Bei der Stadt will man nun vorausblicken
Im Stadtrat zog man aus der Umfrage seine Schlüsse. Das Abfallreglement wurde angepasst. Das System mit Unterflurcontainern sei aber nicht gescheitert, findet man im Rathaus. Künftig ist eine duale Müllentsorgung ...
Bei der Stadt will man nun vorausblicken
Im Stadtrat zog man aus der Umfrage seine Schlüsse. Das Abfallreglement wurde angepasst. Das System mit Unterflurcontainern sei aber nicht gescheitert, findet man im Rathaus. Künftig ist eine duale Müllentsorgung vorgesehen.
Rund 8000 Franken mehr kostet es die Stadt jährlich, dass der Abfall in der Unterstadt wieder vor den Haustüren abgeholt wird. «Das muss es uns wert sein», sagt Stadtammann Stephan Troxler. Bis Ende des abgelaufenen Jahres war er verantwortlicher Ressortvorsteher in Abfallfragen. Nach seiner Wahl in den Stadtrat vor zwei Jahren hatte er das Departement und damit auch die «Causa UFC» von Daniel Sommerhalder übernommen. «Es half sicher, dass ich seither eine von der ganzen Vorgeschichte unbelastete Neubeurteilung vornehmen konnte», sagt Troxler. Das Resultat der externen Umfrage – auch sie kostete die Stadt knapp 8000 Franken – sei schlussendlich der Triggerpunkt gewesen, um zur mobilen Abholung zurückzukehren. «Deshalb – Strich drunter und einen Neustart wagen.»
Erfahrungen, die man machen musste
«Rückblickend war es ein Fehlentscheid, das UFC-System so einzuführen», gibt auch Stefano Righetti zu, der als langjähriger Bereichsleiter Tiefbau das Projekt von Anfang an in verantwortlicher Position eng begleitete. «Allerdings bin ich nach wie vor überzeugt davon, dass es eine gute und breit akzeptierte Sache geworden wäre, wenn wir den Standort Kornhausplatz nicht hätten aufgeben müssen.» Dass man die Geruchsemissionen dort nicht in den Griff bekommen würde, habe man nicht vorhersehen können. «Darum sind wir nun nur durch diese Erfahrung klüger.»
Duales System bleibt
Dennoch will man bei der Stadt das System UFC nicht als grundsätzlich gescheitert betrachten. «Die beiden bisherigen Standorte bleiben ja weiterhin in Betrieb und werden rege genutzt.» So gesehen herrsche nun in der Altstadt der Luxus eines dualen Systems, dank dem der Abfall und das Grüngut auf verschiedene Arten entsorgt werden können. «Das bringt für die Anwohner aber auch Verantwortung mit sich», sagt Stadtammann Troxler. Zu früh auf die Gassen gestellter Unrat – aufgrund der Stadtfüchse ein Problem, das in der Vergangenheit des Öfteren in Sauereien mündete – will man im Rathaus konsequent nicht mehr dulden. «Denn Ausreden gibt es keine mehr – wer den Müll am Abfuhrtag nicht rausbringen kann, hat die Möglichkeit, die UFC zu nutzen.»
Nach wie vor Oberstadt-Standort gesucht
Auch die Oberstädter im Übrigen, welche die Sammelstellen nun offiziell auch benutzen dürfen. Auch wenn die Gehdistanzen dafür gross sind. «Deshalb prüfen wir weiterhin einen Standort in der Oberstadt bzw. in unmittelbarer Nähe davon», sagt Troxler. Dann wäre das neue duale Entsorgungskonzept definitiv vollendet. «Für eine saubere, bewohnbare Altstadt mit zufriedenen Einwohnern.» --huy