Strebel zum Dritten
21.07.2026 Sport, SchwingenDas Freiämter Quintett holt am Rigi-Schwinget einen Kranz
Mit 27 Eidgenossen war das Teilnehmerfeld am Rigi-Schwinget enorm stark. Joel Strebel ist der Einzige aus den Reihen des SK Freiamt, der sich bei dieser Konkurrenz einen Kranz sichern kann. Zum ersten Mal ...
Das Freiämter Quintett holt am Rigi-Schwinget einen Kranz
Mit 27 Eidgenossen war das Teilnehmerfeld am Rigi-Schwinget enorm stark. Joel Strebel ist der Einzige aus den Reihen des SK Freiamt, der sich bei dieser Konkurrenz einen Kranz sichern kann. Zum ersten Mal gelingt es ihm, drei Bergkränze in einem Jahr zu gewinnen. Die Sarmenstorfer Pascal Joho und Andreas Döbeli zeigen gute Leistungen, können sich aber nicht mit Eichenlaub belohnen.
Josip Lasic
Am Tag nach dem Rigi-Schwinget fällt es Joel Strebel noch schwer, ein Fazit zu ziehen. «Bei diesem starken Teilnehmerfeld war es sicher in erster Linie Ziel, einen Kranz zu holen. Aber ich bin nicht komplett zufrieden. Vor allem der dritte Gang war schade.» In diesem musste sich der Aristauer dem späteren Festsieger Fabian Staudenmann geschlagen geben. Im ersten Gang stellt er gegen Eidgenosse Silvan Appert. Das sind die einzigen «Ausrutscher» des Freiämters. Die restlichen vier Gänge gegen Matthias Elmiger, Simon Stucki, Christian Bucher und Benno Heinzer siegt er souverän. «Grundsätzlich hatte ich schon sehr zähe Gegner. Aber es lief nicht schlecht. In den meisten Gängen konnte ich ja gewinnen.» Auch wenn es nachvollziehbar ist, dass der ehrgeizige Strebel sieht, was er noch besser machen könnte, darf er mit seiner Leistung zufrieden sein. Nach dem Stoos- und dem Weissenstein-Schwinget kann er auch am dritten Bergfest in diesem Jahr einen Kranz holen. «Das ist mir zum ersten Mal gelungen. Bisher waren zwei das Maximum.» Gelungen ist ihm der dritte Erfolg am Rigi-Schwinget, wo ein Teilnehmerfeld mit 27 Eidgenossen wartete.
Pascal Joho fordert die Eidgenossen
Viele starke Schwinger blieben ohne Kranz. Neben Strebel starteten vier weitere Freiämter. Mit den Sarmenstorfern Lukas und Andreas Döbeli waren die beiden anderen Eidgenossen aus den Reihen des SK Freiamt mit dabei. Auch das zweite Sarmenstorfer Brüderduo, Pascal und Philip Joho, ging auf der Rigi ins Rennen. Einen Kranz konnte keiner von ihnen holen.
Mit Rang 8f schnitt Pascal Joho am besten ab. Der 22-Jährige blieb wie auf dem Weissenstein ungeschlagen. «Er hat wirklich sehr gut geschwungen», sagt Strebel. «Pascal stellt gegen drei Eidgenossen. Gegen Michael Ledermann hat er richtiggehend dominiert. Für einen Schwinger mit seiner Postur ist das eine Riesenleistung.»
Seinem Bruder Philip Joho gelingt es mit zwei verlorenen und zwei gestellten Gängen nicht, in den Ausstich zu kommen. Lukas Döbeli bleibt auch ungeschlagen, landet aber nur auf Rang 12a. «Er stellt leider viermal. Das kann bei einem Bergfest schnell dazu führen, dass es nicht für weiter vorne reicht.»
Starker Auftritt von Andreas Döbeli
Und dann ist da noch Andreas Döbeli. Er verliert seinen ersten Gang gegen den Eidgenossen Joel Ambühl. Danach gewinnt er gegen Samuel Suter und Jonas Troxler. Gegen Michael Ledermann, Leandro Nägeli und Michael Zurfluh stellt er. In der Endabrechnung gibt das für den Sarmenstorfer Rang 9g. Für «Res» Döbeli ist der Rigi-Schwinget erst der zweite Wettkampf, den er nach seiner Verletzung bestreitet. Während es auf dem Weissenstein gleich für einen Kranz gereicht hat, verpasst er Eichenlaub am Rigi-Schwinget. «Natürlich war er im ersten Moment unzufrieden, aber er hat wirklich alles gegeben und kann sich nichts vorwerfen. Man darf nicht vergessen, woher er kommt», erklärt Strebel. «Er war so lange verletzt. Im Endeffekt ist es schon als Erfolg anzusehen, dass er gesund geblieben ist. Die letzten beiden Male hat er die Rigi verletzt verlassen.»
Der Aristauer betont, dass auch ein Sieg mit der Bestnote 10.00 im letzten Gang nicht genug gewesen wäre für Andreas Döbeli, um einen Kranz zu holen. «Dann hätte ihm ein Viertelpunkt gefehlt. Das ärgert einen fast noch mehr. Andreas hat alles gegeben. Er kann sich wirklich rein gar nichts vorwerfen.»
Kampf um den Titel im AMAG-Schinznach-Schwingercup
Mit dem Rigi-Schwinget schliessen die Freiämter die Bergfeste in dieser Saison ab. Nur Strebel gelingt es sowohl auf dem Stoos als auch auf dem Weissenstein und der Rigi, einen Kranz zu gewinnen. Insgesamt haben die Freiämter aber gute Leistungen gezeigt. Höhepunkt waren sicher die drei Kränze, die von den drei Eidgenossen am Weissenstein-Schwinget erkämpft wurden. Erfreulich ist auch, dass nach den Verletzungen sowohl Strebel als auch die Döbeli-Brüder wieder schwingen können.
Den nächsten Einsatz haben die Mitglieder des SK Freiamt am Sonntag, 2. August, am Niklaus-Thut-Schwinget in Zofingen. «Das ist ein regionales Fest. Es lässt sich nur schwer mit einem Kranzfest vergleichen», so Strebel. Die Aargauer Vereine messen sich allerdings untereinander noch im AMAG-Schinznach-Schwingercup. Das Fest in Zofingen ist der letzte Wettkampf, der dazugehört. «Wir haben dort noch ein paar Punkte Rückstand auf das führende Lenzburg und hoffen, dass wir sie noch abfangen können.»


