ist aber immer noch recht hoch.
Weitere Steigerung bei der Solarenergie geplant
Eine positive Neuigkeit ist auch die sinkende Umweltbelastung dank steigendem Anteil an Sonnenenergie. Der fossile Verbrauch ging um rund zwei Prozent zurück. Dass mehr Solarenergie produziert wird, entspricht der Strategie der ibw. Aktuell gibt es in Wohlen vier Quadratmeter Photovoltaik-Nutzung pro Einwohner. Dies soll bis ins Jahr 2030 auf 5,5 Quadratmeter pro Einwohner gesteigert werden. Das ist eine Steigerung von rund 40 Prozent. «Das ist anspruchsvoll», so der Verwaltungsratspräsident.
Peter Lehmann, Vorsitzender der ibw-Geschäftsleitung, präsentierte verschiedene Innovationen der ibw: «clever4all», das Angebot der ibw zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen sowie mit «cleverStrom», das ökologische Stromprodukt der ibw, das den Bezug von nachhaltigem Strom in Echtzeit garantiert.
Und mit der App «my ibw» konnte er eine weitere Neuigkeit präsentieren, mit der die Kundinnen und Kunden nicht nur alle ibw-News aus erster Hand erhalten, sondern auch auf das ibw-Kundenportal zugreifen, defekte Strassenlampen melden oder sich an die Entsorgungstermine der Gemeinde Wohlen erinnern lassen können. In Anspielung auf das Motto des Abends meinte Peter Lehmann denn auch: Wer mit der ibw zu tun habe, brauche eigentlich gar kein Glück, «die ibw bringt immer einen Gewinn».
Gemeindeammann Perroud und die Frage des Glücks
Glücklich schätzte sich auch Gemeindeammann Arsène Perroud. Nicht nur wegen der Dividende von 1,3 Millionen Franken für die Gemeinde. Sondern auch weil die ibw ein verlässlicher, solider Partner ist.
«Nur, Glück, was ist das?», fragte er. «Diese Frage beschäftigt die Menschheit, seit sie denken kann», so Perroud, Allerdings sei es eine komplexe Frage. Sicherheit, sozialen Bindungen, einander vertrauen sind laut Perroud wichtige Aspekte, um glücklich zu sein. «Glück hängt aber oft auch von der intakten Infrastruktur ab.» Eine weltweite Glücksstudie zeigt gemäss Perroud, dass die Reichsten nicht automatisch die Glücklichsten sind. «Dort, wo Vertrauen gelebt wird. Dort, wo Menschen füreinander da sind.» Dort sind die Menschen auch glücklich.
Zum Glück trägt laut Gemeindeammann auch «eine Versorgung, die funktioniert» bei. Hier landete er bei der ibw, die mit Verlässlichkeit Strom, Wasser und Gas liefert. Und die zuverlässige Dividende der ibw trage zum Glück bei, aber sie alleine mache natürlich nicht glücklich. Die ibw sei stets auf einem kontinuierlichen Kurs, so Perroud. Ein Kurs, der in der Eigentümerstrategie vom Gemeinderat festgelegt und dann vom Einwohnerrat bestätigt werde. So wurde zusammen mit dem Unternehmen die so wichtige Verlässlichkeit geschaffen. «So gesehen ist die ibw ein Glücksbegleiter.»
Gute Aussichten
Strom- und Gastarife sinken
Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Pfyffer wagte einen vorsichtigen Ausblick auf die Entwicklung der Energiepreise im kommenden Jahr.: «Zwar sind noch nicht alle Einflussfaktoren bekannt, aber aufgrund der günstigen Situation an den Energiemärkten konnten wir für die kommenden Jahre zu vorteilhaften Konditionen einkaufen. Bei den Strom- und Gaspreisen rechnen wir deshalb mit einer Senkung um die zehn Prozent», so Pfyffer. Die definitiven Energiepreise 2026 werden wie üblich Anfang September bekannt gegeben. Bei den sinkenden Preisen fürs Gas sind zwei Punkte wesentlich: sinkende Kosten beim Erdgaseinkauf und ein steigender Anteil Biogas aufgrund des kantonalen Energiegesetzes.
Und beim Strompreis werden ebenfalls sinkende Kosten für den Stromeinkauf geltend gemacht, dem gegenüber stehen jedoch steigende Kosten für die sogenannte Winterstromreserve. --dm