118. Mitgliederversammlung des Veteranenvereins Boswil mit Philipp Galizia
Der vordergründig spassige Auftritt vom Geschichtenerzähler Philipp Galizia verlieh der Versammlung Lockerheit, gab aber auch Anstösse zum Nachdenken. Konkrete Fakten gab es dann vom ...
118. Mitgliederversammlung des Veteranenvereins Boswil mit Philipp Galizia
Der vordergründig spassige Auftritt vom Geschichtenerzähler Philipp Galizia verlieh der Versammlung Lockerheit, gab aber auch Anstösse zum Nachdenken. Konkrete Fakten gab es dann vom Vorstand der Veteranen über Finanzen, Ehrungen und eine spannende Vereinsreise.
Wie jedes Jahr, am Sonntag der alten Fasnacht, um 12 Uhr mittags begrüsste Präsident Ronni Hilfiker die anwesenden Veteranen zur Mitgliederversammlung. Von den 166 gelisteten Mitgliedern waren es 98, die sich im Saal des Solino einfanden. Speziell willkommen hiess er den Ehrenpräsidenten Othmar Huber und das Ehrenmitglied Gerold Hänggi sowie fünf «Neue» mit Jahrgang 1961, die erstmals an einer Mitgliederversammlung teilnahmen.
Sie alle durften sich gleich an einem währschaft-guten Mittagessen erfreuen, dem der Auftritt des Ur-Freiämters Philipp Galizia folgte. Dieser erzählte mit Witz und Schalk Geschichten zum Anfang des Lebens, vom Urknall bis zur Hausgeburt von Klein-Philipp. Humorvoll und witzig die Erzählung vom verpassten Einsatz beim Krippenspiel, dem einträglichen Einsatz als Ministrant bei Beerdigungen und schliesslich der daraus folgenden Freundschaft mit Totengräber Lunzi, gefolgt von einer weiteren Episode und den fatalen Folgen von «Birremoscht» im Vergleich mit Weihrauch. Spannend-komische Geschichten und Begebenheiten, wie sie hätten sein können. Sie müssen nicht wahr sein, aber glaubwürdig, wie Galizia betonte.
Choral und böhmische Polka
Wie üblich wurde der statutarische Teil mit der Totenehrung eröffnet. Nach deren Namensnennung und einer Schweigeminute gedachte die Bläsergruppe der neun Verstorbenen mit einer feierlichen Choral-Melodie. Mit der beschwingten «Böhmischen Polka-Perle» spannten die Bläser dann den Bogen zum weiteren traktandierten Teil. Dem Protokoll von Aktuar Roman Abt wurde ohne Gegenstimme zugestimmt und der präsidiale Jahresbericht mit Applaus zur Kenntnis genommen.
Zustimmung gab es auch bei der Jahresrechnung, obwohl Kassier Josef Keusch einen leicht negativen Abschluss melden musste. Bei einem Vereinsvermögen von über 35 000 Franken sei dies zu verkraften, waren Keusch und auch die Revisoren überzeugt. Ehre, wem Ehre gebührt – dies wurde den vier ältesten anwesenden Mitgliedern zuteil: Franz Berger (94), Michelangelo Penta (92), Gerold Hänggi (91) und Fridolin Marti (91). Sie alle erhielten den geschätzten Ehrenwein.
Diesen Tropfen werden im laufenden Jahr auch all jene erhalten, die ihren 80. oder 90. Geburtstag feiern können. Sie werden durch eine Delegation aus dem Vorstand persönlich besucht und geehrt.
Reisen und Speisen
Fester Bestandteil im Vereinsjahr ist die Mitgliederreise. Es war «Reiseleiter» Kari Strebel, der die Details zu diesem Ausflug im Juni mit Bildern aufzeigte: Besichtigung der Grimsel-Kraftwerke mit Mittagessen auf dem Hospiz und weitere Zwischenhalte. Seine Ausführungen schienen ausreichend zu sein, denn es gab keine Fragen oder weitere Wortmeldungen.
Letzter offizieller Programmpunkt: nach kurzer Pause das Dessert. Abschliessend dankte Präsident Hilfiker dem Küchen- und Serviceteam des Solino und wünschte allen Anwesenden ein gutes Heimkommen. Daran dachten noch nicht alle. Ein paar Veteranen liessen sich durch die Aufräumarbeiten des Vorstandes nicht wirklich vertreiben und wechselten in die Cafeteria des Solino, um ihre Diskussionen fortzusetzen. --zg