Verkehrsmittel mit Potenzial
24.04.2026 Wohlen, VereineEin Cargo-E-Bike fürs Kafi Hoi – dank GOV-Unterstützung
Dank einer grosszügigen Spende des Gemeinnützigen Ortsvereins und den fleissigen Wählern beim AEW-Energiebatzen liefert die Integra ihre Speisen in Zukunft mit einem ...
Ein Cargo-E-Bike fürs Kafi Hoi – dank GOV-Unterstützung
Dank einer grosszügigen Spende des Gemeinnützigen Ortsvereins und den fleissigen Wählern beim AEW-Energiebatzen liefert die Integra ihre Speisen in Zukunft mit einem Cargo-E-Bike ins Kafi Hoi. Sehr zur Freude ihrer Klienten.
Monica Rast
Seit dem Dezember ist das Kafi Hoi offen. Geführt wird es von Klienten der Integra. «Eine erfolgreiche Geschichte», meint Jonas Meier, Geschäftsführer der Integra, «nur die Logistik ist nicht ganz einfach.» Schon bei der Planung des Kafi Hoi war der finanzielle Teil eine grosse Challenge. Es wurden Abstriche gemacht und man schaute, was man sich leisten könnte. Ein Transportmittel stand damals noch nicht zur Debatte.
Das Kafi ist mit seinem Angebot abhängig von der Küche des Restaurants Hans und Heidi. Hier werden die Speisen für das Café produziert und mit einem Bus angeliefert. «Mit dem Auto durch Wohlen fahren ist keine gescheite Idee», meint der Geschäftsleiter, «zudem ist es nicht nachhaltig und viele unserer Leute dürfen nicht Auto fahren.»
Ein Cargo-E-Bike soll Abhilfe schaffen
So kam man auf die Idee, für den Transport zwischen dem «Hans und Heidi» und dem Kafi Hoi im Chilegässli ein Cargo-E-Bike einzusetzen. Doch dazu brauchte man Partner. «Wir konnten beim Velo keine Kompromisse eingehen», meint Marcel Meyer, Leiter Arbeit, «es muss gut funktionieren und die Bedürfnisse der Mitarbeiter abdecken.» Und man wusste: Ein gutes Cargo-E-Bike kostet über 5000 Franken. So meldete man sich als Allererstes beim AEW-Energiebatzen an. Da man mit der Eröffnung des Cafés bereits viele Leute erreichte, wurde fleissig in eigener Sache Werbung gemacht. Die Integra trat gegen rund 40 weitere Projekte an. Man konnte jeden Tag für seinen Favoriten abstimmen, und je mehr man auf Stimmenfang ging, umso besser die Platzierung. «Ich mobilisierte meine ganze Familie und den Freundeskreis», erzählt Jonas Meier lachend, «und erinnerte sie, tagtäglich abzustimmen. Schliesslich musste man für den Sieg dranbleiben.»
Wertvolle Partnerschaft
Rund 3300 Stimmen kamen so innerhalb von zwei Wochen zusammen und das Projekt Cargo-E-Bike belegt den 2. Schlussrang mit einer Spende von 2500 Franken. Doch für das Fahrrad reichte es noch nicht.
Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, welche die Idee eines Cargo-Bikes unterstützen könnten, kam man auf den Gemeinnützigen Ortsverein Wohlen (GOV). «Er passt wie die AEW zur Integra», erklärt Jonas Meier. Er stellte dem Finanzmeister des Vereins Ernst Hochstrasser einen Antrag und binnen eines Tages hatte Meier das Okay in der Tasche. «Es ist ein Nehmen und Geben», ergänzt Hochstrasser. Denn die Generalversammlung des Vereins findet im «Hans und Heidi» statt. Zudem pflegt der Verein noch andere Beziehungen mit der Integra.
Mit der AEW und dem GOV hat die Integra eine gute Lösung gefunden. «Ich habe mir keine Sorgen zur Umsetzung gemacht», erklärt Marcel Meyer, «ich wusste, wir schaffen die Finanzierung irgendwie.»
Die ersten Erfahrungen mit dem Cargo-E-Bike wurden bereits gemacht und man hat schnell gemerkt, dass es passt. Auch Jürgen Meyer, Mitarbeiter Logistik, freuts. «Ich finde es lässig, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Es ist eine Abwechslung.» Er und weitere Fahrer sind in einer Whatsapp-Gruppe und decken eigenständig die Fahrten ab.
Fit für den Verkehr
«Nach einem Fahrtraining mit der Regionalpolizei und der Beschaffung der Helme können wir loslegen», meint Marcel Meyer, «unsere Klienten können fahren und sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.» In der Zukunft möchte man vermehrt die Transporte mit dem Cargo-E-Bike auf den ganzen Betrieb ausweiten und sucht noch nach einer passenden Lösung, wie man Suppen in der grossen Box des Bikes transportieren kann. «Bei den Klienten sprudeln nur so die Ideen, wohin man überall liefern könnte. Man muss sie definitiv nicht dazu überreden, mit dem Bike zu fahren», erzählt Marcel Meyer lachend. Seit rund zwei Wochen ist das Gefährt im Einsatz. Demnächst erhält es noch seinen Namen und wird mit zusätzlichen Reflektoren ausgestattet. «Den Namen bestimmen die Klienten», erzählt Sandra Donat, Leiterin Kommunikation. In Zukunft wird es also heissen: «Ich liefere die Speisen mit Olivia ins Kafi Hoi.» Passend, denn Olivia ist eine der Mitarbeiterinnen im Kafi Hoi.


