Hächle-Zunft Hägglingen: Unschöner Vorfall am letzten Umzug
Die närrischen Tage waren wunderbar für die Hächle-Zunft aus Hägglingen. Bis zum letzten Wochenende und einem Ereignis, das einen sprachlos macht. Ein Junge wurde ...
Hächle-Zunft Hägglingen: Unschöner Vorfall am letzten Umzug
Die närrischen Tage waren wunderbar für die Hächle-Zunft aus Hägglingen. Bis zum letzten Wochenende und einem Ereignis, das einen sprachlos macht. Ein Junge wurde niedergeschlagen, weil er Konfetti warf. Sacha Doyon, Präsident der Hächle-Zunft, spricht Klartext.
Zuerst die schöne Geschichte. «Wir erlebten eine tolle und wunderbare Fasnacht. Sei es in Hägglingen oder im ganzen Freiamt. An allen Umzügen oder den Anlässen in Wohlen, es war einfach toll», sagt Sacha Doyon, Präsident der Hächle-Zunft in Hägglingen. Die Region und das Dorf «haben wieder einmal gezeigt, dass die Fasnacht lebt und von den Menschen gefeiert wird», sagt er weiter.
Ein Vorfall, der zu reden gibt
Etwas trübt aber die tolle Zeit. Am letzten Sonntag, 9. März, nahm die Hächle-Zunft am Siebendörfer-Umzug teil. Ein Anlass, organisiert von der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon. Dabei gibt es sieben kleine Umzüge in sieben kleineren Gemeinden, darunter Rifferswil, Hausen am Albis oder Mettmenstetten. Und genau in diesem Dorf ereignete sich ein Vorfall, der zu reden gibt.
Bei der Kirche in Mettmenstetten zieht der Wagen der Hächle-Zunft an den Umzugsbesuchern vorbei. Einige Hägglinger Fasnächtler und ihre Begleiter ziehen entlang der Umzugsroute, verteilen Bonbons an die Kinder, werfen Konfetti, versprühen Freude. So, wie es praktisch jede Fasnachtsgesellschaft macht. So weit, so normal.
Konfetti als Auslöser einer Schlägerei
Ein Junge, 12 Jahre alt, war auch mit der Hächle-Zunft unterwegs. Er bewirft einen Umzugsbesucher mit Konfetti. Dieser rastet aus, ringt den Jungen zu Boden, schlägt ihn mit der Faust ins Gesicht. «Es kann doch nicht sein, dass ein Kind wegen ein paar Konfetti so angegangen wird. Der Junge musste auf den Notfall gebracht werden. Es ist einfach schade, wenn solche Personen einen Fasnachtsumzug besuchen und die Toleranz für das närrische Treiben nicht haben», sagt Doyon.
Der Schläger ist nach seiner Tat verschwunden, noch während man sich um den verletzten Jungen kümmert. Die Diagnose: Eine blutende Nase und eine Gehirnerschütterung. «Diese tolle Fasnacht 2025 endet leider mit einem bitteren Nachgeschmack.» Dem Jungen geht es den Umständen entsprechend gut. Der Täter wurde bislang nicht gefunden. Es wurde Anzeige erstattet. --ssp