Unverkennbar durch eigenes Logo
14.01.2025 WohlenDas Atelier für Bekleidungsgestaltung hat nun den Brand «Modemanufaktur Stich und Stil»
Am Tag der offenen Tür geben die Lernenden des Lehrateliers für Bekleidungsgestaltung im bbz einen Einblick in ihr Schaffen. Dabei wird nicht nur der ...
Das Atelier für Bekleidungsgestaltung hat nun den Brand «Modemanufaktur Stich und Stil»
Am Tag der offenen Tür geben die Lernenden des Lehrateliers für Bekleidungsgestaltung im bbz einen Einblick in ihr Schaffen. Dabei wird nicht nur der zukünftige Name «Stich und Stil» vorgestellt, sondern auch die Philosophie hinter der Modemanufaktur.
Monica Rast
«Wir werden seit Beginn überrannt», freuen sich die Co-Atelierleiterinnen Regula Siegentaler und Leandra Fricker. «Wir hatten keine Ahnung, wie viele Gäste kommen würden.» Angeschrieben wurden rund 550 Kundinnen und Kunden des Ateliers aus den vergangenen Jahren.
Der Grund für das grosse Interesse am Tag der offenen Tür war sicherlich die Vorstellung der eigenen Marke. Aus dem Zungenbrecher «Lehratelier für Bekleidungsgestaltung» wurde Modemanufaktur «Stich und Stil». «Dadurch kommen wir viel professioneller daher und die Lernenden können sich mit der Marke identifizieren », erklärt Regula Siegentaler.
Das Lehratelier in Wohlen hat gegenüber anderen Ateliers eher spät sein eigenes Logo kreiert. «Jede Firma hat ihren ganz persönlichen Namen. Wir sind so gesehen auch eine Firma und schon deshalb unser neuer und moderner Auftritt.» Während die Leitung für den neuen Look verantwortlich war, sorgen die Lernenden über den Instagram-Kanal für Publicity.
Verbindung von Handwerkskunst und kreativem Ausdruck
«Stich und Stil» steht für die Verbindung von Handwerkskunst und dem kreativen Ausdruck in der Modewelt. Jeder einzelne Stich soll die Persönlichkeit des Trägers zum Ausdruck bringen. Und davon können sich die Besucher gleich selbst überzeugen.
Die neun Lernenden bekamen für den Tag der offenen Tür verschiedene Aufträge von der Co-Leitung, an denen sie arbeiten sollen. Da wird zugeschnitten, geheftet, gebügelt, genäht, zusammengesteckt und immer wieder die Arbeit begutachtet. Mit dabei ein unerlässliches Accessoire: das Massband um den Hals. Schon fast das grössere Erkennungsmerkmal als das Namensschild.
Durch die vielen Besucher bleiben die Arbeiten oft liegen. Gross ist das Interesse an ihrer Arbeit und ab und zu gesellt sich zu den Lernenden auch ein Besucher, der sich für die Arbeit interessiert. So erklärt Larissa Studer einer Besucherin die Kniffe des Zuschneidens und wo die Schnittmuster der Kunden einsortiert werden. Larissa Studer ist ein gutes Beispiel für den persönlichen Stil in der Mode und widerspiegelt die Philosophie des Ateliers.
Handwerkliche Liebe zum Detail
Die Marke wurde in Zusammenarbeit mit der Grafikerin Corinne Schiess ausgearbeitet und alle sind sehr glücklich über das Ergebnis: «Die Marke vereint handwerkliche Liebe zum Detail mit einem frischen, modischen Auftritt und schafft so eine unverwechselbare, einprägsame Identität.»
Das Label wird in Zukunft jedes Kleidungsstück, welches das Atelier verlässt, zieren. «Es ist schön, etwas zu haben, womit wir gegen aussen auftreten können», erklärt Leandra Fricker. Chantal Cipolat, 1. Lehrjahr, schliesst sich dieser Meinung an. «Es ist etwas Eigenes, etwas Persönliches und es bleibt im Kopf des Kunden.» Regula Siegentaler bekräftigt die Aussage mit einem zustimmenden Nicken.
Und auch Elena Girimonti, 3. Lehrjahr, findet den Namen «Stich und Stil» sehr gut überlegt und passend. In ihrer Zeit im bbz hat sie nicht nur neue Lehrmeisterinnen erhalten, sondern jetzt auch einen neuen Namen. «Er ist anders, aber im positiven Sinne.»
Breites Interesse
Während die Lernenden eher über die Arbeit Auskunft geben, ist die Co-Leitung bei spezifischen Fragen zur Leitung und Ausbildung gefragt. Die Aussage, dass die Lernenden keinen Lohn erhalten, löst immer wieder Staunen aus.
Mit der Co-Leitung hat sich bereits einiges im Lehratelier für Bekleidungsgestaltung geändert. Durch den neuen Auftritt mit «Stich und Stil» erhoffen sich Leandra Fricker und Regula Siegentaler auch neue Kundschaft an Land respektive ins Atelier zu ziehen. «Da die Kleidungsstücke von Lernenden hergestellt werden, sind wir, trotz hohem Qualitätsstandard, ein wenig günstiger als in der Privatwirtschaft», erklärt Regula Siegentaler.
Bereits jetzt wird fleissig für den Modeapéro im April gearbeitet. Dabei werden wieder die neusten Modetrends von Frühling und Sommer präsentiert. «Wir konnten wieder Models aus der Kundschaft für uns gewinnen, die sich auf dem Laufsteg präsentieren werden . Dieses Mal im Alter von 25 bis 80 Jahren», erklärt die Co-Leiterin und zeigt einmal mehr auf, dass sie die richtige Adresse für passende und trendige Mode sind.
Infos: www.bbzf.ch. Modemanufaktur.


