Chregi Hansen, Redaktor.
Der Zusammenschluss von Niederwil und Nesselnbach war keine Liebesheirat, im Gegenteil. Die Fusion wurde vom Kanton befohlen. Nach 125 Jahren müsste man meinen, dass die damaligen Differenzen bereinigt sind. Sind ...
Chregi Hansen, Redaktor.
Der Zusammenschluss von Niederwil und Nesselnbach war keine Liebesheirat, im Gegenteil. Die Fusion wurde vom Kanton befohlen. Nach 125 Jahren müsste man meinen, dass die damaligen Differenzen bereinigt sind. Sind sie auch grösstenteils. Doch ab und zu ploppen sie eben doch wieder auf. So kürzlich, als es um die Sanierung des Casinos ging. Für Nesselnbach ein Herzensprojekt, für Niederwil eher eine unnötige Initiative.
Das Beispiel zeigt, dass man in fusionierten Gemeinden dafür sorgen muss, dass der kleinere Partner sich nicht vernachlässigt fühlt. Das gilt nicht nur für Niederwil, sondern auch für Wohlen, wo sich Anglikon für den Erhalt der Mittelstufe wehrt. Oder auch in Merenschwand und Benzenschwil, wo es ebenfalls wegen Schulraum zum Knatsch kam. Fusionen machen in vielen Fällen Sinn. Wichtig ist aber, dass beide Partner ihre Identität bewahren können. Und auch etwas beitragen dürfen zum Gemeinwohl. Dann kann, wie jetzt in Niederwil, auch gemeinsam gefeiert werden.