«Roli, rück mol use mit Ideen»
13.02.2026 WohlenErste Auszüge von den Schnitzelbank-Gruppen
Die Schnitzelbank-Gruppen waren am gestrigen Schmutzigen Donnerstag an der Beizenfasnacht unterwegs. Kammersänger, Q-Gruppe, Triangeli, Mini-Pischu, Hanagge, Füürspucker haben einiges zu berichten.
Die ...
Erste Auszüge von den Schnitzelbank-Gruppen
Die Schnitzelbank-Gruppen waren am gestrigen Schmutzigen Donnerstag an der Beizenfasnacht unterwegs. Kammersänger, Q-Gruppe, Triangeli, Mini-Pischu, Hanagge, Füürspucker haben einiges zu berichten.
Die Q-Gruppe widmete sich dem neuen Gemeindeammann Roland Vogt.
Roli Vogt heisst euse neui Amme, «Andri Politik» isch, was er will. Was das heisst, het er no nid verroote. Wenn me frogt, blibt’s bishär zimli still.
Alti Lüüt, die giengid nümm veruse, Wäg de vilne frömde Mönsche do. Vilicht tuet’s sie aber eifach gruuse, Drum wot er de Brunne putze loo.
So wär s’Gmeindshuus wieder neu geboore. Und de Brunne strahlti wider früsch! – Doch de Roli het so vili Jöbli, dass er allwäg sälte drinne isch.
Polizischt und Grossrot isch er ä no, Sibezg Prozänt als Amme het er au. Wien’er da i einre Wuche driibringt, Wüssed er und mir nid so genau.
«Andri Politik», mir wettid’s wüsse: Was das heisse söll für euse Fleck. Roli, rück mol use mit Ideen! Zieh de Charre ändli us em Dräck!
Mir sind gschpannt uf all die grosse Wunder,
Wo die neui, rächti Füehrig bringt. – Und susch git’s de nöscht Johr wieder Fasnacht, Wo mer s’eint und ander Versli singt.
S’Triangeli (alias Urs Senn) spricht ganz viel an. Das neue Kino, das umstrittene Stach-Bauprojekt, die SVP, die Gemeinderatswahlen, den Büelisacker-Kanal.
En alte Fründ, wo jetzt im Usland wohnt, hed mi chürzlich gfrogt. – Wie’s z’Wohle denn so laufi. I han ihm brichtet und ha globt.
Es lauf’ alls i de altbekannte Bahne; jo, doch, alles laufi rund. – Vo de Chääsi bis zum Chileplatz heigsch i de Stosszyt immer no öppe e Halbstund.
D’Schulde würde wyter stiige, und suech’ mer e Platz zum Chille, empfehl sich wyterhin d’Bahnhof-Teufgarage als Ort der Leere und der Stille.
Es änderi wenig oder nüüt; doch, do chönn mer druuf vertroue. Und übrigens: au bim Kino uss seig mer nach wie vor am Boue.
Die alte Buurehüüser a de Steigass rottid munter vor sich he; Am Räbberg hed mer s’letzt Mol im Herbst e Bagger schuufle gseh.
Au s’Truurspiel um die Jacob-Isler-Brache nimmt glaub’ keis Ändi meh; Und plötzli isch nümm sicher, was mit dem Stachbou bi de Bünz sell gscheh.
Vo «Ortsbildmord» wird gredt, und au d’Riiffiisebänkler stöhne wäg «Schöner Wohlen», doch au das Grüppli macht Wohle nümme schöner. Mer wunderet sich, was alls nid goht, und s’nimmt eim wunder, was d’Lüüt wänd: Punkto Boue isch Gmeind Wohle würklich und Fasnachtsmotto grächt, es richtigs «Wonderland».
Plötzlich hed’s de Markus Keller doch no packt, und er tuet kandidiere. De Vorstand vo de Mitti wott sich erkläre und grootet is Rotiere.
Doch eigetli bewiist die Keller-Kandidatur jo nur, mer sett do grächt sy: bi teilne Manne chunndt d’Midlife-Crisis halt ebe erst nach 60i.
Die Hellebardefetischischte vo de SVP singe voller Stolz und Inbrunscht luut de Schwyzerpsalm, denn sie sind us guetem Holz. Was au immer goht i dere Wält, sie sind gäg alles gfeit, denn sie luege voller Zueversicht und Muet nur i d’Vergangeheit.
1961 händ d’USA beschlosse: «Mir göhnd jetzt uf de Mond! Verstande?!» Und grad acht Johr drufabe sind die würklich uf em Erdtrabant weich glandet. Sidhär hed d’Mönschheit Fortschritt gmacht.
Wär’s nid so, wär’s zum Lache! Drum hed’s au nur nüün Johr bruucht für de Übergang bim Kanal vo Büelisacher.
«Hhulla di ho … s esch leider eso», schreibt Leserbriefschreiberin Ursula Notter-Steiner, Wohlen.
Wohle esch keis Dorf vo fuule Penner, das wüssid alli Wohler Kenner; vorem Gmeindhuus aber – das muess eus loh stutze, tuet niemer gern de Dräck wegputze; det tued sech niemer deför geniere, dass de Brunne es Kunschtwärch wo Wohle sött repräsentiere.
Do stiigt mi Puls grad sofort of tuusig, ech fendes ganz eifach gottsjämmerlich gruusig; die Verantwortliche – Entschuldigung, die hettid vo mer scho lang d Kündigung.
Muess mer die wörkli of Schritt ond Tritt inschtruiere, ond wie so Gööfli am Händli no füehre; händ die ächt au scho dranume studiert, dass sech Wohle so schmuddlig ganz heftig blamiert.
Ond söttid die meine, das gäch eus nüüd aa, mer Wohler send suuber ond mer wännds suuber ha; drom tuen ech im Name vo de Wohler jetzt säge, statt emmer nor Neus – tüend zerscht s Alte pfläge.
Tüend d Ärmel jetzt ändlich hinderelitze, ehr werdit ned zahlt förs Umesitze; au wenn eu s Putze ned lässig dunkt, mer werdit dra gmässe – Schluss, Amen, Punkt.
Fortsetzung folgt in der Ausgabe vom nächsten Dienstag.

